{"id":6099,"date":"2018-09-22T08:02:52","date_gmt":"2018-09-22T08:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6099"},"modified":"2018-09-22T08:54:04","modified_gmt":"2018-09-22T08:54:04","slug":"baden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6099","title":{"rendered":"baden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6101\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180922_075139.png\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"322\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild hat nichts mit dem Samstag zu tun, so wie Bilder selten was mit den Wochentagen zu tun haben, aber Wochentage alles mit Bildern. Wo auch immer Bez\u00fcge hergestellt werden, dient das jeweilige Bild daf\u00fcr. Man k\u00f6nnte es einfach sein lassen, wie es ist, aber erst durch den Blick darauf verbinde ich mich damit. Direkt f\u00e4llt mir ein, dass es in spirituellen Praktiken oft oder immer darum geht, den Blick nicht nur nach innen zu lenken, sondern auch da zu halten, eben damit das Bild von der eigenen Wahrnehmung nicht gef\u00e4rbt wird, sondern sein kann, was es ist. Ein interessanter Gedanke vor allem innerhalb des westlichen Denkens, wo sich ein \u00e4hnlich komplexer Weg durch die unterirdischen G\u00e4nge gebuddelt hat, um in letzter Konsequenz und trotz der zahllosen h\u00f6chstpers\u00f6nlichen Zug\u00e4nge im selben Raum zu landen, wo die Begegnungsebene schlicht und einfach eine Erweiterung erf\u00e4hrt. Der Somnambulismus, der mit bequemen, aber eingefahrenen Gewohnheiten oft einhergeht, nimmt bei erlahmendem Interesse oder nachlassender Wachsamkeit zu und wird dann gerne als Gesamtpaket das Schicksal genannt, il destino, das f\u00fcr einen und durch einen Bestimmte, das zum eigenen Spielfeld geh\u00f6rt und auch von anwesenden Spielern und Spielerinnen mitgestaltet wird. F\u00fcr uns alle ist das ja ein geradezu unheimlicher Heldengang, nichts weniger als eine Odyssee, so, als m\u00fcssten wir uns nicht am Mast des Schiffes mal festbinden lassen, um den verf\u00fchrerischen Ges\u00e4nge der Sirenen nicht zu verfallen. Das wird ja nicht immer und \u00fcberall im Film festgehalten, wenn Seile nicht stark genug sind und Sirenen sich ihre Opfer schnappen, und kein Dumbledore in der N\u00e4he, der immer zur Stelle ist mit brauchbarem Rat und kl\u00e4render Tat. Als Kind schon gr\u00fcbelnd unterwegs in der verschleierten Welt, die erst noch entziffert werden muss, bis eines weit entfernten Tages auch kein Dumbledore mehr herhalten muss als Wegweiser. Und wie hat es Dumbledore \u00fcberhaupt geschafft, so menschlich zu wirken dort auf einsamer Spitze. Wie wohltuend es doch f\u00fcr unsere Kinderaugen ist, einmal auf unzerrissen Wissendes zu schauen, wenn auch &#8222;nur&#8220; durch die von ihren Kindern angeregte Phantasie einer Mutter.\u00a0 Die immerhin den Nerv der Nationen traf, sodass f\u00fcr die Kinderb\u00fccher neue Umschl\u00e4ge\u00a0 konzipiert werden mussten, damit sich Erwachsene wohlf\u00fchlen konnten, wenn sie das Buch mit in die Bahn nehmen. Und wie der gute Junge mit dem genetisch vererbten Fluch des B\u00f6sen umgehen musste, da half kein Liebsein. Da half aber auch kein B\u00f6ssein. Was half denn da? Die Mutter der B\u00fccher h\u00e4tte auch Philosophin werden k\u00f6nnen, vielmehr war sie innerhalb des M\u00e4rchens ja bereits Philosophin, denn sie musste ja \u00fcber all das nachdenken, n\u00e4mlich geht es hier um einen Sieg oder was w\u00e4ren die Folgen der Niederlage, also wer schafft es, und wer liegt darnieder. In den meisten Filmen wei\u00df man, dass es irgendwie ordentlich ausgeht, vor den anderen wird man rechtzeitig gewarnt, zum Beispiel bei Filmen von Quentin Tarantino, der selbst als enfant terrible durch seine Filme geistert und wahrscheinlich erst durch sie etwas von seinen verborgenen Trieben erf\u00e4hrt. Wie erf\u00e4hrt man etwas Genaueres \u00fcber verborgene Triebe und Arten und Weisen, die man an sich selbst noch nicht richtig gekl\u00e4rt hat. Ist &#8218;richtig&#8216; hier das richtige Wort? Manchmal wei\u00df man es nicht, ob das, was man f\u00fcr richtig hielt, auch mal ein Bad im Bergsee braucht. Mal durch die K\u00e4lte des Wassers ein wenig erschrecken, obwohl das Erschrecken nicht wirklich messbar ist, und durch das Sch\u00fctteln die geistige und k\u00f6rperliche Erfrischung zu sp\u00fcren bekommt, die einen das n\u00e4chste Mal daran erinnert, dass die W\u00e4rme dann ja doch wieder zur\u00fcckkehrt, und die Freude, am Leben zu sein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild hat nichts mit dem Samstag zu tun, so wie Bilder selten was mit den Wochentagen zu tun haben, aber Wochentage alles mit Bildern. Wo auch immer Bez\u00fcge hergestellt werden, dient das jeweilige Bild daf\u00fcr. Man k\u00f6nnte es einfach sein lassen, wie es ist, aber erst durch den Blick darauf verbinde ich mich damit. 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