{"id":6051,"date":"2018-09-14T08:13:30","date_gmt":"2018-09-14T08:13:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6051"},"modified":"2018-09-14T08:13:54","modified_gmt":"2018-09-14T08:13:54","slug":"gefuehlt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6051","title":{"rendered":"gef\u00fchlt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6027\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-768x766.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041-500x500.jpg 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180911_074041.jpg 1021w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/p>\n<h5>In den letzten Jahren ist durch vielerlei unterschiedliche Vorkommnisse, politisch, pers\u00f6nlich, beruflich, klar geworden, dass viele Dinge, die wir, allein oder mit anderen, f\u00fcr einfach und verst\u00e4ndlich hielten, nun neu erfasst werden m\u00fcssen. Zum Beispiel das F\u00fchlen. Menschen, die Jahre lang meditiert haben, stehen auf einmal vor einer geheimnisvollen T\u00fcr. War nicht immer F\u00fchlen? Wohl nicht, sonst w\u00fcrde ja eben dieses geheimnisvolle Etwas nicht fehlen, wegen dem wohl die meisten auf dem Boden yogischer \u00dcbungsfelder Nachsitzenden da noch sitzen, bis eines Tages, wenn man ein Gl\u00fcckskeks ist, jemand einem (oder man selbst sich) etwas vermittelt, das verst\u00f6rt oder unsicher oder ohnm\u00e4chtig\u00a0 oder zumindest neugierig macht auf das erw\u00e4hnte Ph\u00e4nomen, das einem technisch keiner beibringen kann, weil niemand wei\u00df, wie das geht. Verbl\u00fcffen kann ja, dass sich zwischen dem Gef\u00fchllosen und dem Gef\u00fchlten f\u00fcr die Sich-f\u00fchlend-W\u00e4hnenden erst einmal kein so gro\u00dfer Abgrund zeigt. Das Universum ist gro\u00dfherzig, man k\u00f6nnte es auch kaltherzig nennen, kommt ganz darauf an, wie man es erf\u00e4hrt. Was, wenn es ein riesiger Resonanz-Spiegel ist, der einfach widergibt, was in ihn hineinkommt. Das hie\u00dfe in diesem Fall, es kommt genau das heraus, was ich hineingebe, auch wenn das viele chaotische Geben vermutlich meistens einfach im gro\u00dfen Strom der Energien aufgeht, ohne als einzelne Gabe Wirkung zu haben. Wenn also die Menschen so ziemlich alle davon ausgehen, dass sie etwas f\u00fchlen, was ja auch richtig ist, denn jeder Mensch f\u00fchlt irgendwas, dann bleibt die Frage, w a s wir f\u00fchlen, und ob wir daf\u00fcr Worte finden k\u00f6nnen. Diese verbreitete Not der Wortfindung zeigt sich am sch\u00f6nsten in der ber\u00fchmtesten Formel der drei Worte, die irgendwann mal jemand fand und damit alle ins Herz traf. Diese Worte dr\u00fccken genau dieses Gef\u00fchl aus, das jeder m\u00f6chte, n\u00e4mlich gesehen, geliebt, wahrgenommen, wertgesch\u00e4tzt usw. werden, und man verpasst gerne die Erkenntnis, dass man diesen Menschen immer lieben wird, was auch immer geschehen mag, weil er oder sie Ausl\u00f6ser und Anlass war f\u00fcr das beste aller Gef\u00fchle, das mir selbst dadurch erm\u00f6glicht wurde. Liebe ist doch vor allem auch das Gl\u00fcck der Verbindung mit sich selbst. Liebe regt an, sich auf dem verf\u00fcgbaren Top-Level zu bewegen, und der genussvolle Seiltanz wird von jedem gesch\u00e4tzt, der mutig den Abgrund des Ungewissen durchquert. Alles danach h\u00e4ngt von der Qualit\u00e4t der Beziehung ab. Und was ist mit denen, die in den Schlachth\u00e4usern stehen und ihre Arbeit tun. Kann ein Mensch bestimmte Dinge tun, wenn er auch noch einen Funken Gef\u00fchl hat. Dann gibt es dieses ungut Gespaltene der Pers\u00f6nlichkeit, dass diese grotesken Figuren des Dritten Reiches sich haben vorgaukeln k\u00f6nnen am Abend, eben: man k\u00f6nne noch Mensch sein, wenn man vom Fenster an der Gaskammer wegtritt oder Menschenversuche f\u00fcr machbar h\u00e4lt. Das mit den Tieren ist auch noch nicht wirklich durchgedrungen. Dass ihre W\u00fcrde auch unantastbar ist. Dass sie auch ein Recht auf menschliches Verhalten haben, da sie von ihnen abh\u00e4ngig sind. \u00dcberall kommt es auf das Ma\u00df an und auf das, was noch im Rahmen gewisser ethischer Vorstellungen tragbar ist. Schwierig wird es , wenn Menschen Hass und Ignoranz als Wohlbefinden f\u00fcr sich deklarieren. Manchmal scheinen einem die Wurzeln des Gef\u00fchllosen durchschaubar, aber selbst da landen wir schnell genug im Uneindeutigen. Es gab auch schon viele liebevolle M\u00fctter, die ihre S\u00f6hne zum T\u00f6ten aufgefordert haben, oder sie als S\u00f6hne in die totale Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung hineingeliebt haben zum Schrecken der mit ihnen verbundenen Frauen. Alleine f\u00fcr diese Kontur zwischen dem, was Mutterliebe ist, und wo sie vernichtend wirkt, und wo man sie dann auch nicht mehr Liebe nennen kann, f\u00fcr diese Stromlinie allein braucht man Zeit und Ruhe, denn wenn eine Ungewissheit des F\u00fchlens sich pers\u00f6nlich und planetenweit breit gemacht hat, dann ist es an der Zeit, ein tieferes Verst\u00e4ndnis dar\u00fcber zu erlangen, indem man die wesentlichen Fragen an sich selbst richtet.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren ist durch vielerlei unterschiedliche Vorkommnisse, politisch, pers\u00f6nlich, beruflich, klar geworden, dass viele Dinge, die wir, allein oder mit anderen, f\u00fcr einfach und verst\u00e4ndlich hielten, nun neu erfasst werden m\u00fcssen. Zum Beispiel das F\u00fchlen. Menschen, die Jahre lang meditiert haben, stehen auf einmal vor einer geheimnisvollen T\u00fcr. War nicht immer F\u00fchlen? Wohl [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6051","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6051"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6051\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6054,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6051\/revisions\/6054"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}