{"id":6123,"date":"2018-09-26T08:30:07","date_gmt":"2018-09-26T08:30:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6123"},"modified":"2018-09-26T08:30:07","modified_gmt":"2018-09-26T08:30:07","slug":"6123","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6123","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6124\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180925_173802-e1537946427652-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"509\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180925_173802-e1537946427652-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180925_173802-e1537946427652-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180925_173802-e1537946427652-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><\/h5>\n<h5>Im Bild sieht man Shiva als Nataraj, den kosmischen T\u00e4nzer. Es ist eine verifizierte Figur aus dem 14. Jahrhundert und kam zu uns aus dem Besitz unseres einstigen\u00a0 Hauseigent\u00fcmers, eines gro\u00dfherzigen G\u00f6nners und Sammlers kostbarer Sch\u00f6nheiten. Gestern wurde ich durch einen Blick auf den tanzenden Schatten angezogen, der seinem Namen alle Ehre macht. Auch ist im Hintergrundsbild der starre Umkreis durchbrochen, und letzendlich tanzt hier vor allem das Schattenbildnis. Da ich mich jahrzehntelang im indischen Denken und Sein aufgehalten habe, kann ich mich nun erfreuen an meinem eigenen L\u00e4cheln, was Gott und G\u00f6tter und ihre tanzenden Schatten betrifft. Auch meine Betroffenheiten habe ich weitgehend hinter mir gelassen dar\u00fcber, was ich alles in der Lage war, f\u00fcr lebendiges Wissen zu halten. Und bin trotzdem erfreut, dass ich es erleben durfte, dass sie (die G\u00f6tter als Prinzipien) meine vertikale Richtung so exzellent unterst\u00fctzen konnten, denn auch heute noch bin ich \u00fcberzeugt, dass man erst einmal durch irgendeinen eingeschlagenen Weg aus sich heraus muss, bevor man eines Tages, wenn man dann noch da ist, zum ureigenen Weg zur\u00fcckkehren\u00a0 will und muss. Runter von den k\u00fchlen Berggipfeln und den Ekstasen der Einsamkeit. Und ob nun Nietzsche als Zarathustra mit seinem Adler den Berg herunter muss oder ein kontemplierender Philosoph, der den eisigen Wind eines Intellektes als eine Gefahr erkennt, die nur durch menschliches Sein und Handeln gebannt werden kann, es ist derselbe Sprung vom vermeintlichen Oben zur\u00fcck auf den Staub der Stra\u00dfe, oder wie man es nennen m\u00f6chte. Denn jeder nennt es anders, obwohl \u00c4ther und Staub in der Erfahrungswelt sich oft \u00e4hneln, so auch die Stra\u00dfen und ihre Hinweisschilder, die einem die Ziele nicht nur vorgaukeln, sondern nur darin erschrecken k\u00f6nnen, dass es bei Ankunft immer weitere Schilder und Hinweise gibt, sodass man sein Leben im scheinbar geordneten Verkehr f\u00fcr abgerundet halten k\u00f6nnte, w\u00fcrde nicht der unruhige und aufgeschlossene Geist weiterdr\u00e4ngen, als w\u00fcsste er, wohin. In diesem Rahmen und Kontext ist Einhalten gut an einem Ort, wo dieser Zustand gesch\u00e4tzt wird und seine eigenen Herausforderungen zu Tage bringen kann. Denn hier geht es viel um innere Verdunkelungen und Fallstricke und praktische Tipps, wie man am besten durchkommt durch das Labyrinth der eigenen Webstuhlmuster, an denen man so hart gearbeitet hat. Ich bin&#8217;s, ich bin&#8217;s, ich bin die Weberin. Das muss mal sein, dass man ichm\u00e4\u00dfig jauchzt \u00fcber die eigene Anwesenheit und den pers\u00f6nlichen Aufenthalt, bis auch das seine tanzenden Schatten zeigt, und man lernt, im Wirbelsturm innerer und \u00e4u\u00dferer Vorkommen das Steuer nicht mehr herumrei\u00dfen zu m\u00fcssen, sondern eher gelassen an den nun sichtbar gewordenen Eisspitzen vorbeinavigieren gelernt hat. Nie ist alles getan, und ein Ende gibt es nicht. Eines Tages ist man selbst nicht mehr am Rad, aber weiter geht es doch, ein wahrlich herzverst\u00f6rener Fakt. Wenn allet weiter jeht, nur icke nich! Das dauert lange, bis man die Klarheit erworben hat, damit umzugehen. Am liebsten m\u00f6chte man ja tanzend und freien Gem\u00fctes in die Feuerflammen steigen, und dann als Ph\u00f6nix prachtvoll aufsteigen, \u00e4chz, st\u00f6hn und kicher, ein langer Weg, da wollen wir uns nichts mehr vormachen. Wenn ich hier abrupt in (m) ein kosmisches Amt \u00fcberwechsle, so deshalb, weil es mich erinnert, dass Kali, hier als Consorteuse des Schattent\u00e4nzers, daf\u00fcr verantwortlich ist, Illusionen zu zerst\u00f6ren, vor allem aber die eigenen, auch wenn ich das Wort &#8222;zerst\u00f6ren&#8220; nicht so g\u00fcnstig finde. Wir bewegen uns ja notgedrungenerweise oft in Translationen, und so meine ich, dass es gut ist, das eigene Illusionspotential gr\u00fcndlich und leidenschaftlich zu durchforschen, und auch wenn am Ende (welches immer auch ein Anfang ist), dann ziemlich wenig \u00fcbrig zu bleiben scheint, von dem man ausgehen kann als\u00a0 Wahrheitsnektartrunk, dennoch zum Wohl und Prost!, da findet sich gar kein Bedauern, denn auf einmal sieht man, dass alles da ist, wirklich da ist, und vor allem die W\u00e4rme des inneren Stromes im kreativen Vorgang des Miteinanderseins. Die Einzelnen frei und dennoch geborgen im Gemeinsamen Da gibt&#8217;s eben keinen, der von oben herabschaut und sich Notizen macht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bild sieht man Shiva als Nataraj, den kosmischen T\u00e4nzer. Es ist eine verifizierte Figur aus dem 14. Jahrhundert und kam zu uns aus dem Besitz unseres einstigen\u00a0 Hauseigent\u00fcmers, eines gro\u00dfherzigen G\u00f6nners und Sammlers kostbarer Sch\u00f6nheiten. Gestern wurde ich durch einen Blick auf den tanzenden Schatten angezogen, der seinem Namen alle Ehre macht. 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