{"id":6867,"date":"2019-01-19T06:21:05","date_gmt":"2019-01-19T06:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6867"},"modified":"2019-01-19T07:02:23","modified_gmt":"2019-01-19T07:02:23","slug":"warum-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6867","title":{"rendered":"warum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6868\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190112_0832191-e1547861953986-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"178\" height=\"316\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190112_0832191-e1547861953986-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190112_0832191-e1547861953986-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190112_0832191-e1547861953986-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6871\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190119_1133051-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"318\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190119_1133051-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190119_1133051-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190119_1133051-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190119_1133051.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/p>\n<h5>Vor und w\u00e4hrend der gro\u00dfen westlichen Pilger-und Lernenwoll-Invasion in Indien fingen die erstaunten Fragen auch an uns an, zum Beispiel &#8222;warum immer warum fragen&#8220;. Wir kannten ja das kollektive Seinsgef\u00fchl im Ungewissen nun gar nicht, oder wenn, dann nur nachgeliefert aus den Nachkriegserz\u00e4hlungen, wenn ab und an auch menschliche Anekdoten ans Ohr kamen und nicht nur die Aufgew\u00fchltheit gro\u00dfer, schrecklicher Ereignisse, mit denen man nichts mehr zu tun haben wollte. Auch in unserer bzw. meiner Meditationsausbildung wurde ich immer wieder darauf aufmerksam, wie sinnlos Hindus das Warum empfanden. Zum Gl\u00fcck l\u00e4sst sich auch der forschende Geist ungern kirre machen, und so gab es weiterhin \u00dcberlebende und reichlich \u00dcberlegende. Manchmal bietet der Humor sich an und holt einen aus dem Labyrinth des Widerspruchs direkt hinein in das, was man sich selbst zutraut zu denken und zu sein. Mein derzeitiges Warum ist nun einerseits auch eingebettet in den indischen Kosmos, aber andrerseits sprengt es ihn auf dringende Weise. Das Bild da oben, das ich eines Morgens schnell, weil unbemerkt, geknipst habe, scheint mir ein gutes Beispiel f\u00fcr mein Warum. Warum also ist es ohne begleitenden Gott undenkbar, dass Menschen z.B. einfach einen Baum so sch\u00f6n finden, dass sie aus lauter Freude seine Anwesenheit mit einer kleinen Flamme und Rosen k\u00fcren und dadurch nicht vergessen, wie dankbar wir ihnen sein k\u00f6nnen, so, als w\u00e4re das nicht genug. Nein, ein Gott muss her, und der muss auch was f\u00fcr einen tun: endlich einen Sohn schenken zum Beispiel (die Schn\u00fcre), oder was auch immer Menschen von den G\u00f6ttern wollen, die sie erschaffen haben, um Grund f\u00fcr Verbeugung und Z\u00fcchtigung zu haben. Ein indischer Lehrer hat behauptet, die Inder w\u00fcssten, dass sie die G\u00f6tter selbst erschaffen haben. Das ist ein interessanter Gedanke, der vielleicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, warum hier unter Gl\u00e4ubigen so locker mit dem Gottwerden umgegangen wird. Ich selbst wurde mal vor Jahren auf einen Gott hingewiesen, der hier in der Gegend auf einem Berg sitzen sollte, auch begleitete mich der Hinweiser dorthin. Dort wurde ich mit heiligen S\u00fc\u00dfigkeiten \u00fcbersch\u00fcttet, und als ich aufstand, um dem Ged\u00f6ns zu entkommen, verga\u00df ich die S\u00fc\u00dfigkeiten, die zum greifbaren Schrecken der Anwesenden \u00fcberall auf dem Boden herumkullerten.Noch heute freue ich mich, dass ich die Kraft hatte, einfach zu gehen, anstatt auf dem Boden vor dem Gott herumzukriechen. Es gab weitere G\u00f6tter, und in der Tat, \u00fcberall basteln sich immer noch meist b\u00e4rtige M\u00e4nner ihr eigenes Himmelreich, das schien und scheint keinen zu st\u00f6ren. Was mich st\u00f6rt, ist der Mangel an sp\u00fcrbarer Freundschaft und Liebe, den man meistens unter Zugeh\u00f6rigen irgendeiner spirituellen Zunft vorfindet. Zugeh\u00f6rig zu sein zu ganz klar definierten Kreisen, und getrennt vom Gedankengut Anderer ist ja vielleicht nichts Schlimmes, aber warum nimmt es so deutlich zu, wo wir doch als Menschheit jetzt m.E. das Aufeinanderzugehen brauchen, und das Interesse am Wohlbefinden der Anderen. Jetzt wei\u00df ich auch, was &#8222;gro\u00dfe Worte&#8220; sind. Sie klingen gro\u00df, wenn man aus Erfahrung wei\u00df, wie schwer das Einfache und Einleuchtende umzusetzen ist. Alles Gute, soll Laotse mal bemerkt haben, sei schwer zu erringen, alles Ungute m\u00fchelos. Hassen sei einfach, und lieben schwer. Warum also ist Lieben so schwer? Ist es schwer?<\/h5>\n<p>Da f\u00e4llt mir ein Essay von Christina Th\u00fcrmer-Rohr ein. Wo ist nur das Buch gelandet?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor und w\u00e4hrend der gro\u00dfen westlichen Pilger-und Lernenwoll-Invasion in Indien fingen die erstaunten Fragen auch an uns an, zum Beispiel &#8222;warum immer warum fragen&#8220;. 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