{"id":6900,"date":"2019-01-24T06:38:17","date_gmt":"2019-01-24T06:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6900"},"modified":"2019-01-24T06:43:25","modified_gmt":"2019-01-24T06:43:25","slug":"ghosts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6900","title":{"rendered":"ghosts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6901\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190124_1045321-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"490\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190124_1045321-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190124_1045321-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190124_1045321-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190124_1045321.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn im Januar die Tage anbrechen, meistens drei,\u00a0 wo die Sonne sich nicht durchsetzen kann, ist es besser, drau\u00dfen nicht unn\u00f6tig Zeit zu verbringen Ein schaudriges Sch\u00fctteln geht durch die Menge, und man kann noch einen Hauch sp\u00fcren von dem Zusammenhalt, der einmal war unter ihnen, und nun sind es eher die Geister, die umherirren, und es wird klar, wie viele es gibt unter Einheimischen, die keinen angenehmen Ort haben, an den sie sich zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen vom kollektiven Schaudern. Ich wollte das Bild eigentlich &#8222;Das F\u00fcttern der Gel\u00fcste&#8220; nennen, aber den F\u00fctterer habe ich entfernt und nur die Geister gelassen. Und in der Tat, wenn man die Geister ruft, dann kommen sie. Geister der Vergangenheit, was sind das f\u00fcr Geister. Es kontempliert weiter vor mich hin. Automatisch taucht mehr Material auf. Wie ist denn jemand, den man jahrelang gut kannte, eigentlich gestorben? Wer war bei ihm? Und welcher Geist interessiert sich so f\u00fcr eine bestimmte Zeit, dass es ihn oder sie anregt, einen Film zu machen oder ein Buch zu schreiben, und auf einmal trete ich dort auf als jemand, \u00fcber die man mal nachgeforscht hat. Menschen werden interviewt, die die Person kannten, n\u00e4mlich mich, und die sagen, an was sie sich erinnern: wie man war, und was man trug, und wo die letzte Spur sich verlor f\u00fcr die Nachforschenden. Muse soll ich gewesen sein, und dann eines sch\u00f6nen Tages Nonne geworden, ach nee, wusste ich gar nicht. So kann es sein, dass man seinem eigenen Geist\u00a0 begegnet. Da ich ja noch anwesend bin, kann ich mich nat\u00fcrlich auf ein Gespr\u00e4ch mit ihm einlassen. Auch kann es gravierende Unterschiede geben zwischen Ghost und Geist. Jetzt hat drau\u00dfen heftiger Regen begonnen, der wird den unermesslichen Dreck aus dem mehr oder minder Verborgenen holen und durch den Bazaar schwemmen,\u00a0 und da! ein Blitz und grollender Donner, wie kann ich da eine Unterhaltung f\u00fchren, denn nun, da ist es schon, geht das Licht aus, und nun hei\u00dft es umschalten auf die alten Weisheiten, denn das wird heute nichts mit dem entspannten und konzentrierten Kontemplieren, hier geht&#8217;s eher ums Durchhalten. Ich schaue hinaus auf das Massenbad. Doch, \u00fcberall haben sich Gr\u00fcppchen gebildet, und die Teemacher haben zum Gl\u00fcck entweder Gas oder Kerosin\u00f6fchen, das ist auch was Sch\u00f6nes, was man dann machen kann: Chai trinken. Und wie R.D. Laing vielleicht f\u00fcr solche Momente bemerkt hat: &#8218;Every time there is an emergency, we look into each others eyes&#8230;..&#8216; Und was einem eben noch so alles einfallen k\u00f6nnte, wenn man nicht wie ich gerade die Message bekommt, man soll das Kabel an den Strom anschlie\u00dfen. Wir aber wissen hier im Dorf, wie lange das dauern kann, das mit dem Strom. Immerhin hat es der Zeitungsmann, ein Sikh, noch geschafft, vor der \u00dcberschwemmung zu liefern. Mal schauen, was es in der Welt ansonsten noch gibt. Schlie\u00dflich bin ich nicht der Sklave meines Geistes, isn&#8217;t it?<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn im Januar die Tage anbrechen, meistens drei,\u00a0 wo die Sonne sich nicht durchsetzen kann, ist es besser, drau\u00dfen nicht unn\u00f6tig Zeit zu verbringen Ein schaudriges Sch\u00fctteln geht durch die Menge, und man kann noch einen Hauch sp\u00fcren von dem Zusammenhalt, der einmal war unter ihnen, und nun sind es eher die Geister, die umherirren, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6900","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6900"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6900\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6904,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6900\/revisions\/6904"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}