{"id":7576,"date":"2019-04-24T09:16:48","date_gmt":"2019-04-24T09:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7576"},"modified":"2019-04-24T09:22:57","modified_gmt":"2019-04-24T09:22:57","slug":"umsetzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7576","title":{"rendered":"umsetzen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7577\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095432-85x300.jpg\" alt=\"\" width=\"113\" height=\"399\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095432-85x300.jpg 85w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095432-290x1024.jpg 290w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095432.jpg 540w\" sizes=\"auto, (max-width: 113px) 100vw, 113px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7578\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095908-105x300.png\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095908-105x300.png 105w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095908-358x1024.png 358w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095908.png 443w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7579\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190424_095529-85x300.jpg\" alt=\"\" width=\"113\" height=\"398\" \/><\/p>\n<h5>Seit Tagen schneit es aus einem blauen Himmel heraus. Dann ballen sich diese hauchd\u00fcnnen (Pappel?)Samen in den Ecken des Gartens, und wenn man eine Au\u00dfent\u00fcr aufl\u00e4sst, sieht man nach einer Weile nur noch einen sich bewegenden Boden. Das kann nicht mehr eingefangen und nur noch als Staub aufgesaugt werden. Ansonsten, wenn Zeit zur Betrachtung ist: Ein Sternenheer, ein theoretisches, subatomares Feld, auf dem auch der Laie sich schulen kann in der Sicht und in der pr\u00e4ziseren Wahrnehmung. Dieser Tip kommt auch von Michelangelo, der in der scheinbar leeren Sch\u00f6pfungsfl\u00e4che, sei es nun hinter den Augen oder auf einer monsoonerschaffenen Wand, die Dinge sah und zu sehen empfahl, die er und nat\u00fcrlich auch alle Anderen, die sich darin versuchten, sehen und umsetzen konnten. Auch kann man oft genug beobachten, dass die Natur eine Meisterin ist, die sich den unermesslichen Reichtum wohl leisten kann, die reine Verschwendung des Nichts-als-Gebens, von dem die Hindus sagen, dass es die Gottheit ausmacht. Sicherlich gilt auch, dass ich nicht nur bin, was ich esse, sondern auch bin, was ich sehe, und was ich f\u00fchle, klaro. Nun merkt man mit der Zeit, dass man allerhand von sich herausfinden kann, und dass auch beim Sichselbstsein \u00dcbung den Meister macht. Deshalb bleibt einem nichts anderes \u00fcbrig als zu reflektieren, was man wahrnimmt, denn dadurch lernt man sich kennen. Auch kann man keinen David aus einem Stein herausholen, wenn man um die Geheimnisse des Marmors nicht gerungen hat. Und dann: ausgerechnet einen David sehen. Was f\u00fcr immense Korridore von Dunklem und Lichtem ein Geist durchwandern muss, um zu sich zu kommen, und so viele haben eine Art Licht auf seltsamste Weise erreicht. Samuel Becket, f\u00fcr den es Gelingen nie gab, und\u00a0 dem trotzdem etwas gelang. Und was w\u00e4re mit so vielen, die uns erreicht und gebildet haben, geschehen, wenn jemand es f\u00fcr n\u00f6tig gehalten h\u00e4tte, sie zu heilen. Ich denke auch, dass es nicht wirklich so sehr darauf ankommt, wie lange man lebt, sondern wie man die Zeit, die man zur Verf\u00fcgung hat, am besten nutzt. Um diese Nutzung kommt man nicht herum, denn man ist eingebunden in den Teppich, der gerade fabriziert wird. Und in der Tat ist die einzige Hochzeit, auf der man tanzen kann, die eigene, auch alchemisch gesehen und solcherart gelebt, kein Zweifel. Sich dem gegebenen Raum wirklich widmen, und die Angst verlieren lernen vor der Freiheit und und ihrer Begabung, sich auf das Ungewisse einlassen zu k\u00f6nnen. Das Aufgetischte hinterfragen, auch wenn es Moses hei\u00dft oder Manu oder Merkel. Auf dem Weg tauchen viele K\u00fcnste auf: das Unterscheiden, das Schweigen, die Rede, der Klang. Auch wie tief man erschrecken darf, wenn man erkennt, dass die vielen als neu erscheinenden und lockenden Dinge nur andere Kost\u00fcme tragen, die zu denselben Krankheiten f\u00fchren, vor denen seit Jahrtausenden gewarnt wird. Die festgefahrenen Bilder aus dem Stau herausl\u00f6sen und freie Fahrt gew\u00e4hren, indem ich an den nat\u00fcrlichen Grenzen bereit bin, mich als Individuum zu identifizieren. Das solcherma\u00dfen Getrennte in bewusstem Spiel mit dem Ungetrennten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Tagen schneit es aus einem blauen Himmel heraus. Dann ballen sich diese hauchd\u00fcnnen (Pappel?)Samen in den Ecken des Gartens, und wenn man eine Au\u00dfent\u00fcr aufl\u00e4sst, sieht man nach einer Weile nur noch einen sich bewegenden Boden. Das kann nicht mehr eingefangen und nur noch als Staub aufgesaugt werden. 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