{"id":6739,"date":"2019-01-01T06:06:22","date_gmt":"2019-01-01T06:06:22","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6739"},"modified":"2019-01-01T06:12:16","modified_gmt":"2019-01-01T06:12:16","slug":"9-neun","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6739","title":{"rendered":"9 (Neun)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6740\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103257-152x300.png\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"247\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103257-152x300.png 152w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103257.png 394w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6741\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103346-300x245.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"245\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103346-300x245.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103346-768x627.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190101_103346.png 896w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>&#8222;Wir&#8220; Milliarden von Menschen hatten also ein paar kurze Momente eine global und digital gesteuerte Ausrichtung, n\u00e4mlich (wohl oder \u00fcbel) die jeweilige Mitte der Nacht zu erwarten, um die Ankunft des Neuen Jahres zu begr\u00fc\u00dfen, das sich diesmal als eine Neun vorstellt. Auch am n\u00e4chsten Tag sind Bilder daf\u00fcr ja nicht zu erstellen, da die eigenen Feuerwerkk\u00f6rperbilder meist langweilig sind, und auf allen Kan\u00e4len massiv gebildert wird. Ich habe diese zwei oben gew\u00e4hlt. Das linke ist von einer Wand, an der ich t\u00e4glich vorbeikomme, und es eignet sich als freies Feld, denn man kann sehen, was man m\u00f6chte, oder auch gar nicht(s). Das rechte habe ich mal aus der Times photographiert, weil es so sch\u00f6n zeigt, wie gut und diszipliniert Frauen B\u00fcrden tragen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die G\u00f6tter das tiefe Wissen der urspr\u00fcnglichen Entspannung weiterleiten. Auch die Geburt der Neun kann nicht ohne Komplikationen ablaufen, manchmal braucht es einen Kaiserschnitt. Auch kann man in solchen N\u00e4chten etwas lernen, warum nicht. Wie schon erw\u00e4hnt, hatte ich keine Pl\u00e4ne.\u00a0 Doch die Technofronten entwickelten sich und der Gem\u00fcseh\u00e4ndler riet mir, abends auf den Marktplatz zu kommen, denn da w\u00fcrden &#8222;Bacchans&#8220;, heilige Ges\u00e4nge, stattfinden. Da diese Performer auch nicht mehr ohne Lautsprecher und Mikrofone auskommen, war auch an eine kurze Zwischenruhe nicht mehr zu denken. Ich denke, also bin ich? Nein! Ich bin, also kann ich auch meinen Denkapparat einsetzen, um aus dem, was da ist, das mir Bestm\u00f6gliche zu machen. Ich pilgerte hin\u00fcber zu meinen Freunden im Nachbarhaus. Da waren S\u00e4nger eines Gurus zugange, die sich im Kreis formierten, mit einer Kerze in der Mitte, Harmonium und Gitarre, alles da. Ich freute mich ein bisschen \u00fcber mich selbst, dass\u00a0 keine aggressiven Gedanken in mir aufstiegen, denn ich kann bleiben oder gehen, ganz, wie ich m\u00f6chte. Ich kehre also ein in meine R\u00e4umlichkeit und bemerke, dass sie mir wohlgesinnt ist. Meine Fenster f\u00fchren hinaus zu den Feuerwerken, alles ist da, was ich brauche. Um das indische Mitternacht herum whatsappe ich ziemlich viel mit denen, die mir am Herzen liegen. Whatsapp macht&#8217;s m\u00f6glich, vor allem in so einer Nacht, wo man davon ausgehen kann, dass Freunde zuhause sind und es sich sch\u00f6n machen f\u00fcr ihren Mitternachtsdurchgang. Und sich um die Tiere k\u00fcmmern, damit die vor lauter Menschenfreude nicht traumatisiert werden. Hier in Indien ist aber auch alles wirklich sehr laut geworden. Vielleicht ist es ein Bed\u00fcrfnis, zu erwachen von dem, was jahrtausendelang war, ohne dass irgend jemand es anfechten wollte. Der Weg zum sogenannten G\u00f6ttlichen war nicht versperrt und nicht verboten. Ein gigantischer Olymp wurde erschaffen, wo jeder und jede seinen und ihren Gott haben konnte, das funktionierte wohl eine lange Zeit ganz gut. Doch welche G\u00f6ttlichkeit ist dadurch entstanden und zu beobachten? Was ist passiert? Die Notwendigkeit des Beisichseins hat sich eingeschlichen als ein Gedanke, doch noch wird weltweit nicht gelehrt, wie man den Unterschied erkennt. Ich denke, also bin ich? Nein! Ich bin, daher trage ich die Verantwortung f\u00fcr mein Denken. Und wenn ich nicht wei\u00df, wer ich bin, was kann ich dann denken&#8230;<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir&#8220; Milliarden von Menschen hatten also ein paar kurze Momente eine global und digital gesteuerte Ausrichtung, n\u00e4mlich (wohl oder \u00fcbel) die jeweilige Mitte der Nacht zu erwarten, um die Ankunft des Neuen Jahres zu begr\u00fc\u00dfen, das sich diesmal als eine Neun vorstellt. 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