{"id":5981,"date":"2018-09-03T08:14:12","date_gmt":"2018-09-03T08:14:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5981"},"modified":"2018-09-04T08:41:07","modified_gmt":"2018-09-04T08:41:07","slug":"vergessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5981","title":{"rendered":"vergessen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5982\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_090209-276x300.jpg\" alt=\"\" width=\"347\" height=\"377\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_090209-276x300.jpg 276w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_090209-768x834.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_090209-943x1024.jpg 943w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_090209.jpg 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5984\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092240-170x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"378\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092240-170x300.jpg 170w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092240-768x1356.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092240-580x1024.jpg 580w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092240.jpg 1057w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5985\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180903_092956-70x300.png\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"377\" \/><\/p>\n<h5>Gut, es ist Montag, die Autobahnen sind voll, die Terminkalender auch, das Wochenende war auch voll. Da l\u00f6st sich, nur die Himmel wissen wie, und auch die nicht, eine Gestalt aus mir heraus und manifestiert sich als ein vorbeischreitendes Wesen, wilde Tiere umkr\u00e4nzen seine Befl\u00fcgelung, das Ganze in ausgerichteter Bewegung, das gro\u00dfe Schwert in der Hand und das schwer deutbare Emblem auf der Brust. Ich finde es nicht wirklich seltsam, dass das in mir gewohnt hat, nur ist es lange her, dass in den stillsten aller aufrecht gesessenen Stunden ein Schwert zu mir kam mit einer damals durchaus gedeuteten Botschaft: Do not misuse, schwerer in Deutsch zu sagen: Missbrauche es nicht. Jedem\/r\u00a0 Martial Arts K\u00e4mpferIn wird eine Zeit des Trainings geg\u00f6nnt, Bogen und Schwert brauchen langj\u00e4hrige Praxis. Hier geht es nicht um die vollendete Tat, sondern um die vollendete Nicht-Tat, die nur durch Praxis gew\u00e4hrleistet ist. In mir hat durchweg au\u00dfer dem Zug zu Klarheit und N\u00fcchternheit auch eine gewisse Trunkenheit Raum bekommen, jetzt nicht als k\u00fcnstliche Paradiese, sondern eher als mein Beitrag zum Zugest\u00e4ndnis an das Unfassbare. Warum sollte nicht fast automatisch alles, was mich mit Liebe ergriffen hat, ein Teil von mir werden. Auch mit Schrecken, auch mit Trauer, auch mit Mitgef\u00fchl. Das, was um das Wesentliche herumkreist und uns an die Bildschirme bringt, und an die Papiere, und an die Leinw\u00e4nde, und an die Instrumente, damit man im hilflosen Entwurf eine Grenze erkennt und wei\u00df, wenn auch selten: das ist zwar auch Sch\u00f6pferfreude, das muss unbedingt sein, so, als wenn man eine Wahl h\u00e4tte.\u00a0 Aber das bleibt immer Kunst, nicht nur, aber meistens. Wir vergessen auch immer wieder, dass uns jemand darauf hingewiesen hat, dass wir Menschen immer noch ein sehr geringes Etwas unseres Potentials aus uns herausgeb\u00e4ren, so als k\u00f6nnten wir ohne Geburtsvorgang erkennen, wie das Gebr\u00fctete aussieht, bevor es erscheint im Licht der Welt. Was wissen wir davon, was da alles noch lagert, das ist doch keinem verwehrt, in sich zu graben und auf die Minen zu sto\u00dfen mit den verschiedenen Edelmetallen. Und sie herausholen und mit ihnen schmieden, was man unter Sch\u00f6nheit oder Dunkelheit oder Betroffenheit undsoweiter versteht.\u00a0 Gut, es ist lange her, dass durch meine G\u00e4rten, W\u00fcsten und Seeen engelhafte Gestalten wanderten, aber warum sollten nicht auch sie mal vorbeikommen und mich an das Schwert erinnern, um das ich mich k\u00fcmmern soll. Nicht immer wei\u00df man, wie lange die Praxis dauert, und wann es den \u00dcbergang gibt zur Essenz des Vorgangs. Die Handhabung der Waffe gut genug zu kennen, um sie mit diesem Bewusstsein zu energetisieren, damit jeglicher Gebrauch davon unn\u00f6tig wird, ja, jedes Denken dar\u00fcber. Deshalb erscheinen die Formen und die Formeln, die man versteht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut, es ist Montag, die Autobahnen sind voll, die Terminkalender auch, das Wochenende war auch voll. 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