{"id":6568,"date":"2018-12-07T04:49:34","date_gmt":"2018-12-07T04:49:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6568"},"modified":"2018-12-07T05:02:57","modified_gmt":"2018-12-07T05:02:57","slug":"waehlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6568","title":{"rendered":"w\u00e4hlen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6569\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181204_152629-255x300.jpg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181204_152629-255x300.jpg 255w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181204_152629-768x902.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181204_152629-871x1024.jpg 871w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181204_152629.jpg 1057w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6570\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_093337-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_093337-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_093337-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_093337-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_093337.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Das sind die beiden parteif\u00fchrenden Herren, die sich zur Zeit in m\u00f6glichst entgegengesetzter Richtung um das goldene Kalb herumjagen, das Kalb ist der sogenannte Hinduismus. Der Hinduismus ist immer von anderen L\u00e4ndern und vom eigenen falsch verstanden worden, weil man ihn nicht verstehen kann. Warum kann man ihn nicht verstehen? Weil es ihn nicht gibt. Nat\u00fcrlich ist da etwas, was man den &#8222;Hinduismus&#8220; nennen kann, aber was meint das? Es meint, dass jede\/r, weil es ihn nicht gibt, das, was er f\u00fcr ihn h\u00e4lt, nennen kann, wie er will. Das ist nat\u00fcrlich mit vielem so, aber der Hinduismus ist ein pr\u00e4chtiges Beispiel. Das Wort gibt es auch noch nicht lange und ist nicht von Hindus gepr\u00e4gt worden. Irgendwie musste man wohl mal das, was hier los war und ist, nennen. Der Hinduismus ist keine Religion und hat auch keinen Gr\u00fcnder. Er hat sich als ein sehr ger\u00e4umiges Feld herausgebildet, selbstorganisierend, poiesisch, ja, und vielleicht gerade wegen dieser nat\u00fcrlichen Poiese auch sehr poetisch. Wegen der enorm hohen Anspr\u00fcchlichkeit an das Menschsein, was Frieden und geistige Gelassenheit durch das Akzeptieren des Schicksals betrifft, leisten hier Menschen permanent das f\u00fcr mich zumindest Unvorstellbare mit einer Geduld. die mir leider nicht mitgegeben wurde. Ich muss forschen und zu einem gewissen Ma\u00df herausfinden, wie und was und wer es ist, was und wer mir und wie begegnet, das m\u00fcssen sie nicht, doch sind ja beide Lebensweisen gleicherma\u00dfen m\u00fchsam, der Glaube und das oft magere Resultat des Wissens. Zur\u00fcck also zu den Herren, die sich seit Tagen durch die Hinduschlacht schlagen mit Dolchen und K\u00fcchenmessern und Nussknackern, edle Schwerter habe ich nicht wahrnehmen k\u00f6nnen. Die Zeit der edlen Schwerterf\u00fchrung ist (auch) vorbei, wenn es ihn\u00a0 jemals gab, den heiligen Schwertstreich Die brennende Kernfrage zwischen Gandhi und Modi ist also: wer ist der bessere Hindu? Modi, bewusst oder unbewusst als Santa Claus verkleidet, h\u00e4lt den Nehru-Dynastie-Bengel f\u00fcr eine Hindu-Niete. Und egal, wie viele Hindu-Schriften Rahul auswendig lernen kann und Puja (Gottedienst) zelebrieren am Nabel des Weltensch\u00f6pfers, die religi\u00f6s fanatische, safranfarbene Bande auf der Gegenseite wird die Anerkennung verweigern. Rahuls Mutter fand dazumalen einen geistreichen Ausweg aus der Bredouille, in der sie war, als man sie zur Premier Ministerin machen wollte. Sie nahm den Posten nicht an und setzte Manmohan Singh an ihre Stelle, ein friedlicher Mann, aber ja, kein egomanischer Weltretter. Narendra Modi wiederum brodelt vor lauter Hindu-Substanz, also etwas, was es eigentlich gar nicht gibt. Man lernt ja selbst mit der Zeit, dass vieles, was man f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich hielt, gar nicht da ist, zumindest nicht in der Dosierung, die man vermutet hatte. Auf meinem morgendlichen Rundgang habe ich heute den Sadhu (M\u00f6nch) gefragt, wie es seinem Ischiasschmerz geht, und ja, gar nicht gut. F\u00fcr ihn, sagte er, w\u00e4re es jetzt so, dass, wenn Gott seine Bitte erh\u00f6rt und ihn den Planeten demn\u00e4chst verlassen l\u00e4sst, dann gibt es Gott f\u00fcr ihn. Wenn nicht, dann nicht. Wer hat denn deiner Meinung nach den Schl\u00fcssel f\u00fcr deinen Abgang?, frage ich ihn. Hast du ihn? Au\u00dfer Gott gibt es ja noch eine dritte Variante, wo der Schl\u00fcssel sein k\u00f6nnte, oder gab es gar niemals das Himmelstor mit seinem schmucken Schloss und dem goldenen Schl\u00fcssel?\u00a0 Heute sind Wahlen im Bundesstaat Rajasthan. Mal schauen, wen sie w\u00e4hlen. Jemand hat gestern gesagt, man k\u00f6nnte an der Hose und am Haarschnitt erkennen, zu welcher Partei jemand geh\u00f6rt. Von den Frauen und ihrer politischen Meinungsbildung wei\u00df ich (noch) nichts.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das sind die beiden parteif\u00fchrenden Herren, die sich zur Zeit in m\u00f6glichst entgegengesetzter Richtung um das goldene Kalb herumjagen, das Kalb ist der sogenannte Hinduismus. Der Hinduismus ist immer von anderen L\u00e4ndern und vom eigenen falsch verstanden worden, weil man ihn nicht verstehen kann. Warum kann man ihn nicht verstehen? 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