{"id":6205,"date":"2018-10-12T07:34:18","date_gmt":"2018-10-12T07:34:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6205"},"modified":"2018-10-12T07:34:18","modified_gmt":"2018-10-12T07:34:18","slug":"ueberraschend-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6205","title":{"rendered":"\u00fcberraschend"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6206\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_083450-264x300.png\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"376\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_083450-264x300.png 264w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_083450-768x872.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_083450-902x1024.png 902w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_083450.png 1027w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/p>\n<h5>Verbl\u00fcffend ist eigentlich, dass einem die Wort-und Bildgestaltungen, die aus dem Inneren herausfinden ins Au\u00dfen, einem selbst, bzw. mir selbst gleicherma\u00dfen fremd vorkommen wie vertraut. Auch ist es ja nicht so, dass alles, was heraustritt, in dieser Formation\u00a0 schon in einem der unz\u00e4hligen Korridore und Felder des eigenen Seins gewohnt hat und nun auf die B\u00fchne tritt, um die dazugeh\u00f6rige Geschichte zu erz\u00e4hlen. Meine Bilder zum Beispiel k\u00f6nnen einen denken lassen, es seien Geschichten, aber von mir aus bieten sie keine an, denn ich sehe sie eher als Zust\u00e4nde in Momentaufnahmen, die mir etwas von mir zeigen, was ich noch nicht kenne. Ich deute aber nicht so viel hinein, sondern lasse mich eher \u00fcberraschen von dem, was es in mir ausl\u00f6sen kann. Es ist das Zulassen dessen, was in genau diesem Augenblick sein kann. Ein anderer Weg w\u00e4re zum Beispiel, dass ich mich innerlich entscheiden w\u00fcrde, eine androgyne und jungfr\u00e4uliche Gestalt in einem weitreichenden und ge\u00f6ffneten Sari zu pinseln, neben der sich eine Kuh niedergelassen hat, und das k\u00f6nnte ich gar nicht malen, oder k\u00f6nnte ich vielleicht, aber will ich gar nicht. Bevor ich aber in dem hellen Gebilde auch ein anderes riesiges Tier gesehen habe, konnte ich f\u00fcr einen Nu die berauschende N\u00e4he der indischen Kuhhaut sp\u00fcren, eine tief eingegrabene Ber\u00fchrung mit einem paradiesischen, aber realen Zustand, den es manchmal gibt, wenn man stillsteht und f\u00fchlen kann, wie man zeitlupenm\u00e4\u00dfig zum Kern des Wesens gleitet. Als Tiere noch keine Steaks waren, sondern ein kostbarer Schmuck der Menschenherde, und in angemessener Weise auch ihre Nahrung sein konnte. So kann man dann auch Erz\u00e4hlung und Dichtung und Spiel und Zusammenhang erschaffen. Auf indischen G\u00f6tterbildern wird Krishna, der Gott der Liebe, meistens mit diesen hellen, bildsch\u00f6nen K\u00fchen abgebildet, und es gibt eine Geschichte, in der Draupadi in einer schamvollen Situation entbl\u00f6\u00dft wird und Krishna um Hilfe ruft, und siehe da, ein Sari kam aus dem g\u00f6ttlichen Nichts und umh\u00fcllte sie. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde kein Inder meine d\u00fcnne Gestalt da oben und ohne das traditionell wallende Haar als ihre Draupadi erkennen, und das soll sie ja auch gar nicht sein, sondern ich lasse wieder zu, was da ist. Ich erfreue mich daran, dass es einen Ort gibt, wo Zugeh\u00f6rigkeit zu allem Lebendigen, in welcher Form auch immer, in einem einzigen, bewussten Atemzug enthalten und als solcher weiterbewegt werden kann.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbl\u00fcffend ist eigentlich, dass einem die Wort-und Bildgestaltungen, die aus dem Inneren herausfinden ins Au\u00dfen, einem selbst, bzw. mir selbst gleicherma\u00dfen fremd vorkommen wie vertraut. 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