{"id":6966,"date":"2019-02-01T05:02:46","date_gmt":"2019-02-01T05:02:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6966"},"modified":"2019-02-01T05:09:21","modified_gmt":"2019-02-01T05:09:21","slug":"staunenswert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6966","title":{"rendered":"staunenswert"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6967\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190131_0906511-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"345\" height=\"493\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190131_0906511-210x300.jpg 210w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190131_0906511-717x1024.jpg 717w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190131_0906511.jpg 739w\" sizes=\"auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild oben habe ich heute fr\u00fch gemacht auf meiner Runde. Es war ein neu herumstehender, mit der beliebten orangenen Farbe bepinselter Stein, und dann dieses Bildnis darauf gesetzt, \u00fcber das man denken kann, was man will. Ist man aber an der Erlernung des Staunens interessiert, ist Indien ein idealer Ort, eine Art lebendige Universit\u00e4t, wo sich die F\u00e4cher von selbst herstellen und darbieten. Es gibt schon den Lachkurs, und in Delhi habe ich in den Stadtg\u00e4rten schon viele Lachkursler gesehen. Aber eine Staunensschule wird es wohl nie geben, denn es ist etwas, was man erfahren kann, aber nicht systematisch lernen. Fakt bleibt, dass man am Staunen interressiert sein muss, denn wie k\u00e4me man sonst hinein. So leicht dahingesagt das Wort\u00a0 auch ist, so bemerkenswert schwierig k\u00f6nnen die Bedingungen sein. Es gibt ja das helle und das dunkle Staunen. Obwohl&#8230;wie weit ins Dunkle kann ein Staunen gehen, ohne das Nektartr\u00f6pchen der Kindlichkeit in den Labyrinthen der Machenschaften zu verlieren. Wenn das Naive sich einschleicht, kann es gef\u00e4hrlich werden. Man kann sich aber unterhaltsamen, eigens gestalteten Pr\u00fcfungen unterziehen wie zum Beispiel um sich schauen und alles Staunenswerte wahrnehmen. Das Staunenswerte liegt doch auch im Wertfreien, den Bl\u00e4ttern, dem Sand, den Wolken im gro\u00dfen Undsoweiter. Die Tiere nat\u00fcrlich. Auch die Menschen. Beim Hinausgehen am Morgen habe ich gesehen, wie der Besitzer von Babu, einem riesigen wei\u00dfen Wuschelhund, dem kleinen braunen Affen, dem durch irgendeinen Unfall eine Hand verloren ging, eine Banane hinauf aufs Dach des Teeladens reichte. Ich h\u00f6rte dann, dass der Kleine morgens erst weiterzieht, wenn er seine Banane hat.\u00a0 F\u00fcr ein halbwegs waches Auge ist es ja gef\u00e4hrlich, \u00fcberall hinzuschauen, denn dann kann es passieren, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und einen Faden braucht, um zum m\u00fchelosen Staunen zur\u00fcckzukehren. Allerdings hatte ich auch gestern einen Anflug von dunklem Staunen, nur, um mal ein Beispiel, sozusagen aus dem nackten Leben, zu geben. In der Times war ein Artikel, der leicht zu \u00fcberfliegen war, aber im Titel ungew\u00f6hnlicherweise mit &#8222;Women&#8220; anfing. &#8222;Women can now work in underground coal mines&#8220; war der ganze Titel. Ein Schatten legte sich leise \u00fcber das Staunfeld. Frauen k\u00f6nnen also jetzt in unterirdischen Kohlenminen arbeiten. Dann ein Photo dabei von 3 sehr krank und lichtlos wirkenden M\u00e4nnern, die an riesigen Schubkarren t\u00e4tig sind. Das Staunenswerte daran ist das Suggerieren der Worte, die einem einfl\u00f6\u00dfen, hier w\u00fcrde etwas Fortschrittliches in die Wege geleitet. Dunkles Staunen, nicht wirklich gesund, aber manchmal doch auch notwendig. Die unermessliche M\u00f6glichkeit des Menschen, zu allem f\u00e4hig zu sein, macht oft den Weg frei vom Staunen zum Gr\u00fcbeln bis hin zum Kohlegr\u00fcbeln. Dann ist es angebracht (und das ist auch zum Staunen), sich selbst durch Lichteinwirkung (von Smartphone bis Synapsenschalter) wieder in eine neue Spielfl\u00e4che zu beamen, die einen zu neuen Abenteuern des Staunens f\u00fchrt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild oben habe ich heute fr\u00fch gemacht auf meiner Runde. Es war ein neu herumstehender, mit der beliebten orangenen Farbe bepinselter Stein, und dann dieses Bildnis darauf gesetzt, \u00fcber das man denken kann, was man will. 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