{"id":6169,"date":"2018-10-05T08:23:53","date_gmt":"2018-10-05T08:23:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6169"},"modified":"2018-10-05T08:31:48","modified_gmt":"2018-10-05T08:31:48","slug":"6169","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6169","title":{"rendered":"Felder"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6170\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181004_174509-294x300.png\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181004_174509-294x300.png 294w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181004_174509-768x785.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181004_174509-1002x1024.png 1002w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181004_174509.png 1012w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/p>\n<h5>In diesem Bild habe ich zum Beispiel zuerst die Strukturen gemacht, und habe das innere Rechteck gelassen wie einen blinden Spiegel, aus dem sich dann, da war ich sicher, eine Figur herauskristallisieren w\u00fcrde, immer ein hochspannender und hochkonzentrierter Prozess, in dem vieles Ungeahnte erlebt werden kann, ohne dass das Resultat davon viel verraten muss. Klar ist, dass die Wesen, die bei mir auftreten, einerseits oft wirken, als seien sie in Stein gebannt, andrerseits kommen sie immer irgendwoher und gehen irgendwo hin, oder lagern auch mal eine Weile herum. Sie l\u00f6sen Gef\u00fchle in mir aus, die nicht nach dem Verbalen rufen, aber letztendlich nur \u00fcber die Worte verstanden werden k\u00f6nnen. So, wie es h\u00e4ufig geschieht in nahen Beziehungen, wenn Menschen denken, der Andere m\u00fcsste doch wissen, was in einem vorgeht, und sich dementsprechend verhalten. Nein, wei\u00df er oder sie nicht, was in der oder dem Anderen vorgeht, und ich pers\u00f6nlich preise eher die Sprache f\u00fcr ihre phantastische M\u00f6glichkeit, \u00fcber sie zumindest in die N\u00e4he des Kerns zu kommen, auch wenn ich Sprache an einem ganz gewissen Punkt auch aus dieser reflektierten Richtung her immer wieder aufs Neue loslassen muss, damit die Bewegung des Stromes trotz aller klimatischen Zust\u00e4nde nicht einfriert. L\u00e4sst man nun selbst aus der leeren Dimension eines Blattes Welten und Wesen erscheinen, so sieht man w\u00e4hrend des Vorgangs ein sich wandelndes Bild, das oft auf wahrlich unheimliche Weise von der \u00e4u\u00dfersten Spitze eines eh schon feinen Pinsels abh\u00e4ngig ist. Auch wenn ich schon mal eine Lupe nehme, um das Vorhandene nicht zu zerst\u00f6ren, oder aushalten muss, wie durch eine riskante Kontur etwas vom Leben in den Tod gleiten kann, oder umgekehrt. Das ist nat\u00fcrlich immer so, auch beim Autofahren oder beim Brotschmieren. Da aber alles Lebendige, und auch das Tote, so vielseitig ist und so leicht \u00fcberfordern kann durch seine unz\u00e4hligen Varianten, ist es vermutlich das letztendlich Einfachste und Vern\u00fcnftigste, sich durch eine Ausdrucksform, die einem Freude macht, zumindest \u00fcber sich selbst alles zu erfahren, was einem m\u00f6glich ist, da man dadurch auch in dem Miteinander und dem Umgang mit Menschen die eigenen Mitteilungen klarer formulieren kann, und dass man mit der Zeit wei\u00df, was einen anspricht und was nicht, und sich von da aus auch immer wieder neu entscheiden kann. Wo ich gerne meine pers\u00f6nliche Struktur erweitere durch das Wissen und die Erfahrung Anderer, und wo nicht. In der Zeit, als ich ziemlich gute Science Fiction B\u00fccher gelesen habe, sp\u00fcrte ich auch manchmal so etwas wie eine emotionslose Faszination f\u00fcr die Welt maschineller Gesch\u00f6pfe und ihre Fremdartigkeiten. Auch Denken kann ziemlich kalt werden, denn wir wissen immer noch nicht wirklich, wie es z.B. m\u00f6glich war, die menschliche W\u00e4rme aus den Gehirnen der Nazis zu solch einem Ausma\u00df zu entfernen, dass man zwar noch die Mundwinkel hochziehen und Kinderk\u00f6pfe streicheln, aber nicht mehr wirklich ein Mensch genannt werden konnte. Dann wird der Tod ein Meister genannt, und hier steht der Tod f\u00fcr das Gef\u00fchllose, das nicht\u00a0 Mitf\u00fchlenk\u00f6nnende. Als ich in M\u00fcnchen war, lief der Film &#8218;Babylon Berlin&#8216;, und da ich aus Berlin bin und eine freundliche Kritik \u00fcber die Schauspielerin gelesen hatte in der Zeit, wollte ich im Haus von Freunden mal reinschauen. Ich war ziemlich erschrocken, eigentlich fassungslos. Wie man durch alles Vorgaukeln sp\u00fcrt, was hier gemacht wurde und was es als Blockbuster sein und werden soll, das&#8230;.ja, genug, ich will es nicht sehen und habe in den Minuten meines Dasitzens mehr Folter und Grausamkeit und exzellent gemachte blaue Flecken gesehen, als mir w\u00fcnschenswert vorkommt.\u00a0 Was mein Selbsterzeugtes betrifft (um wieder den Bogen zu kriegen), so bin ich immer froh, wenn W\u00e4rme sich ausbreitet, manchmal auch Liebe, f\u00fcr die Wanderer und die Wandlungen, die durch meine inneren Felder ziehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Bild habe ich zum Beispiel zuerst die Strukturen gemacht, und habe das innere Rechteck gelassen wie einen blinden Spiegel, aus dem sich dann, da war ich sicher, eine Figur herauskristallisieren w\u00fcrde, immer ein hochspannender und hochkonzentrierter Prozess, in dem vieles Ungeahnte erlebt werden kann, ohne dass das Resultat davon viel verraten muss. 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