{"id":7324,"date":"2019-03-20T09:04:40","date_gmt":"2019-03-20T09:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7324"},"modified":"2019-03-20T09:22:19","modified_gmt":"2019-03-20T09:22:19","slug":"7324","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7324","title":{"rendered":"tauchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7325\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190319_180720-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"457\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190319_180720-196x300.jpg 196w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190319_180720-668x1024.jpg 668w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist schon wahr, dass wir vom Anfang unsrer Geschichte bewusst wenig mitbekommen, sondern uns erst, wenn wir in die Sprache kommen, uns bewusst zu unserem Aufenthalt \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen. Nun ist allerdings der Seinszustand den wir vor der Sprache erleben, erst vor Kurzem in das Interesse einiger ForscherInnen ger\u00fcckt, die sich ganz speziell f\u00fcr diesen Abschnitt des Lebens interessieren, um dort lagernde Erfahrungen und Traumatisierungen aufzusp\u00fcren und sie auch f\u00fcr Andere, zum Beispiel in einer Therapie, ins Bewusstsein zu holen, um ein besseres Verst\u00e4ndnis der eigenen Quelle bzw der eigenen Kernproblematik zu erreichen. Man wei\u00df von verborgenen (Not)-Zust\u00e4nden ja erst, wenn sie gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig erfasst, und dann in Sprache umgesetzt werden k\u00f6nnen. Gerne m\u00f6chte man denken, dass nicht jedes Kind in der pr\u00e4verbalen Zeit sp\u00e4ter traumatische Erlebnisse verarbeiten muss, doch spricht die Erfahrung mit sich selbst und anderen erwachsenen Menschen doch \u00f6fters daf\u00fcr, n\u00e4mlich dass man hinunter muss in die Unterwelt und dort allerlei Pr\u00fcfungen bestehen, die sich als Katastrophen tarnen, sich dann aber doch als das Werkzeig zeigen, mit dem man seinen oder ihren Schicksalsblock verstehen und bew\u00e4ltigen lernt, wenn man das m\u00f6chte. Was nicht jeder m\u00f6chte und auch nicht jeder kann, daher die vielen richtungsweisenden HelferInnen, die von uns Wesen zu bestimmten Zeiten gew\u00e4hlt werden, um weiter zu kommen auf der Ich-Landkarte, bevor neue Pfade sich auftun. Ich denke, dass das im Mutterleib unter guten Bedingungen sich aufhaltende Kind auch nach der Geburt einen Seinszustand erleben kann, zu dem es uns immer wieder zur\u00fcckzieht, nun als Teil der sich enth\u00fcllenden Ich-Geschichte bis zu einer neuen Erfahrung des sprachlosen bzw in zeitloser Ruhe lagernden Selbst als Bewusstmachung eines Anfangs, das deswegen von Schweigen und Stille gen\u00e4hrt wird, weil es letztendlich auf Bewusstmachung verzichten muss, um sich selbst sein zu k\u00f6nnen. Hier, w\u00fcrde ich sagen, kann man von einer Akzeptanz des Mysteriums Leben sprechen, das gleichzeitig g\u00e4nzlich verschleiert und g\u00e4nzlich enth\u00fcllt ist. Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit der eigenen Lebenserfahrung ist per se kein Garant f\u00fcr das Erfassen der eigenen individuellen Existenz, die vor allem durch die Qualit\u00e4t des Tauchvorgangs bedingt und bestimmt wird. Es ist eher verbl\u00fcffend, dass es, soweit wir informiert sind, keinen anderen Weg als den durch Himmel und H\u00f6lle gibt, bevor man \u00fcber beides herzlich lachen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon wahr, dass wir vom Anfang unsrer Geschichte bewusst wenig mitbekommen, sondern uns erst, wenn wir in die Sprache kommen, uns bewusst zu unserem Aufenthalt \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen. 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