{"id":6926,"date":"2019-01-28T05:02:15","date_gmt":"2019-01-28T05:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6926"},"modified":"2019-01-28T09:20:01","modified_gmt":"2019-01-28T09:20:01","slug":"rueckblickend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6926","title":{"rendered":"r\u00fcckblickend"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6930\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190128_070844.png\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"294\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6929\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190128_071202-59x300.png\" alt=\"\" width=\"58\" height=\"295\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190128_071202-59x300.png 59w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190128_071202.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 58px) 100vw, 58px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6928\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190126_174917-1-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"295\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190126_174917-1-300x294.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190126_174917-1-768x752.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190126_174917-1.jpg 888w\" sizes=\"auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><\/p><\/blockquote>\n<h5>Mir ist aufgefallen, was R\u00fcckblicken betrifft, dass ich es \u00e4hnlich mache wie (meine) Ordnungen herstellen. Es war nicht schlecht, \u00fcber Jahre hinweg w\u00e4hrend der praktischen Ausbildung in Meditation und Yoga, einen einzigen Tag zu haben (Mittwoch), wo alles geputzt wurde gem\u00e4\u00df einer indischen Achtung vor dem Donnerstag. Man gew\u00f6hnt sich ja wirklich an alles, was einem, zumindest eine Weile, logisch und sinnvoll erscheint. Auf meinen eigenen Wegen habe ich dann immer mehr beobachtet, dass sich entwickelt, was mir selbst entspricht. So ordnet meine Hand gerne w\u00e4hrend des Hin-und Hergehens, was in einfachster Weise vorgegeben ist, n\u00e4mlich die eigene, bereits erschaffene Ordnung, die die Zuf\u00fcgung der Objekte vereinfacht und dadurch zeitsparend wirkt. Wenn nun etwas Zur\u00fcckliegendes in der eigenen Geschichte vor dem Auge auftaucht, ist es sinnvoll, sich entweder zu widmen oder aber das Gebilde vor\u00fcberziehen zu lassen, auch wenn es erf\u00fcllt ist von vergangener Freude und nicht von abgrundtiefem Leid, dessen nur der Mensch f\u00e4hig ist. Beim Herumwandern mit dem Thema (wo liegt die Verantwortung, wenn Vergangenes sich meldet) auf meiner Morgenrunde, schweifte mein Blick \u00fcber den See und fing an zu starren. Was war das, was sich da bewegte&#8230;das waren doch nicht die \u00fcblichen 37 G\u00e4nse, die sonst hier herumschwimmen. Kein Zweifel, es waren Pelikane, gro\u00dfe, wei\u00dfe, schwerwiegende V\u00f6gel, die dem Geist einen ungeheuren Auftrieb geben k\u00f6nnen. Vor Jahren hatten sie sich schon einmal auf dem See niedergelassen, und ich erlaubte mir eine Art Berauschung, die mich ergreifen kann, wenn ich mich in den Zeuginnenstand gerufen f\u00fchle: Seht diese V\u00f6gel und ihre ergreifende Sch\u00f6nheit!, zum Beispiel. Ich ging damals zu Freunden, um sie an den See zu locken, aber alle waren zu besch\u00e4ftigt. Aber ich gab mir selbst Freizeit und sa\u00df t\u00e4glich stundenlang am See und schaute dem seltenen Genuss gr\u00fcndlich zu. Der ganze See war verwandelt durch ihre riesige Pr\u00e4senz und ihre m\u00e4chtigen Fl\u00fcgelschl\u00e4ge. Wem soll ich danken, dass ich mein Leben so eingerichtet habe, dass ich meine \u00e4u\u00dferen Augen einerseits herumschweifen lassen kann in freudiger Ungebundenheit, und sie dann tief im Staunen sich verankern lasse, als w\u00e4re ich gerade erwacht zu genauerem Sehen. Gut, dann stehe ich halt herum eines Tages mit schneewei\u00dfem Haar und einem langen Stab, und wei\u00df zumindest selbst, welcher Reichtum an Sch\u00f6nem und Sehenswertem in mir gespeichert ist. Und obwohl ich, bei Zeus und Shani (Saturn), eine gute Kassandra h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, hat es sich doch anders ergeben. So kann ich nichts Beunruhigendes finden in der menschlichen F\u00e4higkeit der Zeitenwanderungen, und doch distanziert sich etwas in mir vom Drang nach genetischem Ged\u00e4chtnis, dem ich mich nicht grunds\u00e4tzlich verpflichtet f\u00fchle. Ich denke, es h\u00e4ngt vom Bewusstsein ab dar\u00fcber, dass wir unsere Erfahrungen (zu einem gewissen Grad)\u00a0 gestalten k\u00f6nnen. Das macht das ganze Erleben f\u00fcr einen selbst erst lebendig.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir ist aufgefallen, was R\u00fcckblicken betrifft, dass ich es \u00e4hnlich mache wie (meine) Ordnungen herstellen. Es war nicht schlecht, \u00fcber Jahre hinweg w\u00e4hrend der praktischen Ausbildung in Meditation und Yoga, einen einzigen Tag zu haben (Mittwoch), wo alles geputzt wurde gem\u00e4\u00df einer indischen Achtung vor dem Donnerstag. 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