{"id":6036,"date":"2018-09-12T08:12:52","date_gmt":"2018-09-12T08:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6036"},"modified":"2018-09-12T15:01:19","modified_gmt":"2018-09-12T15:01:19","slug":"6036","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6036","title":{"rendered":"t\u00fcfteln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6030\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_161751-212x300.png\" alt=\"\" width=\"263\" height=\"372\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_161751-212x300.png 212w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_161751.png 568w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6038\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180912_091837-95x300.jpg\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"373\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180912_091837-95x300.jpg 95w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180912_091837-325x1024.jpg 325w\" sizes=\"auto, (max-width: 118px) 100vw, 118px\" \/><\/p>\n<h5>Man kommt allein, man geht allein (akela ana, akela, jana) ist ein Spr\u00fcchlein, den viele Inder, die ich kenne, auf der Zunge haben. Eigentlich trifft es vor allem auf den Tod zu mit dieser dazugeh\u00f6rigen Unab\u00e4nderlichkeit. Aber wahr ist auch, dass in beiden Situationen Menschen meistens begleitet werden bis zum Eintritt des erwarteten Momentes, und beim Geborensein dar\u00fcber hinaus. Beide Vorg\u00e4nge sind verbunden mit dem Ungewissen, denn wer zur\u00fcckgekehrt ist, kann nicht davon berichten, wie es ist, wenn man wirklich nicht zur\u00fcckkehrt. Ist man geboren, f\u00e4ngt das Erleben an. Wo bin ich gelandet, und wer sind die, die von jetzt an mit mir umgehen. Was soll man tun? Sie sind es nun mal, die das Kunstst\u00fcck vollbracht haben, einen Menschen, n\u00e4mlich mich, lebendig auf die Welt zu bef\u00f6rdern. Wir wissen noch nicht, wie viel von ihrem Material in uns selbst gelagert ist, und auch sp\u00e4ter ist es schwer zu unterscheiden, ob und was und wie etwas vererbt ist, oder wo Gewohnheiten oder ein Vorbild zu \u00c4hnlichkeiten gef\u00fchrt haben, die ich in mir wiederfinde. Auch zwischendrin sind wir innen ja immer allein. Je mehr wir verbunden sind mit uns selbst, desto besser geht es uns. Wenn wir uns selbst gute Gesellschaft leisten k\u00f6nnen und beim Heraust\u00fcfteln dessen, was uns gut tut, nicht zu sehr irritiert und gest\u00f6rt worden sind. Wenn die Kinder in den Stra\u00dfenschlachten dummer Kriege massenhaft sterben, dann wei\u00df man, dass die Dinge nicht im Lot sein k\u00f6nnen. Nur, was braucht es, um f\u00fcr sich selbst ein Gef\u00fchl der Ausgleichung, oder der Ausgeglichenheit, zu haben. Irgendwann muss man aus seinem Alleinsein bewusst heraustreten. Davor mag es einem vorgekommen sein, als w\u00e4re man mittendrin im bunten oder auch d\u00fcsteren Tanz des Lebens. Aber das Ich ist verl\u00e4sslich darin, sich selbst als eine Grenze darzubieten. Wenn ich mich manifestieren m\u00f6chte, hei\u00dft: wenn ich selbst wissen und sehen m\u00f6chte, wer ich bin, soweit mein inneres Auge dazu reicht, dann muss ich paradoxerweise \u00fcber mich hinaus gehen, dh. ich muss eine T\u00fcr oder ein Tor oder ein Fenster \u00f6ffnen und kann dann hinausgehen oder hinausschauen auf das, was au\u00dfer mir noch existiert, ohne dass\u00a0 automatisch eine Verbundenheit damit existiert. Ich selbst muss sie herstellen, die Verbindungen, wenn ich am kreativen Prozess meines Seins teilhaben m\u00f6chte. Ich kann auch zuschauen und nicht gestalten. Oder ich kann gestalten, bis mir klar ist, wer der oder die Gestalter\/in ist, n\u00e4mlich ich selbst, und dann noch einen Schritt weiter ins Ungewisse gehen, dahin n\u00e4mlich, wo ein bestimmtes Wissen, das bis dahin unerl\u00e4sslich war, auf einmal nicht mehr taugt. Es kann schon noch taugen, aber nicht mehr in der gewohnten Weise. Das Angesammelte wird seine eigene\u00a0 Quelle, die keinen Kontrollfunktionen mehr unterliegt. Ich denke, ein Kompass ist immer n\u00fctzlich. Ein gutes, solides Steuerrad, wenn St\u00fcrme oder Eisberge das Schiff gef\u00e4hrden k\u00f6nnen, und die Navigationsk\u00fcnste am Leben halten. Auch das alles nur, um sich an ein Wachsein zu gew\u00f6hnen, das zwischen sich selbst und dem Schlaf unterscheiden kann. Dazwischen immer wieder alleine hin-und hergehen und zu schauen, ob man noch da ist, und mit wem man da w i e umgeht.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Man kommt allein, man geht allein (akela ana, akela, jana) ist ein Spr\u00fcchlein, den viele Inder, die ich kenne, auf der Zunge haben. Eigentlich trifft es vor allem auf den Tod zu mit dieser dazugeh\u00f6rigen Unab\u00e4nderlichkeit. Aber wahr ist auch, dass in beiden Situationen Menschen meistens begleitet werden bis zum Eintritt des erwarteten Momentes, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6036"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6036\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6044,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6036\/revisions\/6044"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}