{"id":5956,"date":"2018-08-29T07:53:30","date_gmt":"2018-08-29T07:53:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5956"},"modified":"2018-08-29T16:24:21","modified_gmt":"2018-08-29T16:24:21","slug":"alien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5956","title":{"rendered":"alien"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5958\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_164243-e1535526384855-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"416\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_164243-e1535526384855-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_164243-e1535526384855-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_164243-e1535526384855-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5957\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_170254-e1535526242382-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"415\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_170254-e1535526242382-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_170254-e1535526242382-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_170254-e1535526242382-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><\/p>\n<h5>Wie gesagt, man kann sich auf verschiedene Weise als Alien betrachten, oder von Anderen als Alien wahrgenommen werden. Ich erinnere mich an eine Reise, auf der ich zum ersten Mal als Erwachsener auf einem Campingplatz \u00fcbernachtet hatte und mich mit einem gewissen Interesse wie ein Alien unter Aliens f\u00fchlte. Es geht schnell, dass man sich in einer Gruppe pudelwohl f\u00fchlen kann. Jede H\u00e4kelnadel kann zu einem Club der Gleichgesinnten werden. Auch kann es \u00fcberraschend sein, wenn man mit vorgefassten Meinungen aus irgend einem Grund mit einer Gruppe in Ber\u00fchrung kommt, dass man bestimmte Dinge, die einem selbst vertraut sind, dort anfindet. Die gut gemachten Filme \u00fcber Mafiabosse sind ja vermutlich deshalb so anziehend, weil der B\u00f6sewicht nicht nur kein Dummkopf ist (obwohl es darauf ankommt, wie man &#8222;dumm&#8220; definiert), sondern es werden die Werte des Helden bewundert sowie sein Werdegang und sein Verenden. Das war auch bei den Hells Angels so, von denen ich mal eine Gruppierung in London anl\u00e4sslich einer Living Theater Performance traf, und sp\u00e4ter nochmal auf der Tour in Amerika.\u00a0 Die f\u00fchlten sich alle wie die Helden der Gerechtigkeit, verl\u00e4sslich und vertrauensw\u00fcrdig, wenn man das Gl\u00fcck hatte, kein Feindbild darzustellen. Ich sprach eine Weile mit einem jungen Mitglied der Bande, sehr sympathisch und warmherzig, sodass man hoffen konnte, denen allen war klar, dass das nur ein Dumme-Jungen-Spiel ist, wo keiner zu Schaden kommen muss. Aber Menschen kommen zu Schaden. Da ist ja etwas passiert, was den vermeintlichen Helden treibt. Es ist der Hass, und wie fr\u00fch er ausgel\u00f6st wurde, und wie wenig Menschen damit umgehen konnten und k\u00f6nnen, sehen wir jetzt u.a in Chemnitz. Das gibt ja den Gruppen Macht, wenn alle so ohnm\u00e4chtig sind. Je mehr die Ohnmacht steigt, desto unvermeidlicher werden die Ausbr\u00fcche. Was soll man da zur\u00fcckspulen k\u00f6nnen, und \u00fcberhaupt: wohin spulen. Das sind Menschen, die vor aller Augen ihr eigenes Reich aufgebaut haben, das in ihrem selbst auferlegtem Blick gelungen ist, weil Gewalt und Waffen eine Sprache sind, die sie verstehen, und das soll nie wieder gegen sie selbst sein. Nie wird einer wirklich wissen, was in dem obdachlosen Hitler vorging, bevor die dunklen Untergrundsstr\u00f6me der bed\u00fcrftigen Massen in seine Leere gesp\u00fclt wurden. Das gibt Halt, wenn man sich wehren kann. Bei &#8222;Raumschiff Enterprise&#8220; hatten wir ja Gelegenheit, durch die Eingebungen des genialen Gene Roddenberry mit der Vielfalt des Alientums in Kontakt zu kommen. Die Begrenztheit und die Sch\u00f6nheit der Welten und ihre Eigenarten. Wer sich permanent sch\u00fctzen muss, kann nicht wirklich offen sein. Ist die eigene Welt zu wenig offen f\u00fcr andere Welten, schleichen sich Rituale ein, die zu Gesetzen werden, dann zu Kriegen. Wenn es zu weit geht, dann klingen die einfachen S\u00e4tze mit dem Wahrheitssenfk\u00f6rnchen auf einmal wie Dummheiten. Dass niemandem hier lang was geh\u00f6rt, und dass wir bei aller Freiheit abh\u00e4ngig sind voneinander, und dass es ohne Wohlwollen f\u00fcreinander\u00a0 schwer ist, auf diesem Planeten ein gutes Leben zu f\u00fchren.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie gesagt, man kann sich auf verschiedene Weise als Alien betrachten, oder von Anderen als Alien wahrgenommen werden. Ich erinnere mich an eine Reise, auf der ich zum ersten Mal als Erwachsener auf einem Campingplatz \u00fcbernachtet hatte und mich mit einem gewissen Interesse wie ein Alien unter Aliens f\u00fchlte. 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