{"id":6088,"date":"2018-09-21T08:03:30","date_gmt":"2018-09-21T08:03:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6088"},"modified":"2018-09-21T08:18:46","modified_gmt":"2018-09-21T08:18:46","slug":"21-september-2018","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6088","title":{"rendered":"21. September 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6089\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180921_085653-e1537513553281-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"493\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180921_085653-e1537513553281-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180921_085653-e1537513553281-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180921_085653-e1537513553281-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6090\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180917_184535-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"156\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild zeigt die junge indische Frau, die ich gerne bei Gelegenheit als meine Tochter vorstelle. Sie hat heute Geburtstag und das Bild ist ihr heutiges Photo auf WhatsApp, darunter das Photo eines schwer definierbaren Goldklumpens, mit freier Leseart ausgestattet, und dient hier als karmischer Glanz, der sich noch entfalten muss und kann. Als es bei mir heute fr\u00fch 5 Uhr war, fiel mir ein, dass es dort schon 9 Uhr drei\u00dfig ist, entscheide mich f\u00fcr einen WharsApp Anruf, 5 Sekunden sp\u00e4ter sind wir verbunden, als s\u00e4\u00dfe sie im Nebenraum. Also herzlichen Dank auch an WhatsApp, denn irgedwie entwickelt sich der Tag, nun ja, mein Tag, aber auch d e r Tag, als ein Tag der Dankbarkeit, wo man dann vor lauter Dankbarkeit gar nicht mehr wei\u00df, wo man anfangen, bzw. aufh\u00f6ren soll. Ich danke also meinem Schicksal, dass mein Fu\u00df auf einer staubigen, indischen Stra\u00dfe vor genau 23 Jahren an ein B\u00fcndel gesto\u00dfen ist, das sich als ein gerade geborenes Kind entpuppte. Sie sah uralt aus und nicht sehr lebensf\u00e4hig. Ich habe sie dann mitgenommen und mir bei einer empfohlenen \u00c4rztin Rat geholt, die dann so etwas wie meine Gro\u00dfmutter, Beraterin, weise Frau zur rechten Zeit wurde. W\u00e4re sie nicht schon weit \u00fcber 80 gewesen, h\u00e4tte sie das Kind adoptiert. Adoption war Teil ihres Lebens und damals in Indien mit wenig Komplikationen verbunden. Die Bewahrung der Kinder vor der Ausl\u00f6schung. So ist Asha (Hoffnung auf Hindi), wie sie heute hei\u00dft, die ersten Monate ihres Lebens mit mir aufgewachsen. Als ich abreisen musste und keinen Weg gefunden hatte, sie mit mir nach Deutschland\u00a0 zu nehmen, fanden wir (letztendlich) ein Paar aus der Jain Gemeinde, die lange Zeit verheiratet waren und keine Kinder hatten. Sie wohnten eine Stunde entfernt von unserem Dorf und ich konnte sie jedes Jahr sehen und ihre Entwicklung mit gestalten. Vor ein paar Jahren starb dann ihre &#8222;Mutter&#8220; an Krebs, dann auch die Mutter ihres jetzigen Vaters. Er war es, in den ich damals sofort Vertrauen hatte, dass er sich gut um sie k\u00fcmmern w\u00fcrde, und das hat er im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten auch getan. Ein guter Vater, sie hat wirklich Gl\u00fcck mit ihm, denn er liebt sie aus einer tiefen Bescheidenheit heraus und hat auch aus sich selbst einen w\u00fcrdevollen Menschen gemacht. Am Telefon heute fr\u00fch klang sie nicht sprudelnd, aber auch nicht klagend. Sie f\u00fchrt den Haushalt, studiert zuhause f\u00fcr die Examen und absolviert sie in einer naheliegenden Stadt. Ich bin in Panik, sagte sie am Telefon, dass ich schon 23 Jahre alt bin und noch nicht verheiratet. Ich halte eine Kurzvariante meiner ber\u00fchmten Reden \u00fcber die grandiosen M\u00f6glichkeiten von uns Frauen in diesem Zeitalter, aber einerseits ist sie moderner als ich und postet unerm\u00fcdlich in die Welt hinein, wo andere zur\u00fcck posten, und andrerseits muss trotz alledem der Ehemann bald erschaffen werden, wenn auch nur, damit es endlich gekl\u00e4rt ist. Regelm\u00e4\u00dfig werden ihr junge M\u00e4nner aus der Jain Community zugef\u00fchrt, aber sie konnte noch keinen genug leiden. Zu dem, was ich in meinem bisherigen Leben als &#8222;gelungen&#8220; bezeichnen w\u00fcrde, geh\u00f6ren die ersten sechs Monate mit ihr. Noch nie hatte ich so viel verstehen k\u00f6nnen von dem, wovon ich keine Ahnung hatte. Auf einmal hatte ich ein Kind und musste es am Leben halten. In der Tat war sie das sch\u00f6nste Kind, das ich je gesehen hatte, pure Transzendenz des Allt\u00e4glichen, jeder Hauch einer potentiellen Welterm\u00fcdung weggefegt im Angesicht des realen Wunders, auf das niemand au\u00dfer mir Anspruch erhob. All dieses freie, poetische und von tiefem Sinn durchwobene Erleben, das wir miteinander hatten, das ist auch heute noch sp\u00fcrbar. Sie hatte schon, sagte sie, auf meinen Anruf gewartet. Ich muss es gesp\u00fcrt haben.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild zeigt die junge indische Frau, die ich gerne bei Gelegenheit als meine Tochter vorstelle. Sie hat heute Geburtstag und das Bild ist ihr heutiges Photo auf WhatsApp, darunter das Photo eines schwer definierbaren Goldklumpens, mit freier Leseart ausgestattet, und dient hier als karmischer Glanz, der sich noch entfalten muss und kann. Als es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6088","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6088","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6088"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6088\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6098,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6088\/revisions\/6098"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6088"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6088"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}