{"id":5993,"date":"2018-09-05T08:17:46","date_gmt":"2018-09-05T08:17:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5993"},"modified":"2018-09-05T08:17:46","modified_gmt":"2018-09-05T08:17:46","slug":"aufhalten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5993","title":{"rendered":"aufhalten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5996\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180905_091841-184x300.png\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"440\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180905_091841-184x300.png 184w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180905_091841-768x1254.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180905_091841-627x1024.png 627w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180905_091841.png 1047w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/p>\n<h5>Wo h\u00e4lt sich jemand auf? Auf welchen Terrassen, in welchen G\u00e4rten, in welchen inneren W\u00fcsten und Dschungeln und Schreberg\u00e4rten, immer genau angepasst an die Befindlichkeiten. Die inneren architektonischen Strukturen werden von einem selbst entworfen. Wie alle planetarischen Designs sind sie nicht wirklich unabh\u00e4ngig von \u00e4u\u00dferer Einwirkung, aber in letzter Konsequenz doch. Man w\u00fcrde hier vielleicht nicht von &#8222;Handhabung&#8220; sprechen, eher von Geisthabung, also die Grundhaltung und die Einstellungen, die ich mir zur Verf\u00fcgung gestellt habe und stelle, indem ich kultiviere, was mir am Herzen liegt. Es gibt Zeiten, wo das, was mir und den Anderen am Herzen liegt, nicht so k\u00fcmmern muss, und es gibt Zeiten, wo das K\u00fcmmern sich selbst meldet und nachfragt. Man geht auf den Balkon, dieses Mal gro\u00dfz\u00fcgig und zeitlos in den offenen Raum gesetzt, und starrt in \u00dcberl\u00e4nge in das lebendige All hinein, denn das All bietet jederzeit die Realit\u00e4t unbegrenzter M\u00f6glichkeiten. Man kann warten, bis eine M\u00f6glichkeit an einen herantritt, man kann abw\u00e4gen, ob sie angemessen ist. Es f\u00fchlt sich etwas freier an da drau\u00dfen im undurchdringlichen und doch so glasklaren Etwas, das wirkt direkt auf den inneren Schirm und f\u00fchrt zu einer Neuordnung in der subatomaren Playstation. Deswegen h\u00f6re ich die (wenn auch sehr wenigen), DichterInnen (die ich lese), wenn sie auf ihre Weise von dem berichten, was ich gut kenne. Das ist keineswegs mutiger oder weniger mutig als zum Beispiel der wissenschaftlich intuitive Einstieg in die Bindungsanalyse oder andere Systeme, bei denen der menschliche Aufenthalt auf diesem Planeten und seine Wirkung auf die darauf Erschienenen zum Ziel der Forschung wurde. Wer sind wir von Anfang an, oder (nur) auf das Werden begrenzt? Ausget\u00fcftelt von geheimen Vorg\u00e4ngen, jeder Mensch ein Produkt und ein Potential nicht vorher zu ahnender Kr\u00e4fte, jeder zu Anfang ein kleiner Bauer bis hin zur k\u00f6niglichen M\u00f6glichkeit, wenn man beide Gef\u00fchle gr\u00fcndlich durchlaufen hat: Schach und Schachmatt!, und sich beides in ein freundliches Spiel verwandelt, in dem man in der Tat nicht immer recht hat, und daran auch gr\u00fcndlich das Interesse verliert, so, wie man sich eines Tages mal erstaunt daran erinnert, was f\u00fcr eine leidenschaftliche Raucherin ich mal war. Das hat oft mit der Notlage der Erkenntnis zu tun. Erkenne ich etwas, f\u00e4llt das Leugnen schwer, und immer wieder bohrt es an einem herum, bis es soweit ist. Das kann dauern. Nicht aufhalten lassen. Daher auch das Angebot der inneren R\u00e4umlichkeiten, das jedem kostenlos zur Verf\u00fcgung steht. Wo man freien Zutritt hat zum Anspruch der eigenen Gestaltung, bei der wie in einem Zen-Garten, der schmale Weg durch den inneren Reichtum f\u00fchrt, kultiviert durch eine Enthaltsamkeit im Habenwollen, wodurch das Wesentliche erst in kraft treten kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo h\u00e4lt sich jemand auf? Auf welchen Terrassen, in welchen G\u00e4rten, in welchen inneren W\u00fcsten und Dschungeln und Schreberg\u00e4rten, immer genau angepasst an die Befindlichkeiten. Die inneren architektonischen Strukturen werden von einem selbst entworfen. Wie alle planetarischen Designs sind sie nicht wirklich unabh\u00e4ngig von \u00e4u\u00dferer Einwirkung, aber in letzter Konsequenz doch. 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