{"id":5897,"date":"2018-08-22T08:36:41","date_gmt":"2018-08-22T08:36:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5897"},"modified":"2018-08-23T12:56:26","modified_gmt":"2018-08-23T12:56:26","slug":"k-klappe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5897","title":{"rendered":"K.-Klappe"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5898\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180821_161836-255x300.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"355\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180821_161836-255x300.jpg 255w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180821_161836-768x902.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180821_161836-872x1024.jpg 872w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180821_161836.jpg 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5899\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_103253-154x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_103253-154x300.jpg 154w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_103253-768x1495.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_103253-526x1024.jpg 526w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180822_103253.jpg 921w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/li>\n<\/ol>\n<h5>Da ich selbst mit einem gewissen Interesse einen Artikel von Bernd Ulrich im Zeitmagazin der &#8222;Zeit&#8220; gelesen hatte \u00fcber seinen Weg vom Fleischesser \u00fcber Vegetarier hin zum Veganer, fiel mir nun ein Leserbrief dar\u00fcber ins Auge, in dem sich jemand beklagte \u00fcber &#8222;die neue Personenbetulichkeit&#8220; und lieber h\u00e4tte, dass pers\u00f6nliche Befindlichkeiten in der Zeitung au\u00dfen vor blieben\u00a0 Daf\u00fcr kann man Verst\u00e4ndnis in sich finden, wenn man die &#8222;Zeit&#8220;-lesenden Veganer jetzt einmal wegl\u00e4sst, unter denen das vermutlich ein Wohlgef\u00fchl ausgel\u00f6st hat. Nun sind die \u00dcberg\u00e4nge von dem, was als &#8222;pers\u00f6nlich&#8220; gesehen wird, oder als an Pers\u00f6nlichem mangelnd, oder z u pers\u00f6nlich bis missionierend oder \u00fcbergriffig empfunden wird undsoweiter, diese \u00dcberg\u00e4nge sind meist sehr flie\u00dfend. Doch k\u00f6nnen wir\u00a0 wirklich von dem berichten, der wir nicht sind, oder das erz\u00e4hlen, was wir nicht erlebt haben. Auch kann das, was f\u00fcr den einen wie eine Schlaftablette wirkt, f\u00fcr den anderen hochinteressant sein. Es ist ja auch eine Kunst, eigene Erfahrungen m\u00f6glichst nah und lebendig zu vermitteln, und au\u00dferdem darin noch einen Kern zu entdecken, der auch f\u00fcr andere anregend sein k\u00f6nnte. So scheinen es vor allem die Verbindungen zu sein, die ich mit einem gewissen Thema herstelle und die verbalen Bausteine, die ich benutze, die gleichzeitig meine Erfahrung beschreiben, andrerseits einen eigenen Sinn ergeben, der sich vom pers\u00f6nlichen Erleben auch wieder l\u00f6sen kann, um eine weitere gedankliche Spur zu \u00f6ffnen. Also: wann und wo und wodurch wirkt etwas pers\u00f6nlich, und kann ich \u00fcberhaupt etwas von mir geben, was nicht pers\u00f6nlich ist. Auf den Gedanken kam ich heute fr\u00fch, als ich einen Freund erwartete, den wir gebeten hatten, in einer meiner W\u00e4nde die f\u00fcnfte Katzenklappe im Haus anzubringen, also noch ein Loch in eine Wand, diesmal in die in einem meiner Zimmer, zu bohren, und ich war noch nicht sicher, ob ich das wirklich f\u00fcr sinnvoll hielt. &#8222;Seltsam&#8220;, l\u00f6ste sich ein langsamer und absurder Gedanke aus mir heraus, seltsam, dass man eines Tages in einem Haus mit f\u00fcnf Katzenklappen lebt. Wer h\u00e4tte es vermutet, wer f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Oft wird geunkt, ein Mensch k\u00f6nne sich nicht ver\u00e4ndern. Doch, kann er oder sie, doch, geht. Ist immer mit riesigen Prozessen verbunden und entweicht grunds\u00e4tzlich der Vorstellungskraft. Die Vorstellungskraft ist der Antrieb, das Ergebnis oft \u00fcberraschend. Manchmal, wenn die Anekdote abgerufen wird, erinnere ich mich an mich in New York in einer Bar sitzend an der Theke, vor mir tierisch Gehacktes mit einem rohen Ei drin und Zwiebeln und G\u00fcrkchen an der Seite, und Worcester Sauce nat\u00fcrlich, und dazu eine Blood Mary, wenn schon, denn schon, und der Leidenschaft des Rauchens fr\u00f6nend, und was nicht noch alles dazu geh\u00f6rte. Das schien so sehr ich selbst, sodass ich mir auch heute noch freundlich zul\u00e4cheln kann. Das muss ich wohl gewesen sein, wer denn sonst. Die Bewegung war wichtig. Wir waren die ersten pers\u00f6nlichen Umsetzer, die sich geistig, politisch und k\u00f6rperlich von allerlei Gesellschaftsbanden befreiten. Sehr rigoros, sehr pers\u00f6nlich. So uneingeschr\u00e4nkt, dass es wieder Grenzen brauchte. Ein Mensch, der von anderen nicht zu sehr gest\u00f6rt oder begrenzt wird, sucht sich eigene Freiheiten und Grenzen, die passen dann meistens ganz gut in die Lebensgestaltung. Manchmal, wenn ich mich morgens dem Computer n\u00e4here, um meinen Beitrag zu schreiben, bemerke ich, dass in meinen Archiven die \u00d6llampen angehen, von mir aus auch ein LED Strahler, und etwas, das sich in meinem Inneren abspielt, bereitet sich auf einen \u00f6ffentlichen Zugang vor, das ist eine Tatsache, ein Automatismus. Trotzdem gibt es Gefahren, immer gilt: Auge, sei wachsam! Was die Katzenklappe betrifft, so verstehe ich, dass alles, was man liebt, seine eigene Freiheit haben muss zu kommen und zu gehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich selbst mit einem gewissen Interesse einen Artikel von Bernd Ulrich im Zeitmagazin der &#8222;Zeit&#8220; gelesen hatte \u00fcber seinen Weg vom Fleischesser \u00fcber Vegetarier hin zum Veganer, fiel mir nun ein Leserbrief dar\u00fcber ins Auge, in dem sich jemand beklagte \u00fcber &#8222;die neue Personenbetulichkeit&#8220; und lieber h\u00e4tte, dass pers\u00f6nliche Befindlichkeiten in der Zeitung au\u00dfen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5897","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5897"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5897\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5916,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5897\/revisions\/5916"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}