{"id":5904,"date":"2018-08-23T08:25:02","date_gmt":"2018-08-23T08:25:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5904"},"modified":"2018-08-23T08:41:23","modified_gmt":"2018-08-23T08:41:23","slug":"due-strade","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5904","title":{"rendered":"due strade"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5913\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_182416-300x255.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"313\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_182416-300x255.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_182416-768x653.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_182416-1024x871.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_182416.jpg 1137w\" sizes=\"auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/p>\n<h5>Es klingt sicher sehr simplifiziert in den Ohren, wenn sie h\u00f6ren, dass es im Grunde nur zwei Lebenswege gibt, die man beobachten kann, wobei sich beide in nahezu unersch\u00f6pfliche Vielfalt in ihre jeweiligen Manifestationen formieren. Ich berufe mich hier gedanklich auf etwas, was mir einmal in Indien\u00a0 als eine indische Sehensweise vermittelt wurde, und zwar, dass es einerseits den Familienpfad gibt, sozusagen das Rad des Lebens in all seinen r\u00e4umlichen und h\u00e4uslichen M\u00f6glichkeiten und potentiellen Freuden, und andrerseits diejenigen, die sich aus irgend einem Grunde aus diesem Rad herausbewegt haben, oder sich dort nicht zuhause gef\u00fchlt haben, oder deren Pl\u00e4ne mit dem Familiensystem nicht harmonisiert haben. Wer wei\u00df schon, warum er\/sie was macht, und warum auf diese Weise und warum nicht anders. Es ist auch nicht so, dass diese scheinbare Trennung der Lebensarten dann notgedrungen zu streng getrennten Leben f\u00fchren musste, sondern die Ordnungen und die Einstellungen waren klar definiert. Vom Religi\u00f6sen her war und ist es dort nicht viel anders als hier. Von Nonnen und M\u00f6nchen wurde einfach nicht erwartet, dass sie Nachkommen zeugen. Als ich drei Jahre lang in einem indischen Tempel sa\u00df auf eigener Studienreise, wurde ich gerne \u00f6fters gefragt, ob ich auch z\u00f6libat\u00e4r unterwegs sei, bis ich eines Tages auf Hindi kl\u00e4ren konnte, dass, wollte ich zur Zeit M\u00e4nner verf\u00fchren, ich wohl am falschen Ort daf\u00fcr sei, und dass das wenigstens f\u00fcr mich klar w\u00e4re. Ich war da, um ein Feuer zu h\u00fcten, und es waren gerade die bestehenden Ordnungen, die es f\u00fcr mich als Frau m\u00f6glich machten, mich auf diesem Weg zu bewegen. Nicht nur in hochbezahlten Jobs, sondern auch da musste und vor allem konnte man als Frau schon dadurch mehr leisten, dass man den Job ernst nahm. Keine Kraftvergeudung, ganz im Gegenteil: unermesslicher Reichtum f\u00fcr ein paar Entbehrungen. Die Grenzen dieser beiden Richtungen verschwimmen jetzt \u00fcberall, vor allem \u00fcberall vor aller Augen, denn an jeder Ecke der Welt sind die meisten Menschen informiert dar\u00fcber, was woanders l\u00e4uft, und wie ein riesiges Maul mahlt sich der Ozean der Meinungen durch die Denkmaterie, und lehnt sich hinaus, und schreckt zur\u00fcck, und fragt sich, oder fragt sich nicht, wer er oder sie oder es ist, wie es ist und wer es bestimmt, und wer man selbst darin ist. Man kann auch beobachten, dass diese beiden Systeme, also das der Einzelstruktur und das der Familienstruktur, bis heute nur da funktioniert, wo Bewusstsein am Werke ist, denn es ist noch nie auf Vergleiche angekommen, sondern es geht unter anderem auch darum, dass jede\/r mit seiner Existenz den angemessenen Ort findet oder erschafft, wo das, was man von sich m\u00f6chte, auf Umsetzung wartet. Das Unerwartete f\u00fchlt sich immer erst einmal gef\u00e4hrlich an. Es ist immer unerwartet, wenn Grenzen bewusst ge\u00f6ffnet oder zumindest geweitet werden m\u00fcssen. Eine Sozialarbeiterin, mit der ich bei der ersten Ankunft von Fl\u00fcchtlingen in Kontakt war, fragte mal n\u00fcchtern, ob wir denn schon so weit w\u00e4ren, zum Beispiel die ganzen Afrikaner auf selbem Augenma\u00df zu betrachten wie uns selbst. Was, wenn sie alle nicht mehr gehen, oder wenn man denken m\u00f6chte, dass sie sich eh bei uns nicht wohlf\u00fchlen werden, weil sie ja die W\u00fcste brauchen, oder was jeder so an Bildern in sich tr\u00e4gt, bis man vielleicht die liebevolle Mutter mit ihrer klugen Tochter trifft, oder einfach Menschen, mit denen man gerne Kaffee trinken und herzlich lachen kann. Es ist ja nicht so, als wenn nicht alles schon da w\u00e4re: das Vielfarbige, das Erfrischende, das Verantwortungstragende den Einstellungen gegen\u00fcber und dem eigenen Verhalten.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es klingt sicher sehr simplifiziert in den Ohren, wenn sie h\u00f6ren, dass es im Grunde nur zwei Lebenswege gibt, die man beobachten kann, wobei sich beide in nahezu unersch\u00f6pfliche Vielfalt in ihre jeweiligen Manifestationen formieren. Ich berufe mich hier gedanklich auf etwas, was mir einmal in Indien\u00a0 als eine indische Sehensweise vermittelt wurde, und zwar, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5904","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5904"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5915,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5904\/revisions\/5915"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}