{"id":6590,"date":"2018-12-10T05:47:04","date_gmt":"2018-12-10T05:47:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6590"},"modified":"2018-12-10T05:47:04","modified_gmt":"2018-12-10T05:47:04","slug":"schleierhaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6590","title":{"rendered":"schleierhaft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6591\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181209_192810-249x300.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181209_192810-249x300.jpg 249w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181209_192810-768x926.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181209_192810-849x1024.jpg 849w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181209_192810.jpg 1074w\" sizes=\"auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6592\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_070256-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_070256-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_070256-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_070256-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181210_070256.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Durch den Comic, den ich gestern statt einem Gedicht oder Text (wie sonst am Sonntag) in meinen Blog hatte, habe ich, au\u00dfer dem Gesundheitsaspekt des Lachens, auch verstanden, dass Humor in der Lage ist, Schleier zu zerrei\u00dfen. F\u00fcr das, was da an Schleier zerrissen wird, kann man zum Gl\u00fcck gar keine Worte finden. Das ist der Witz der Sache. Das Verstehen geht so blitzschnell, dass man gar keine Zeit hat, nachzudenken, wor\u00fcber auch, das Gemeinte ist ja klar. In Indien, vor allem aus westlichem Klima und westlichen Denkstrukturen kommend, l\u00e4sst man sich gerne, zumindest eine Zeitlang, tragen vom scheinbar &#8222;mystischen&#8220; Fluss der hinduminischen (Eigenbegriff) Vorg\u00e4nge. Ich rede jetzt nicht von Delhi oder Mumbai etc, obwohl man sie da auch noch finden kann, diese Ergebenheit in den kosmischen Flow. Nat\u00fcrlich weben auch die Menschen im Westen ihre eigenen Muster, sie gehen nur anders damit um. Hier in Indien werde ich in Gespr\u00e4chen, vor allem von Frauen, beneidet um diese Freiheit, die wir in ihren Augen haben. Meistens antworte ich darauf, ja, Freiheit ist wichtig, um das eigene Wesen und die eigenen Anlagen erkennen und steuern zu k\u00f6nnen. Aber Freiheit ist ja sehr relativ. Auch im Westen ist ein Traum, obwohl er mit viel Aussicht auf Umsetzung getr\u00e4umt werden kann, schnell zu Ende durch ein auftauchendes, komplexes Muster, das man nicht handhaben kann. Was ist Freiheit, und wer kann es \u00fcberhaupt oder hat es gelernt, sich darin aufzuhalten? Konsequent die illusion\u00e4ren Gebilde zu entschleiern, um die Sicht zu schulen auf das Daseiende. Was ist denn da? Und doch gibt es geheimnisvolle Dinge, die sich gerade in einem (verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig) gekl\u00e4rten Innenraum st\u00e4ndig ereignen. Sonst g\u00e4be es kein Staunen, und ohne Staunen g\u00e4be es keine Wahrnehmung des Daseienden.\u00a0 Dazu geh\u00f6rt (f\u00fcr mich) auch so etwas wie diese Kuh im linken Bild oben, die der Monsoon geschaffen hat. Und dass der monsoonerzeugte Kuhschwanz so eine schwungvolle Verbindung herstellt zur Pinselei daneben, die ich gew\u00e4hlt habe wegen des nebul\u00f6sen Gesichts eines Menschen, der dort im Schleierhaften herumsitzt. In den Upanishaden wird das Bewusstsein mit einer scharfen Klinge verglichen, und ich finde das ganz gut, weil man mit Klingen vorsichtig umgehen muss, sie aber genau deshalb braucht, um der Gewalt entgegenzuwirken, die in mangelndem Bewusstsein immer latent vorhanden ist. Tue ich so, als w\u00fcrde ich nie l\u00fcgen, kann ich mich nicht wirklich f\u00fcr die Wahrheit begeistern. Auch das Bewusstsein ist nur ein Instrument und kein Resultat einer gelungenen Arbeit. Deswegen legt manchmal ein daf\u00fcr geeigneter Kopf einen Nikolaus f\u00fcr uns auf die Freudsche Couch. Der begleitende Psychiater ist verbl\u00fcfft. denn vom Nikolaus h\u00e4tte er diese Aussage nicht erwartet.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den Comic, den ich gestern statt einem Gedicht oder Text (wie sonst am Sonntag) in meinen Blog hatte, habe ich, au\u00dfer dem Gesundheitsaspekt des Lachens, auch verstanden, dass Humor in der Lage ist, Schleier zu zerrei\u00dfen. F\u00fcr das, was da an Schleier zerrissen wird, kann man zum Gl\u00fcck gar keine Worte finden. 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