{"id":5988,"date":"2018-09-04T08:33:29","date_gmt":"2018-09-04T08:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5988"},"modified":"2018-09-04T08:36:26","modified_gmt":"2018-09-04T08:36:26","slug":"mustern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5988","title":{"rendered":"mustern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5989\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_110959-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"482\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_110959-196x300.jpg 196w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_110959-768x1177.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_110959-668x1024.jpg 668w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_110959.jpg 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/p>\n<p>(Frauen des Siebengestirnes verstecken sich vor einem Mann vom Orion).<\/p>\n<h5>Immer wieder ist es erfreulich, wie Menschen etwas wahrnehmen und erfahren, und was sie daraus machen, und wie sie es den Anderen vermitteln. Nat\u00fcrlich ist es nicht uninteressant zu h\u00f6ren, zu was der Sch\u00f6pfergeist in einem Menschen ihn dazu inspiriert hat zu einer bestimmten Darstellung seiner oder ihrer Wahrnehmung, wobei man in Museen und Galerien meist ohne den Verursacher heruml\u00e4uft, sodass Kunst auch bedeutet, dass sie uns durch einen Anderen den Einblick gew\u00e4hrt, wie man es auch sehen kann, und f\u00fchlen, und lernen, zu welchem Ausma\u00df Kunstvolles auf dieser Erde den Geist in eine Transzendenz katapultieren konnte und kann, die menschliche Beschr\u00e4nkung leugnet. Das k\u00f6nnen auch sehr einfache Dinge sein, Objekte, die mit Erstaunen erf\u00fcllen. Der Mann einer guten indischen Freundin von mir hat dort im Dorf einen reichlich angef\u00fcllten Laden mit dem Feinsten, was rajasthanische Frauen durch die langen Tage hindurch gestickt haben, ohne ahnen zu k\u00f6nnen, dass wir einst davor stehen, wie ich eines Tages, und dachte: ach, nimm dir doch mal Zeit f\u00fcr diese Musterdinger. Er war hocherfreut \u00fcber mein Erwachen, denn was er hatte, konnte man nicht mehr finden. Die Wirkung des Schauens hatte etwas von einer psychedelischen Droge, man versank in eine andere Welt und sah das Universum am Werke, wie es spricht in Zeichen und Str\u00f6mungen, und wie dieser ewige Strom begleitet und unterhalten wird von unsterblichem Farbenglanz, der auch hier auf den Mustern noch leuchtete. Oder lag in dem Gewebe noch ihr innerstes F\u00fchlen, ungehindert in die Nadel str\u00f6mend und in die Zeichen, und niemals wirklich die Sprache verlierend, ja, vielleicht oft mehr Sprache im Sprachlosen, Sprache, die einen Weg gefunden hat in das Au\u00dfen. Nicht in allem birgt sich Geheimnis, aber das Geheimnisvolle bewegt sich ungehemmt in allem. Will ich Geheimnisse l\u00fcften, muss ich wissen wie. Auch kann ich mich auf die Wahrnehmung anderer nur sehr bedingt verlassen. Alle schauen aus ihrem eigenen Brillenmuster, das unsichtbar vor den zwei Augen schwebt und einem konsequenterweise immer das Bild zeigt, das dem eigenen Blick und den eigenen Einstellungen entspricht, sodass man zu Recht behaupten kann, dass jeder in der eigenen Welt lebt. Darin kann nat\u00fcrlich auch das Interesse am Anderen liegen, oder die Langeweile \u00fcber ihn oder die Begeisterung, \u00fcberhaupt das ganze Einsch\u00e4tzen des kosmischen Vorgangs liegt einzig und allein in diesem Blick, unserem Blick auf die Dinge durch die Muster unseres Schicksalserlebens, das einerseits oft ungewollt auf uns zu trat beziehungsweise tritt, und dem wir dennoch mit uns selbst entgegentreten m\u00fcssen, wie auch immer es uns letztendlich m\u00f6glich ist. &#8222;Mustern&#8220;, kam mir heute fr\u00fch zum ersten Mal vor wie ein stimmiges Wort f\u00fcr eine bestimmte Art von Schauen, das kann man gleichzeitig negativ und positiv sehen. Es kommt darauf an, wie man mustert: mit Interesse, mit Wohlwollen, mit Neugier auf den Anderen oder die Andere, mit Offenheit auch in Hinblick auf die M\u00f6glichkeit, hinter die Muster\/Mechanismen\/Schutzw\u00e4nde\/ usw zu schauen, oder zu einer Innensicht eingeladen zu werden, wo man dann am Feuer herumsitzen kann, und wo das Gewusste sich entspannt in eine Gelassenheit und ein Wohlbefinden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Frauen des Siebengestirnes verstecken sich vor einem Mann vom Orion). Immer wieder ist es erfreulich, wie Menschen etwas wahrnehmen und erfahren, und was sie daraus machen, und wie sie es den Anderen vermitteln. 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