{"id":5891,"date":"2018-08-21T08:02:55","date_gmt":"2018-08-21T08:02:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5891"},"modified":"2018-08-21T08:10:05","modified_gmt":"2018-08-21T08:10:05","slug":"gebaeren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5891","title":{"rendered":"geb\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5892\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180820_174257-298x300.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"369\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180820_174257-298x300.jpg 298w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180820_174257-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180820_174257-768x774.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180820_174257.jpg 988w\" sizes=\"auto, (max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/p>\n<h5>Neulich hatte ich (mal wieder) die Gelegenheit, kurz und tief ins All hinein zu danken, dass ich die Kraft hatte, in entsprechenden Situationen meines Lebens der Idee zu widerstehen, einem eigenen Kind \u00fcber meinen Leib den Eintritt in die Welt zu gew\u00e4hren. Da mein Fenster hier zum Gl\u00fcck keine Beichtkammer ist und ich dem Thema &#8222;Abtreibung&#8220; weder entkommen bin noch wollte, f\u00e4llt mir lieber das winzige M\u00e4dchen ein, dass ich vor 23 Jahren auf einer indischen Stra\u00dfe gefunden habe, mit dem ich heute, wenn ich im Westen bin, Mails austausche und Ereignisse und tiefe Verbundenheit, und die ich in Indien, wenn wir unterwegs sind zusammen, als meine Tochter vorstelle. Das Geschenk der Verbundenheit ist also auch ohne Blutsbande m\u00f6glich. Manche Frauen, haben sie mir erz\u00e4hlt, konnten den Vater ihrer Kinder erkennen, als sie den Mann trafen. Wenn man gerne staunt, kann man das auch hier tun. Hat sich etwas in der Weltgeschichte einmal eingeb\u00fcrgert, muss man, wenn man m\u00f6chte, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter einmal die Zwanghaftigkeit des &#8222;Normalen&#8220; bedenken. Normal ist, auf was sich eine Riesenmenge von Menschen geeinigt hat und nun darauf besteht, als hinge jedermanns Leben grunds\u00e4tzlich davon ab. Eine dieser schweren Erdspuren, die Menschen hinterlassen haben in ihren K\u00f6pfen, ist die Idee, dass eine Frau unter allen Umst\u00e4nden geb\u00e4ren muss, da ihr sonst das Frausein entfleucht und sie zu etwas Unnennbarem wird. Und da Frauen, zumindest in diesem Land, wenn sie allein leben und arbeiten, nicht mehr unter dem Jungfrauenfluch leiden, setzt sich die Frau langsam aber sicher als undefinierte Mitspielerin durch, mit der man rechnen muss. Leider auch f\u00fcr sich selbst oft genug noch als undefiniert, nicht, dass M\u00e4nner definierter wirken. In den weiblichen Systemen wurzeln nur andere Tr\u00e4ume, andere Abenteuer, andere \u00c4ngste. Eine Frau, w\u00fcrde ich locker meinen, bei der z.B. die &#8222;biologische Uhr&#8220; tickt, scheint mir, wenn auch als Laiin in der Sache, geeignet, Ausschau zu halten nach dem Vater ihrer Kinder. Und wenn ich die Chance habe, eine (hier passt das Wort &#8222;gut&#8220;), also eine gute Familie zu erleben, ist das ein sehr sch\u00f6nes Erleben, zumindest f\u00fcr zwei bis drei Stunden oder mal zu Besuch \u00fcber Nacht. Was mir am Herzen liegt ist, dass der Bann, den das patriarchale Denksystem auf den Geburtszwang gelegt hat, von den Frauen selbst verstanden und aufgehoben wird. Die Frau muss nicht, nur weil sie kann, ein Kind in die Welt setzen, vor allem, wenn ihr gar nicht danach ist, sondern sie eher eine andere Route vor Augen hat, auf der sie ihren Nachen durch den Gro\u00dfen Strom navigieren m\u00f6chte. Das ist sicherlich richtig, dass viele Frauen, die das Kind gar nicht wollten, dann doch noch eine ordentliche Mutter geworden sind, oder, wie mir Frauen gerne gesagt haben, das k\u00e4me ja automatisch mit dem nat\u00fcrlichen Vorgang. Schon m\u00f6glich, aber ich habe ja nichts gegen Kinder, sondern habe nur andere Priorit\u00e4ten gesetzt. Insofern habe ich mich aus dem Rad der Ahnen und der Familiengestaltung und der Gesellschaftsnormen herausbewegt und lebe und visioniere mit Anderen zusammen die neuen Wege des Zusammenseins. Hier ist der Geschlechterkampf nicht das f\u00fchrende Element. Hier sucht man nicht immer nach dem Anderen, der einen erg\u00e4nzen oder ern\u00e4hren kann. Ich erinnere mich, dass ich mich, soweit das zur\u00fcckreicht, schon immer gerne als einen Ort f\u00fchlte, an dem ich zuhause bin. Wer h\u00e4tte gedacht, wieviel unerm\u00fcdliche Arbeit es braucht, um auf das, was man zu wissen und zu sein vermutet, eine entsprechende Resonanz zu suchen und zu finden. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man, wenn man so vor sich hin l\u00e4chelt, gerne mitteilen, was man als sich selbst erlebt, bevor einem klar wird, dass die meisten Menschen genau dasselbe tun und empfinden, da es ja ihr ureigenes Leben ist. Der Wetterexperte wird bei einem poetischen Satz ertappt: &#8222;Die Wolkendecke&#8220;, sagt er, &#8222;hat die Nacht warm gehalten.&#8220;<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich hatte ich (mal wieder) die Gelegenheit, kurz und tief ins All hinein zu danken, dass ich die Kraft hatte, in entsprechenden Situationen meines Lebens der Idee zu widerstehen, einem eigenen Kind \u00fcber meinen Leib den Eintritt in die Welt zu gew\u00e4hren. 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