{"id":5949,"date":"2018-08-28T07:33:31","date_gmt":"2018-08-28T07:33:31","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5949"},"modified":"2018-08-29T07:56:13","modified_gmt":"2018-08-29T07:56:13","slug":"einloesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5949","title":{"rendered":"einl\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5950\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_085258-300x293.jpg\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_085258-300x293.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_085258-768x749.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180828_085258.jpg 995w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/p>\n<h5>E i n e Sicht auf die Welt, und nicht nur als Sicht oder Gedanken, ist, dass sehr viel Leid in ihr ertragen und getragen wird. Nirgendwo scheint es mal nicht gewesen zu sein, das Leiden, \u00fcberall kommt und geht es. Und so, wie aus den Ghettos auch sch\u00f6ne Geschichten kamen und kommen, und auch aus den Booten der Fl\u00fcchtenden manches Gute zu Ohren kommen wird, so kann man sich tiefes Leid auch in besch\u00fctzten Gebieten vorstellen, wo Menschen auf andere Weise um ihr Leben und gegen den Wahnsinn des Seins k\u00e4mpfen. Das ist ja nicht leicht, so ein Leben zu verstehen. \u00dcberall greift einen das Wissensbegierige an, \u00fcberall gibt es Hindernisse, Widerst\u00e4nde, Grenz\u00fcberg\u00e4nge. Auch ist das Wissen immer beschr\u00e4nkt auf die Zeit, und es hat sich auch nicht gezeigt, dass es vor allem anwendbar ist, um Menschen zumindest das vermeidbare Leid einschr\u00e4nken zu helfen. Wissen mag Macht sein, aber Dummheit ist auch Macht, es kommt auf die Handhabung an. Ein Ei ist eben nicht wie das andere. Der langsame Anstieg der Identit\u00e4t, die wir uns von innen her architektonisch erschlossen haben (oder nicht), f\u00fchrt zu der logischen Folgerung eines Anspruchs, dem wir gerecht zu werden uns bem\u00fchen, und f\u00fcr den es keine Garantie gibt, ob das von uns Erwartete einl\u00f6sbar ist. Sieht man das Leben als einen ehrgeizigen Vorgang, der zu einem m\u00f6glichst erf\u00fcllenden Au\u00dfen f\u00fchren soll, kann es einem eine ganze Weile besser gehen als denen, die das Au\u00dfen nicht als das gegebene Ziel betrachten, obwohl es dazu geh\u00f6rt, es eventuell zu meistern. Ich finde, der Anspruch, sich selbst zu sein wird zu wenig befeuert. Man gewinnt vor allem auch \u00fcber die Politik oft den Eindruck, dass man Menschen das Sichselbstsein nicht zutrauen kann, weil die in eine Anarchie\u00a0 Losgelassenen dann nur Unfug treiben w\u00fcrden und mit Sicherheit werden. Wenn\u00a0 jedem unerm\u00fcdlich vorgeschlagen wird, wer er oder sie ist , und wo und warum, da bleibt nicht viel Raum zum Selberdenken. Es sind die Erfahrungen, die fehlen, die unter Umst\u00e4nden zu anderen Entscheidungen f\u00fchren w\u00fcrden. Hier bin ich leider im W\u00fcrden gelandet und muss wieder einen Weg herausfinden. Ich nehme das Wort &#8222;w\u00fcrden&#8220; ohne das &#8222;n&#8220;, und schwupps!, bin ich im Unantastbaren. Ob nun ein Mensch den Anspruch, den er hatte oder hat, einl\u00f6sen kann oder nicht, so ist doch seine W\u00fcrde unantastbar. Das f\u00fchrt zum selben Punkt hin. Die Angst vor der Anarchie ist ja irrelevant, denn wenn Menschen einen ungest\u00f6rten Raum zur Verf\u00fcgung haben, besinnen sie sich automatisch auf sich selbst. Die Erfahrung des Ungest\u00f6rten ist ein hohes Gut. Wenn ich selbst erschaffen kann, wof\u00fcr ich geeignet bin. Wenn der Anspruch sich auf nat\u00fcrliche Weise einl\u00f6sen und man bei sich und mit sich sein kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E i n e Sicht auf die Welt, und nicht nur als Sicht oder Gedanken, ist, dass sehr viel Leid in ihr ertragen und getragen wird. Nirgendwo scheint es mal nicht gewesen zu sein, das Leiden, \u00fcberall kommt und geht es. 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