{"id":6778,"date":"2019-01-08T05:39:37","date_gmt":"2019-01-08T05:39:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6778"},"modified":"2019-01-08T05:46:02","modified_gmt":"2019-01-08T05:46:02","slug":"kal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6778","title":{"rendered":"kal"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6779\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190107_2008461-187x300.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"498\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190107_2008461-187x300.jpg 187w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190107_2008461-638x1024.jpg 638w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190107_2008461.jpg 690w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/h1>\n<h5>Heute fr\u00fch entdeckte ich im Vor\u00fcbergehen dieses Bild und gr\u00fcbelte kurz, wen es darstellte oder einmal dargestellt haben k\u00f6nnte. Dann schaute ich links und rechts, bevor ich mein Smartphone z\u00fccken wollte, aber da kam schon ein Brahmanenpriester und wollte sehen, was ich da sehe. Anstatt ihn ins Gr\u00fcbeln \u00fcber mich zu bringen, teilte ich mit, wie \u00fcberraschend ich es finde, dass man manchmal gar nicht mehr sehen kann, wer gemeint ist, das kam irgendwie bei ihm an. Besch\u00e4ftigt mit der unter uns Menschen grassierenden Sucht, alles besser zu wissen, dachte er kurz nach und bemerkte, dass die Zeit doch sehr m\u00e4chtig sei. Das ist richtig, und da er jetzt in Fahrt war, musste ich ein paar Schritte mit ihm gehen und konnte das Bild erst sp\u00e4ter aufnehmen. Ist es nicht erfreulich in seiner heiteren Kindlichkeit? Bilder, auf denen man nicht mehr erkennen kann, was einmal gemeint war, haben mich in Indien immer interessiert und regen meinen Sammlerinnen-Geist an. Sie sind etwas, was achtlos herumliegt, obwohl das nun Zug\u00e4ngliche oft viel tiefere Ebenen des Unterbewussten anspricht, dann auch die des Bewussten. Am besten ist es, wenn ich unterwegs merke, dass es wieder so ein Tag ist, an dem ich beim Sehen auf alles gefasst sein muss, und dann ist es auch so, dass es mir vorkommt, als w\u00fcrde ich auf einmal &#8222;wirklich&#8220; sehen: dieses Enthaltensein von allem in allem, diese best\u00fcrzend kosmische Verbundenheit. Aus diesem Blickwinkel heraus kann ich dann manchmal auch nachvollziehen, wie G\u00f6tter erschaffen werden. Alle erschaffen, was sie brauchen. Werden die G\u00f6tter nicht mehr gebraucht, werden sie und ihre Welten langsam vergehen. Die Landschaften werden ein leises und fast unauff\u00e4lliges Grab werden von doch auch sehr hoher Kunst, die hier \u00fcberall schon schlummert, an B\u00e4ume angelehnt, und manchmal noch ein kleines flackerndes \u00d6ll\u00e4mpchen davor. Das Ich will sein L\u00e4mpchen brennen sehen, und immer kommt es auf die innere Haltung an, die einer Geste Bedeutung und Wirkung gibt. Und ja, die Zeit ist m\u00e4chtig und hat Grenzen in der k\u00f6rperlichen Welt wie alles andere auch. Eines der Hindi Worte f\u00fcr Zeit ist &#8222;kal&#8220; und bedeutet einerseits gestern, und andrerseits morgen, was bedeutet, dass der lebendige Moment nicht wirklich einen Namen hat, er kann nur erlebt werden, eingegrenzt von den festgelegten Bedingungen. Es gibt aber auch ein &#8222;Mahakal&#8220;, eine Gro\u00dfe Zeit, in der die Grenzen des Raumes und der Zeit gesprengt werden k\u00f6nnen. Es wird gelehrt als die urspr\u00fcngliche Bedeutung von Yoga, bzw der Zustand des meditativen Seins an sich. Manchmal traut man sich kaum mehr die viel vermarkteten Worte auszusprechen, das kostbare, einfache Gut mit den neuen Preisschildern. F\u00fcr etwas, das gar keinen Preis haben kann, denn es ist immer da und braucht nichts anderes als Wahrgenommensein. Das allerdings braucht es, sonst kann es nicht sein, was es ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute fr\u00fch entdeckte ich im Vor\u00fcbergehen dieses Bild und gr\u00fcbelte kurz, wen es darstellte oder einmal dargestellt haben k\u00f6nnte. Dann schaute ich links und rechts, bevor ich mein Smartphone z\u00fccken wollte, aber da kam schon ein Brahmanenpriester und wollte sehen, was ich da sehe. 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