{"id":6834,"date":"2019-01-15T05:42:32","date_gmt":"2019-01-15T05:42:32","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6834"},"modified":"2019-01-15T06:11:53","modified_gmt":"2019-01-15T06:11:53","slug":"willkommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6834","title":{"rendered":"willkommen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6835\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190115_0942531-300x155.jpg\" alt=\"\" width=\"437\" height=\"226\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190115_0942531-300x155.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190115_0942531-768x396.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190115_0942531-1024x529.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190115_0942531.jpg 1908w\" sizes=\"auto, (max-width: 437px) 100vw, 437px\" \/><\/p>\n<h5>Als ich heute fr\u00fch an dieser Pf\u00fctze vorbeikam, in der sich die von mir so hoch gesch\u00e4tzte Architektur spiegelte, fiel mir auf, wie h\u00e4ufig diese Fenster in ein dahinter liegendes All auch in meinen Pinseleien vorkommen, wie \u00d6ffnungen die, egal aus welcher Situation und Befindlichkeit heraus, immer auch ins Freie f\u00fchren, wenn auch nur als geistige Erweiterung innerhalb der menschlichen F\u00e4higkeit, unsere Gedanken dahin zu f\u00fchren, wo sie uns eher f\u00f6rdern statt schaden. Und ja, es gibt auch immer wieder die Einzelnen, die sich bewusst f\u00fcr dunkle Wege entscheiden und sie auch entlang gehen und durchf\u00fchren, was ihnen ihr Geist eingibt. Aber ich denke, dass diese Menschen, immer in Hinblick auf das agierende Bewusstsein, genau so selten und obskur sind wie die sogenannten &#8222;Erleuchteten&#8220;. Nun habe ich in Indien so eine Spannweite an unterschiedlichen Bewusstseinsebenen und Variationen des Menschseins erleben d\u00fcrfen, sodass ich mich manchmal vor dem gro\u00dfen Nichts und dem Alles verneige. Nat\u00fcrlich bin ich eine Fremde in fremdem Land, das war f\u00fcr mich auch nichts Neues. Ich finde es angebracht angesichts des ungel\u00f6sten R\u00e4tsels unseres Aufenthaltes hier, immer eine Spur von bewusster Fremdheit in sich zu beherbergen. Schlie\u00dflich sind wir auch Raumdurchquerende auf einem gro\u00dfen Schiff, und die Ganzheit des Vorgangs kann nur ein Mensch erfassen, der sich ganz klar dar\u00fcber ist, dass es nicht zu erfassen ist. Und warum sollte dieses Mysterium keines bleiben? Die Zerpfl\u00fcckung, der wir uns manchmal verpflichtet f\u00fchlen, hat ihre Grenzen und st\u00f6\u00dft eben genau an diese Grenze, die es verhindert, die Einheit des Vorgangs wahrzunehmen. Und wenn zum Planetenbewohner und zur Planetenbewohnerin die Liebe kommt, auf welche Weise auch immer, dann ist der Wanderweg hochgradig beg\u00fcnstigt. Den Augen, durch die die Liebe atmet, kommt ja nicht automatisch alles sch\u00f6n und passend vor, sondern dieser Blick aktiviert im Inneren eine Bereitschaft, den Dingen so zu begegnen, wie sie sind, und nicht, was ich pers\u00f6nlich an ihnen sehe oder von ihnen m\u00f6chte. Als ich hier in diesem Dorf vor vielen Jahren ankam, war der Eindruck dieses vorgefundenen Lebens so beseligend f\u00fcr mich, dass ich meinen ganzen Besitz und mein damaliges, mit Sch\u00e4tzen angef\u00fclltes Haus in Kathmandu aufgeben konnte durch einen Zettel an Freunde, die gerade ein Haus suchten, und mit ein paar (sch\u00f6nen) Habseligkeiten in mein neues Leben einsank und mich jahrelang darin vertiefte. Dadurch habe ich auch gelernt, dass ein vollst\u00e4ndiges Einlassen eine der M\u00f6glichkeiten bietet, gerade durch dieses Einlassen wieder zu eigener Freiheit zu gelangen. Ich darf mich nur nicht aus den Augen verlieren, das kann sehr sch\u00e4dlich sein, manchmal auch t\u00f6dlich. Heute wurde ich in einer Mail gefragt, was meiner Meinung nach der Unterschied sei zwischen der Raumschiff Enterprise Crew und Data, dem Computer. Ich erinnerte mich, dass Data Schwierigkeiten hatte, Humor zu verstehen, wohl, weil die Quelle des Humors die Liebe ist. Das kann verdammt lange dauern, bis wir verstehen, dass nur die Liebe uns entbinden kann von der Blindheit, alles getrennt zu sehen, so wesentlich auch immer die pers\u00f6nliche und individuelle Wahrnehmung sein mag, da auch sie die Quelle der Liebe ist. Das erinnert mich an die S\u00fc\u00dfigkeit, die in diesem Fest rauschhaft verteilt wird: Sesamk\u00f6rner in Rohrzucker. Erst gestern habe ich erfahren, dass ja, Sesam allein immer gut ist, und Rohrzucker auch, aber, wenn die beiden zusammengef\u00fcgt werden, au\u00dferordentlich gesundheitsf\u00f6rdernde Eigenschaften entwickelt werden (u.a. sollen Magnesium und Calcium\u00a0 drin sein und vieles mehr), sodass diese S\u00fc\u00dfigkeit an alle, die es sich sonst nicht leisten k\u00f6nnen, verteilt wird, damit sie teilhaben k\u00f6nnen an dieser Wirkung. Es ist eine Winters\u00fc\u00dfigkeit. (Die Sesamk\u00f6rner werden separat in einem Topf 5 Minuten angeheizt, der Rohrzucker separat fl\u00fcssig gemacht, dann nach Abk\u00fchlung zusammen gebracht und je nach Wunsch geformt, z.B. in Kugeln). Kann eine Kultur, aus der heraus man nicht geboren ist, jemals eine Heimat sein? Ja, sie kann. Alle Kulturen sind ja nur ein kleiner Teil der Planeten-Heimat. Mir pers\u00f6nlich w\u00e4re wichtig, dass alle an eienm Ort leben k\u00f6nnen, wo sie willkommen sind.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich heute fr\u00fch an dieser Pf\u00fctze vorbeikam, in der sich die von mir so hoch gesch\u00e4tzte Architektur spiegelte, fiel mir auf, wie h\u00e4ufig diese Fenster in ein dahinter liegendes All auch in meinen Pinseleien vorkommen, wie \u00d6ffnungen die, egal aus welcher Situation und Befindlichkeit heraus, immer auch ins Freie f\u00fchren, wenn auch nur als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6834"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6834\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6838,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6834\/revisions\/6838"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}