{"id":7196,"date":"2019-03-04T02:10:46","date_gmt":"2019-03-04T02:10:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7196"},"modified":"2019-03-04T02:12:47","modified_gmt":"2019-03-04T02:12:47","slug":"ausschau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7196","title":{"rendered":"Ausschau halten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7197\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190227_120000-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"388\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190227_120000-211x300.jpg 211w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190227_120000.jpg 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7199\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190303_084026-107x300.jpg\" alt=\"\" width=\"137\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190303_084026-107x300.jpg 107w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190303_084026.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 137px) 100vw, 137px\" \/><\/p>\n<h4>Wie Nachen ziehen sie dahin, ziehen wir dahin, ziehe ich dahin, das Greifbare hinter mir lassend mit diesem Blick einer bes\u00e4nftigten Geometrie. Auch die dunklen Stellen schienen bez\u00e4hmbar durch die Kraft der K\u00f6rper, in deren Botschaften dieselben Ordnungen zu erkennen sind wie in euch, Flugk\u00f6rper V\u00f6gel, mit eurem unbeirrbaren Kompass des Blutes, das sich raunend erinnert an Arten zu sein, die anders nicht gewusst werden k\u00f6nnen als durch den seelischen Aufruhr &#8211; bis hin zur sich darbietenden Flugbahn. Nun ist alles so still in der Abschiedsstunde, die Tiere im Auge wie ein leuchtender Stern, die Tiere, die ich unerm\u00fcdlich geliebt habe in der Mitte der Zeit. Und die Bew\u00f6lkungen innen und au\u00dfen des Himmels, und die R\u00e4ume, die im Bedingungslosen bewohnbar sind. \u00dcberall ein sich weitendes Du im Gestein, dem Zeitlosen zugeh\u00f6rig. Hier war ich auf Treppen (auf und ab) zust\u00e4ndig f\u00fcr die Tragf\u00e4higkeit der Gef\u00fchle, f\u00fcr die Zust\u00e4nde, die nicht eingekreist werden k\u00f6nnen durch weltliche Logik, f\u00fcr die Freude an jeder vorhandenen Geste, die von hier aus, also von mir aus, geschenkt wird aus dankbarem Herzen. Ja, Freiheit ist schon eine B\u00fcrde, aber vor allem ist Freiheit der Anspruch des Alltags auf seine z\u00e4rtliche Wirksamkeit. Gottungebunden, wie ich geworden bin, konnte ich dennoch den Segen aufsteigen sp\u00fcren in mir, der sich so sammelte, dass er Wege suchte ins Au\u00dfen, und meine Liebe fand diese Beruhigung, diese Gelassenheit, diese W\u00fcrde. Ich wollte und konnte, das muss ich sagen, auf diese Weise reich werden. Reichtum des Weges, der sich einf\u00e4delt in die bereitwillige Matrix: eine Achtung vor der M\u00fche des Menschseins. Vor den tief in die Schicksale eingreifenden Entscheidungen, vor dem Outcome, dem die R\u00fcckkehr verwehrt ist. Vor der Nacktheit der Armut, vor der Trauer. Vor dem Licht, das sich aufmacht aus der Grundlosigkeit und uns beherbergt als Erben des Weltgeschehens. Dann aber auch mit sorgsamem Ohr einem Aufruf lauschend: ach, eine einzige Pflicht ist hier zu erf\u00fcllen, mit der wird jede und jeder, der sie ans Herz nimmt, an die Quelle gebeamt, wo man Ausschau h\u00e4lt nach den Anderen, und sie auch findet.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wie Nachen ziehen sie dahin, ziehen wir dahin, ziehe ich dahin, das Greifbare hinter mir lassend mit diesem Blick einer bes\u00e4nftigten Geometrie. 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