{"id":6065,"date":"2018-09-17T08:10:18","date_gmt":"2018-09-17T08:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6065"},"modified":"2018-09-17T08:10:18","modified_gmt":"2018-09-17T08:10:18","slug":"gut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6065","title":{"rendered":"gut"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6067\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180917_090750-300x111.png\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"118\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180917_090750-300x111.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180917_090750.png 378w\" sizes=\"auto, (max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6066\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180916_111122-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"315\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180916_111122-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180916_111122-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180916_111122-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180916_111122-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/p>\n<h5>Haustiere liegen ja meistens m\u00fchelos in der N\u00e4he der Herzgegenden herum und erm\u00f6glichen Dinge und Einstellungen, die einem ansonsten unakzeptabel vorkommen w\u00fcrden, zum Beispiel das Herausnehmen von Rohfleisch aus der Dose, oder die Ankunft toter Wesen auf dem Teppich, neulich mal ein kleiner Marder, auch mal ein Vogel. Das kennt man ja noch aus eigener Kinderzeit, die B\u00fccher mit M\u00e4usen, die in den L\u00f6chern im Haus dem gierigen Kater entfliehen. Was n\u00fctzt da die vegetarische Einstellung. Das Tier, schamlos, wie es seine Natur nun einmal gedeihen l\u00e4sst, tr\u00e4gt eben nicht die B\u00fcrde des Bewusstseins, weswegen unsere Zuneigung zu dem Tier dadurch eine Erweiterung erf\u00e4hrt, auch wenn man dem Vorgang grunds\u00e4tzlich nicht zustimmt. Auch kommt es vor, dass man das vom Tier geplante Fressen noch vor dem M\u00f6rderspiel abfangen und befreien kann, das gelingt nicht immer rechtzeitig. Trotzdem, eben, die m\u00fchelose Liebe, die nicht so leicht zu beirren ist. Wie viel komplizierter und m\u00fchsamer ist es mit Menschen. Daher wird in jedem Land auf geheimnisvolle, aber geordnete Weise, ein Code of Conduct erschaffen, an dem die potentiellen Entfesselungen einen Halt und eine Ordnung finden, auch Richtlinien, Hinweise auf das, was irgendwelchen festgelegten Erkenntnissen zufolge sein soll unter Menschen oder auch nicht. In diesem vorgeschriebenen Rahmen bewegt sich stets das sogenannte Gute in zahllosen Legierungen mit dem sogenannten B\u00f6sen, die beide in ihrer extremen Erscheinung ziemlich selten sind. Au\u00dferdem sind beide Ph\u00e4nomene schwer zu erkennen, da die Vielfalt der Variationen so unendlich ist. Und geht es jemandem um das Verst\u00e4ndnis der Dosierungen in der eigenen alchemischen Zusammensetzung, bedarf es einiger technischer Verfeinerungen des Gem\u00fcts, um daf\u00fcr \u00fcberhaupt ein Interesse zu entfalten, nicht &#8218;wer bin ich eigentlich&#8216;, sondern (auch) &#8218;w i e bin ich eigentlich, wobei eine immer mal wieder erfrischte Selbsteinsch\u00e4tzung sicherlich nicht schadet. Wo verhalte ich mich z.B. s o, wie ich nicht sein m\u00f6chte, und warum hilft hier das M\u00f6chten (noch) nicht? Das Verst\u00e4ndliche und das Groteske an der Liebessucht ist ja, dass einem nichts sch\u00f6ner vorkommt als genau f\u00fcr das geliebt zu werden, was man gerade in der Lage ist zu sein. Nur, wer ist man da auf einmal in der Rolle des Paradiesvogels, als alles noch war, wie es einst sein sollte, weswegen niemand wei\u00df, wie es wirklich irgendwann einmal war, und wiederum weswegen wir uns selbst immer mal wieder diese Fragen stellen k\u00f6nnen, damit wir wissen, wer das ist, der oder die da antwortet. Oder es, das Es. Das mythosumwitterte Land des Inneren, wo auf stets sich neu erschaffenden B\u00fchnen die Szenarien entwickeln, die Drehb\u00fccher, die Romane. Wo der Stoff entsteht, aus dem die Filme sind, und die Filme wiederum, die aus dem Mutterleib entstehen, ewiges Geb\u00e4ren unter der Flagge der pers\u00f6nlichen Beantwortung. Wenn alles, was sich innen abspielt, mit leidenschaftlicher Freude gespielt werden w\u00fcrde, also nicht die Not eines Ausdrucks f\u00fcr Exzesse und Auschreitungen und \u00dcberschreitungen des als menschlich geltenden Verhaltens, dann ginge es allen sehr gut, denn die innere Freude w\u00fcrde ganz automatisch und ohne Zwang ein freundliches Verhalten hervorbringen. Warum auch nicht, wenn einem keiner was antuen will. Oder vergisst, was Antun ist, oder es nicht anders gelernt hat als\u00a0 dass man einander was antut. Das ist, was ich unter Alleinsein verstehe: das Umschauen in der eigenen Welt, ob die Quelle noch das als Gesundheit empfundene Sprudeln hervorbringt, das einen bef\u00e4higt, ungebunden in Gebundenheit zu leben, ohne darin einen Widerspruch zu erfahren.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haustiere liegen ja meistens m\u00fchelos in der N\u00e4he der Herzgegenden herum und erm\u00f6glichen Dinge und Einstellungen, die einem ansonsten unakzeptabel vorkommen w\u00fcrden, zum Beispiel das Herausnehmen von Rohfleisch aus der Dose, oder die Ankunft toter Wesen auf dem Teppich, neulich mal ein kleiner Marder, auch mal ein Vogel. Das kennt man ja noch aus eigener [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6065"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6068,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6065\/revisions\/6068"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}