{"id":6580,"date":"2018-12-08T04:50:55","date_gmt":"2018-12-08T04:50:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6580"},"modified":"2018-12-09T03:05:09","modified_gmt":"2018-12-09T03:05:09","slug":"aussagen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6580","title":{"rendered":"aussagen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6581\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181206_0918561-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"424\" height=\"239\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181206_0918561-300x169.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181206_0918561-768x432.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181206_0918561-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/p>\n<h5>Erst am gestrigen Nachmittag ist mir durch Lord Google bewusst geworden, dass in Deutschland auch am Freitag derdiedas neue Vorsitzende der CDU gew\u00e4hlt wurde und bin auf harmlose Weise\u00a0 erfreut, dass in beiden L\u00e4ndern meine (z\u00e4h und vorsichtig gefasste) Einstellung favorisiert wurde. Egal, wie man es sehen m\u00f6chte, so kann es doch ganz sch\u00f6n viel ausmachen, wer da oben sitzt und das Ding schaukelt, von dessen einigerma\u00dfenem Gelingen wir abh\u00e4ngig sind bzw. beeinflusst. Und nicht nur in Indien, sondern \u00fcberall h\u00e4ngt noch ein riesiges St\u00fcck Religion an der politischen Identifikation, die mitbestimmend wirken soll und vollkommen un\u00fcberpr\u00fcfbar ist. Einen &#8222;guten Christen&#8220; definieren zu wollen w\u00e4re genauso anstrengend oder sinnfrei, wie sicher zu sein, was ein &#8222;guter Hindu&#8220; ist oder ein &#8222;guter Moslem&#8220;. Seit ich mich dieses Jahr (sp\u00e4t, aber immer noch rechtzeitig) aus dem G\u00f6tterolymp offiziell (hei\u00dft hier: durch mein eigenes Bewusstsein) verabschiedet habe, komme ich mehr damit in Kontakt als vorher, das hat seine eigene Logik. Und die Frage nach dem &#8222;Gibt es Ihn oder gibt es Ihn nicht&#8220; wird von professionellen Kontemplierern und Kontempliererinnen genauso wesentlich erachtet wie die Frage nach der Liebe, und was sie ist und was nicht, und wer was davon versteht, und wodurch. In der &#8222;Times&#8220; kamen zwei sehr sch\u00f6ne Aussagen, die ich hier gerne mitteilen m\u00f6chte, soweit entfernt es sich von politischen Belangen auch bewegen mag. In einem Artikel \u00fcber Albert Einstein, wo es um einen Brief von ihm ging, der f\u00fcr 3 Millionen Dollar verkauft wurde, sagt Einstein, dass das Wort &#8222;Gott&#8220; f\u00fcr ihn nichts anderes ist als der Ausdruck und das Produkt menschlicher Schw\u00e4chen.&#8220; Drei Seiten weiter in der Zeitung wird Swami Vivekananda mit der Aussage zitiert, dass &#8222;in dem Moment, in dem ich realisiert habe, dass Gott im Tempel jedes Menschen sitzt, ich in diesem Moment frei bin von Bindung, alles Bindende verschwindet, und ich bin frei.&#8220; Ich empfand das fr\u00fcher auch mal als eine sch\u00f6ne Idee, das &#8222;G\u00f6ttliche&#8220; in allen zu sehen, und es gibt eine indische Geschichte, in der ein Gott verkleidet an die T\u00fcr kommt, nat\u00fcrlich um den Sterblichen zu pr\u00fcfen, sodass die Moral der Geschichte war, nicht denken zu sollen, dass Gott nicht jederzeit an der T\u00fcrschwelle stehen kann. Jetzt taucht bei mir eher die Frage auf: warum muss ich denn immer das G\u00f6ttliche sehen wollen. Reicht denn das Menschliche nicht? Und wenn es nicht reicht, ja warum nicht?\u00a0 Immerhin gab und gibt es zu allen Zeiten Menschen, die einem als gute und wertvolle Beispiele vor Augen kamen. Warum muss da immer ein Gott die Hand im Spiel haben. Vielleicht macht es nur &#8222;die Kunst&#8220; letztendlich m\u00f6glich, alles zu sein, was ein Wesen hergeben m\u00f6chte und kann von sich. Die potentielle Freiheit ihres Raumes ist atemberaubend und atemschenkend. Wo die Kunst zum Gott wird, ist sie verloren, auch wenn es von au\u00dfen nicht immer (gleich) so aussieht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst am gestrigen Nachmittag ist mir durch Lord Google bewusst geworden, dass in Deutschland auch am Freitag derdiedas neue Vorsitzende der CDU gew\u00e4hlt wurde und bin auf harmlose Weise\u00a0 erfreut, dass in beiden L\u00e4ndern meine (z\u00e4h und vorsichtig gefasste) Einstellung favorisiert wurde. 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