{"id":5917,"date":"2018-08-24T08:44:20","date_gmt":"2018-08-24T08:44:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5917"},"modified":"2018-08-24T09:10:29","modified_gmt":"2018-08-24T09:10:29","slug":"melden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5917","title":{"rendered":"melden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5920\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180823_190632-209x300.png\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"385\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180823_190632-209x300.png 209w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180823_190632-768x1100.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180823_190632-715x1024.png 715w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180823_190632.png 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5922\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180824_093028.png\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"387\" \/><\/p>\n<h5>Immer kommt ja der Moment, wo man ein Bild, das man (sich) macht, zu einem Abschluss gef\u00fchrt werden muss. Dabei kann man sich beobachten, wie man manchmal die Stimmigkeit des Abschlusses erf\u00e4hrt, oder das nicht mehr Ver\u00e4nderbare akzeptieren muss, weil es sonst der Vertuschung anheim fallen w\u00fcrde. Anheim fallen, ein sch\u00f6ner Begriff. Vertuschung w\u00fcrde also in das heimliche Heim fallen, und man k\u00f6nnte nicht mehr wirklich etwas darin sehen. Wenn ich mir vorstelle, ich h\u00e4tte geplant, eine Kimono tragende Japanerin, die einer m\u00e4nnlichen Figur mit m\u00f6nchischem Kopf in Hundeshaltung einen Spiegel vorh\u00e4lt, dann w\u00e4re mir das sicherlich nicht gelungen, denn ich w\u00e4re gar nicht auf so eine Idee gekommen. Nun kann ich mich zwar fragen, was aus dem Teich meines Unbewussten alles aufsteigt, was sich nur auf diese Weise kundtun kann. so tut es sich ja nicht einfach kund, sondern ich treffe auf der erzeugten Farbfl\u00e4che gewisse Entscheidungen, die nat\u00fcrlich dazu f\u00fchren, dass auch f\u00fcr mich eine gewisse Sicht sich zeigt, die bei einem anderen zu v\u00f6llig anderen Figuren gef\u00fchrt h\u00e4tte. Nur \u00fcberquert man dabei einen sehr gro\u00dfen Raum der Vorstellungskraft, bei der u.a. archaisches Gut sich herauskristallisieren l\u00e4sst, das auch vom pers\u00f6nlichen Gut einen Abstand h\u00e4lt, ohne es verleugnen zu m\u00fcssen. So sind die Bilder f\u00fcr mich selbst eine Art freies Bilderbuch, in dessen Darstellungen ich auch jedes Mal etwas anderes sehen kann, entweder, weil ich in einem anderen Zustand bin, oder weil ich meinen Blick darauf bewusst ver\u00e4ndere. Oft verbindet sich w\u00e4hrend des Prozesses das Pers\u00f6nliche direkt mit einem Erkennen, das kann ein bedeutsames Puzzle-Teil des eigenen Bausteins sein, durchaus. Neulich wurde ich mal darauf aufmerksam gemacht, dass in meinen Bildern verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig ein kleines Kind auftaucht, auch sehr kleine Kinder, die trotz der einfach punktierten Knopfaugen mit einem alten Blick direkt aus dem Bild schauen. Das gab mir die Gelegenheit zu sagen, dass sie ja nicht zu mir kommen, sondern ich sie, das ist noch nicht so lange her, geradezu bei der leisesten Andeutung heraushole\u00a0 und in das Bild integriere. Ihr Blick fasziniert mich, die Intimit\u00e4t ihres Daseins. Hier k\u00f6nnte ich auch dazuf\u00fcgen: die Abrundung eines Teils meiner Geschichte durch die M\u00f6glichkeiten der Kunst. Kommt also hervor, ihr Gestalten, und lasst mich lesen, was in den geheimen B\u00fcchern geschrieben steht, und was zu meinem ganz pers\u00f6nlichen Buch geh\u00f6rt, und was nicht. Um wirklich zu merken, was nicht zu meinem eigenen Buch geh\u00f6rt, muss ich dranbleiben an den unz\u00e4hligen Anekdoten und sie \u00fcberpr\u00fcfen auf Wahrheitsgehalt. Da ich nicht wissen kann, wie es f\u00fcr all die anderen Anwesenden war, als ich bei ihnen war, kann ich nur herausfinden, wie es f\u00fcr mich war. Wie es sich anf\u00fchlte dort, wo einen aus irgendwelchen nimmer zu findenden Gr\u00fcnden das Schicksal hingelegt hat, an irgendwelchen wilden K\u00fcsten, wo \u00fcblicherweise Helden miteinander herumtoben und durch Abwesenheit oder fr\u00fchen Tod die Existenz ihrer Brut gef\u00e4hrden. Und was ist mit den M\u00fcttern der Helden, oder wie geht es den T\u00f6chtern der Heldinnen, oder den Kindern der Versager, oder den Enkeln der Missbraucher. Daher vielleicht der h\u00fcndische Blick in den Spiegel der Mutter, oder aber das Wittern einer Blindheit, die uns geschlagen hat wegen zu viel Wissen und zu viel Informiertwerden \u00fcber alles, was getan und angetan und gar nicht getan wird, oder schon l\u00e4ngst h\u00e4tte getan werden m\u00fcssen, h\u00e4tte man&#8217;s fr\u00fcher geahnt oder besser gewusst, oder h\u00e4tte die Zeichen deuten m\u00fcssen, nur spielten sie lange genug gar keine Rolle.Wenn es dann eine Rolle spielt, kann das Individuum aufhorchen und sich ein Bild machen von dem Verborgenem, das sich dann, aufgeweckt durch Interesse, auf die eine oder andere Weise meldet.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer kommt ja der Moment, wo man ein Bild, das man (sich) macht, zu einem Abschluss gef\u00fchrt werden muss. 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