{"id":5998,"date":"2018-09-06T07:28:49","date_gmt":"2018-09-06T07:28:49","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5998"},"modified":"2018-09-06T14:41:58","modified_gmt":"2018-09-06T14:41:58","slug":"schoepfen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5998","title":{"rendered":"sch\u00f6pfen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5995\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180904_185124-211x300.png\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"455\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180904_185124-211x300.png 211w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180904_185124-768x1094.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180904_185124-719x1024.png 719w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180904_185124.png 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<h5>Der kleine Kerl, den ich hier aus dem Gesamtbild herausgenommen habe, ist mehr oder weniger &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; entstanden. Irgendwo im Dunkel des Blaus habe ich diesen Ausdruck gesehen, den K\u00f6rper dann anschlie\u00dfend dazu gestaltet. Wie gesagt, es ging gar nicht um ihn, sondern um das weibliche Gesicht, das nun Nebensache geworden ist. Nun ja, nicht wirklich Nebensache, da der Betrachter vermutlich die linke Gestalt sofort zu einem Kind machen w\u00fcrde, die rechte zur Mutter, die auf ein fernes Anderes ausgerichtet ist. Ich schaue hin, ich sehe das auch fl\u00fcchtig, wei\u00df aber (noch) nicht wirklich, was ich da selbst sehe, beziehungsweise f\u00fchle, denn Bilder vermitteln Gef\u00fchle, und wenn ich etwas ( ganz Bestimmtes?) f\u00fchle, erfreut es mich zutiefst. Ich k\u00e4me auch nicht auf die Idee, es zu erzeugen, wie sollte das gehen? Manche K\u00fcnstler k\u00f6nnen das, ich geh\u00f6re nicht zu ihnen. Auch ist die akademische Ausbildung nicht immer verl\u00e4sslich f\u00fcr das, was daraus entsteht. Wenn beides zusammenkommt, kann es gro\u00dfartig sein, ist aber ziemlich selten. Es geht ja vor allem darum, durch das praktische Anwenden eines geschulten Instrumentes etwas Inneres nach au\u00dfen zu transportieren, ob ich nun das Innere bewusst herauskristallisiere, um ihm genau die Form meiner Vorstellung zu verpassen, oder ob ich mich einlasse auf etwas, das erscheinen m\u00f6chte, weil ich es sehe und es mich auf eine bestimmte Weise ergreift. Wenn mich nun jemand fragen oder um eine Beschreibung der kleinen Figur bitten w\u00fcrde, w\u00fcrde es mir schwer fallen, Worte zu finden, denn ich habe ja bereits auf einer direkten Ebene verstanden, um was es mir dabei geht, aber ja, w a s verstanden. Das ist wie mit einem Gedicht, das einen ber\u00fchren kann ganz unvermutet. Manchmal unterwegs h\u00f6re ich bei WDR5 (Skala?) ein Gedicht. Der Empfang h\u00e4ngt sehr von der Stimme ab, man kann h\u00f6ren, wenn jemand von etwas was versteht. Das kann Technik sein, das kann psychische Tiefe sein, im Dichter wie im Sprecher, das kann der eigene Zustand sein, Vorlieben, Desinteresse, Unkenntnis. Das hei\u00dft, alles muss erst einmal ansprechen, bevor es wahrgenommen werden kann, beziehungsweise muss es einen anf\u00fchlen. Ich erinnere mich, wie begl\u00fcckend ich es empfunden habe, als das sorgenvolle Antlitz auf dem Bild oben einen K\u00f6rper brauchte, und dass dann vor allem die Beine einen gewissen Halt verhie\u00dfen, dem Ganzen eine eigenwillige Keckheit gaben, sodass es wohl einsam schien, aber auch innerlich gefestigt mit den F\u00fc\u00dfen stabil in der Weite des Abgrundes. Und nat\u00fcrlich, sobald man Worte gebraucht oder gebrauchen muss, um etwas verst\u00e4ndlich zu machen, was anders nicht verstanden werden kann, w\u00e4hlt man auch immer die Worte aus dem eigenen Wortschatz, der wiederum aus der Geschichte entsteht, da gibt es kein Entrinnen. Und doch sind die Gedichte und\u00a0 die Bilder, die aus der Quelle kommen, auch frei und sich selbst \u00fcberlassen. Das kommt ja darauf an, wie unbegrenzt man die innere Weite bewohnen will, und ob es \u00fcber das Vorstellbare hinausgehen m\u00f6chte und kann. Klar bin ich beteiligt am Sch\u00f6pfen, aber mir wird auch das zu mir kommende Gesch\u00f6pfte zugemutet. Eben, es ist eine Zumutung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kleine Kerl, den ich hier aus dem Gesamtbild herausgenommen habe, ist mehr oder weniger &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; entstanden. Irgendwo im Dunkel des Blaus habe ich diesen Ausdruck gesehen, den K\u00f6rper dann anschlie\u00dfend dazu gestaltet. Wie gesagt, es ging gar nicht um ihn, sondern um das weibliche Gesicht, das nun Nebensache geworden ist. 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