{"id":6596,"date":"2018-12-11T04:47:39","date_gmt":"2018-12-11T04:47:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6596"},"modified":"2018-12-11T04:47:39","modified_gmt":"2018-12-11T04:47:39","slug":"blicken-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6596","title":{"rendered":"blicken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6597\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_1416011-208x300.png\" alt=\"\" width=\"321\" height=\"462\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_1416011-208x300.png 208w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_1416011.png 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/><\/p>\n<h5>Das war schon auch interessant f\u00fcr mich, gestern das Feedback einer K\u00fcnstlerin zu bekommen, dass sie erst beim zweiten oder dritten Blick die monsoonerzeugte Kuh erkennen konnte, die ich in meinem gestrigen Blog im Bild gezeigt und im Text erw\u00e4hnt habe. Daf\u00fcr sah sie muslimische Frauen durchwandern, auch sch\u00f6n. Mir pers\u00f6nlich gefiel ja am rechten Bild das subtile, kaum wahrnehmbare Gesicht, aber da hing nicht ein Hauch Erwartung meinerseits dran, dass es gesehen w\u00fcrde. \u00dcberhaupt: was wird gesehen? Ein zweiter oder dritter Blick, das ist schon viel. Wie oft habe ich selbst einen dritten Blick auf etwas geworfen..(?)&#8230;doch, habe ich. Lange bin ich schon vor Bildern gestanden, um zu schauen, was ich sehe, oder um erfassen zu wollen, worum es jemand ging. Das ist selten, dass einen etwas so tief bewegt, um Verwandlung zulassen zu k\u00f6nnen. Etwas in uns ringt immer bewusst oder unbewusst um den Blick, den wir zur Verf\u00fcgung haben. Der Dieb verfolgt das Wandern der Handtaschen, der Narzisst\u00a0 die erotische Selbstliebe, sein Blick ertrinkt im Nicht-Habbaren. In einem Gespr\u00e4ch mit einem alten Freund hier im Dorf sagte er zu mir, er w\u00fcrde in Begegnungen nur Ausschau halten nach etwas, was er im n\u00e4chsten Video verwenden k\u00f6nnte. Das dauert doch lange, bis man wirklich begreift, wie unterschiedlich Menschen unterwegs sind, oder es ist ein Gebiet, wo man (ich) Nachz\u00fcglerIn is (bin)t, aber langsam begreift, was f\u00fcr ein Ausma\u00df das hat. Deswegen vielleicht die zeitlose, hoch angelegte Frage nach dem, wie es ist. (Das Es, das zu Ich werden soll). Gibt es eine Sicht, die uns zeigt, wie es &#8222;wirklich&#8220; ist? Eine &#8222;Supreme Reality&#8220; au\u00dfer der, die wir t\u00e4glich in schwer durchdringbaren Mustern weben. Als ich heute fr\u00fch unterwegs war, fiel mir auf, wie viele Dinge es hier gibt, auf die ich gerne schaue. So, als w\u00e4ren sie mein eigener Garten, mein Kepos, mit kunstvollen Werken \u00fcberall, Gem\u00e4lde, Skulpturen, und Freunde, besch\u00e4ftigt mit ihren Ritualen und R\u00e4tseln. Das ist an einem Morgen, wenn alles ruhevoll vor sich hinstr\u00f6mt und man sich die Welt friedlich vorstellen k\u00f6nnte, und so, wie sie wirklich ist, mit allen Schattierungen eines Dramas, das vom Hinschauen lebendig wird, und wird unsichtbar vom Wegschauen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das war schon auch interessant f\u00fcr mich, gestern das Feedback einer K\u00fcnstlerin zu bekommen, dass sie erst beim zweiten oder dritten Blick die monsoonerzeugte Kuh erkennen konnte, die ich in meinem gestrigen Blog im Bild gezeigt und im Text erw\u00e4hnt habe. Daf\u00fcr sah sie muslimische Frauen durchwandern, auch sch\u00f6n. 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