{"id":6148,"date":"2018-10-02T09:06:30","date_gmt":"2018-10-02T09:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6148"},"modified":"2018-10-02T09:06:30","modified_gmt":"2018-10-02T09:06:30","slug":"welttag-der-gewaltlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6148","title":{"rendered":"Welttag der Gewaltlosigkeit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6149\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093953-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093953-205x300.jpg 205w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093953.jpg 690w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6150\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093836-300x250.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"296\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093836-300x250.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093836-768x640.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093836-1024x853.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181002_093836.jpg 1295w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Das mit dem Welttag habe ich heute fr\u00fch, wieder zur\u00fcck aus Bayern, vor den Nachrichten geh\u00f6rt, wo er, der Welttag der Gewaltlosigkeit, von mir wie nebenbei vernommen, von einem katholischen Priester (&#8218;Kirche in WDR5&#8242;, immer kurz vor den Nachrichten um 7 Uhr) mit Mahatma Gandhi in Verbindung gebracht wurde, den ich jetzt auch nicht durchweg den optimalen Friedenstr\u00e4ger nennen w\u00fcrde. Aber nochmal kurz hinein nach Bayern, denn ich hatte mich letzten Freitag kurz mit einem Text gemeldet, den ich am Mittwoch angefangen hatte, um mich mal wieder mit Bayern und speziell meinen Erlebnissen in M\u00fcnchen zu besch\u00e4ftigen, und nun kam es dazu, dass ich in M\u00fcnchen selbst aus verschiedenen Gr\u00fcnden keinen Zugang zum Internet hatte, bzw. nur f\u00fcr kurze Momente \u00fcber das Smartphone, aber nicht genug f\u00fcr weitere Einblicke. Manche Reisen haben in der Tat die Gef\u00fchlsebene von Schicksalswegen, an Orten zum Beispiel, die man mit etwas oder jemandem verbindet und man nicht wei\u00df, was einen dort erwartet, und ob es einem verg\u00f6nnt ist, das Erlebte gut zu navigieren. D a zu: auf dem Weg dahin gab es keinen beklemmenden Stau, der Himmel war tiefblau und die Welt in ihrem besten Empfangsprogramm. Im \u00e4u\u00dferen M\u00fcnchen wurde bald klar, dass Dirndl und Lederhosen und Wams und Wadenstr\u00fcmpfe im Stadtbild dominierten. Klar, es war Wiesn-Zeit, und keineswegs trugen es nur die \u00c4lteren, nein, junge M\u00e4nner und Frauen waren \u00fcberall unterwegs, und ich k\u00f6nnte mir gut vorstellen, dass das Erstaunen \u00fcber manch eine Feschheit, die man da beobachten konnte, eine Art bayerische Erotik, so vielleicht wie f\u00fcr die Japaner der Kimono und die k\u00fcnstliche K\u00fchle der Geisha\u00a0 etwas Erotisches bergen, sodass eben mein eigenes Erstaunen dar\u00fcber vielleicht in meine Psyche wirkt und noch mehr von dem zul\u00e4sst, was ich nicht verstehen kann, aber deswegen seine eigene Wirkung nicht verfehlt. Und so konnte sich fast nebenbei meine LSD-Traumatisierung, mit bayerischen Jodlern in Lederstiefeln etwas bes\u00e4nftigen und vielleicht etwas von der kost\u00fcmierten Angstbesetzung mit Bebilderung entlassen. Wir waren in der Mitte von M\u00fcnchen in dem Haushalt von Freunden, in dem das, was man von der Kunst auch nur ahnen kann, einem an jeder Ecke entgegen flie\u00dft in seiner momentanen oder auch ewigen Form. Das Werk (von Fritz H\u00f6rauf und Tamara Ralis) ist auf drei Stockwerke verteilt, sodass wir als G\u00e4ste morgens die Gelegenheit haben, an den W\u00e4nden entlang zu wandern und Einblick zu erlangen in das vielf\u00e4ltige Reich des Geistes und seiner unerm\u00fcdlichen Manifestationen. Es ist schon gesund, manchmal zu sehen, was man m\u00fchelos &#8222;ein Werk&#8216; nennen kann, und wenn es in einem bestimmten Zeitraum des Lebens einleuchtet, dass daf\u00fcr auch ein angemessener Ort gefunden werden muss, um der monumentalen Arbeit auch auf praktische Weise gerecht zu werden. Und dieses Ringen um ein Oben, und diese Notwendigkeit der Erfahrung eines tiefen und noch tieferen Untens, wo es schon wieder die Hand\u00a0 einer vorgeburtlichen Reinheit ber\u00fchrt, als der Gang durch das Schicksal noch nicht programmiert war. Meine eigene Besorgtheit hat sich darin gut entspannen k\u00f6nnen, in der wohltuenden Anstrengung guter und fruchtbarer Gespr\u00e4che, in der Freude und dem Aushalten anderer Gesichtspunkte, in der Freiheit, sich Raum nehmen zu k\u00f6nnen f\u00fcr eigene Gedankeng\u00e4nge, und dann auch im bereitwilligen Zuh\u00f6ren nicht zu versagen. Das war mein Bayern, obwohl die Dirndl und die Lederhosen auch dazu geh\u00f6rten, und das gro\u00dfe Eulenpaar im Park von Ludwig dem Zweiten, die gerade eine kleine Eule gezeugt hatten und mein Smartphone zum Gl\u00fcck auch noch kollabierte, und ich hatte praktisch drei volle Tage ohne Welan ziemlich gesund \u00fcberstanden, obwohl ich gerne im Verlauf ein wenig erz\u00e4hlt h\u00e4tte, aber immerhin, nach kurzer Entscheidung war es auszuhalten, und jetzt geh\u00f6re ich zu der Kleingruppe, die darin Erfahrung hat. Ach ja, man sah viele Plakate in M\u00fcnchen mit S\u00f6der darauf. Auf einer Reihe von ihnen stand auf seiner Stirn unter &#8222;Ministerpr\u00e4sident S\u00f6der&#8220; &#8222;Teufelsminister S\u00f6der&#8220;. Wo die Sprache eine Entgrenzung erf\u00e4hrt, muss man bei sich selbst \u00fcberpr\u00fcfen. Wo sie herkommt, was sie aussagen will und kann. Welttag der Gewaltlosigkeit, gro\u00dfe Worte.<\/h5>\n<h5>Die Bilder zeigen links eine Installation im Park des Nymphenburger Schlosses, in dem wir auch die Eulen gesehen haben. Kurz danach landeten wir auf der Suche nach einem Cafe in einer Art Burghof, in dem wir \u00fcberraschenderweise ein\u00a0 Michael Ende Museum vorfanden. Auf dem Plakat war die Eule, die auf dem zweiten Bild zu sehen ist, wohl von einer Illustratorin f\u00fcr eines der Ende B\u00fccher gemacht (muss nochmal nachschauen).<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das mit dem Welttag habe ich heute fr\u00fch, wieder zur\u00fcck aus Bayern, vor den Nachrichten geh\u00f6rt, wo er, der Welttag der Gewaltlosigkeit, von mir wie nebenbei vernommen, von einem katholischen Priester (&#8218;Kirche in WDR5&#8242;, immer kurz vor den Nachrichten um 7 Uhr) mit Mahatma Gandhi in Verbindung gebracht wurde, den ich jetzt auch nicht durchweg [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6148"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6151,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6148\/revisions\/6151"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}