{"id":6735,"date":"2018-12-31T05:09:32","date_gmt":"2018-12-31T05:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6735"},"modified":"2018-12-31T05:09:32","modified_gmt":"2018-12-31T05:09:32","slug":"von-acht-nach-neun","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6735","title":{"rendered":"von Acht nach Neun"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6736\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181231_0709271-211x300.png\" alt=\"\" width=\"303\" height=\"431\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181231_0709271-211x300.png 211w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181231_0709271.png 577w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/p>\n<h5>Noch ein paar Stunden, dann wird sich mal wieder die Zahl, automatischer als das Bewusstsein, ver\u00e4ndern, denn die Bewegung ist in ein System eingebaut, das sich gewissen Ordnungen verpflichtet. Im Moment hat hier die christliche Mitternacht Vorrang, bei den Muslimen f\u00e4ngt das Neue Jahr im Juli an, der Hindukalender kommt sp\u00e4ter und wird das Jahr 2076 einl\u00e4uten, scheint aber bei der Bev\u00f6lkerung in Vergessenheit geraten zu sein. Da es auf dem Planeten eine gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung dar\u00fcber gibt, dass der \u00dcbergang in eine neue Zahl gefeiert werden muss mit allem, was das Zeug h\u00e4lt, kann und muss man sich auf irgendeine Weise darauf einstellen. Die Times\u00a0 berichtet, dass die Regierung zu n\u00e4chtlicher Anwesenheit aller verf\u00fcgbaren Polizisten aufgerufen hat, die vor Bars und Hotels Betrunkene davon abhalten sollen, in ihre Autos zu steigen, damit vielleicht ein paar Menschen weniger zu Schaden kommen. Der Schaden ist ja oft gar nicht das Sichtbare. Es ist das, was innen schon da war, bevor die H\u00e4nde zu den Flaschen greifen. Eine junge Inderin, die mich gestern besucht hat, hat mir erz\u00e4hlt, dass bei ihren Freunden f\u00fcr Neujahr Koks angeschafft wird. Mein Staunen h\u00e4ngt mit keinem Haar an der Moralschiene. Jeder tue, was er muss, solange das eigene System die verpflichtenden Ordnungen einh\u00e4lt, die ein gemeinsames Dasein erm\u00f6glichen. Und weil die Unbelehrbarkeit des Menschen so ber\u00fchmt ist, werden auch heute Nacht Menschen durch die S\u00fcchte Anderer zu Schaden kommen, man wei\u00df nur noch nicht wer, und wie, und warum. Und es wurde berichtet, dass es spezielle Help-lines gibt in der Nacht, wo Einsame, die sich ausgeschlossen f\u00fchlen vom gro\u00dfen Tohuwabohu, anrufen k\u00f6nnen und mit einem Menschen reden. Ausgeschlossen von was? Wie kam&#8217;s, dass das Gef\u00fchl sich breit machte? Warum keine Freude und kein Genuss bei sich selbst zuhause? Sch\u00f6ne Musik, Kerzenlicht. Man kann sich bedanken bei sich, was man so alles hinbekommen hat. ja, warum nicht den Jahresfilm ablaufen lassen undsoweiter. Wir erleben alle so unendlich viel. Das kann\u00a0 leicht zum Stau f\u00fchren, zur Verstopfung der Gehirnareale. Daher finde ich diese Stunden, bevor der orgasmo mundo ausbricht, eigentlich ganz geeignet&#8230;.ja, f\u00fcr was denn? Also ich ganz pers\u00f6nlich nehme mir \u00fcberhaupt nichts vor, daher ist alles offen. Der Freund und Betreuer des Sadhu-M\u00f6nches, denen ich morgens immer begegne, hat mir heute eine T\u00fcte gef\u00fcllten, gr\u00fcnen Pfeffer und ein Glas mit selbstgemachten Ajar (eingelegtes Gem\u00fcse) mitgebracht, zwei K\u00f6stlichkeiten, die mein Mittagessen auf eine h\u00f6here Ebene heben werden. Bevor der unvermeidliche Techno-Stress einsetzt, gilt es, etwas vorzuruhen, damit man, falls man auf Schlaf verzichten muss, dennoch fit bleibt. Und obwohl direkt um uns herum Raketen abgefeuert werden, ist meine Erfahrung der letzten Jahre, dass sehr viele Familien an der Flatscreen verbringen. Die Welt ist zu ihnen gekommen, ohne sie in die Welt zu holen. Wenn man auf mediale Weise zu viel in die Welt schaut, denkt man, man sieht sie. Aber man bekommt ja gar nicht mehr mit, wie man sie selbst sieht. Beziehungsweise sich selbst sieht. Wer einmal spielt, muss kein Gambler werden, aber die Stunden des Lebens wegzuspielen ist sicher keine Alternative zum Lebendigsein. Dann wiederum ist man frei, zu denken, was man m\u00f6chte, und vor allem, was einem gut tut. Ja, nat\u00fcrlich kann man das entscheiden. Das Innen hat immer Spiel-Raum. Ich w\u00fcnsche allen m\u00f6glichst viel Spiel-Raum, und gute Gespr\u00e4che mit sich und den Anderen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein paar Stunden, dann wird sich mal wieder die Zahl, automatischer als das Bewusstsein, ver\u00e4ndern, denn die Bewegung ist in ein System eingebaut, das sich gewissen Ordnungen verpflichtet. 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