{"id":5842,"date":"2018-08-15T08:11:46","date_gmt":"2018-08-15T08:11:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5842"},"modified":"2018-08-17T05:47:37","modified_gmt":"2018-08-17T05:47:37","slug":"missbrauchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5842","title":{"rendered":"missbrauchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5843\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180814_191054-213x300.png\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"412\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180814_191054-213x300.png 213w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180814_191054.png 630w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5845\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_101428-300x186.png\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"207\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_101428-300x186.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_101428.png 419w\" sizes=\"auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/><\/p>\n<h5>Es w\u00fcrde mir nicht einfallen, ein Bild zum Text zu malen. Manchmal korrespondiert was, manchmal entscheide ich mich f\u00fcr einen Ausschnitt. Das muss immer auch aus sich selbst heraus leben k\u00f6nnen, muss unabh\u00e4ngig voneinander sein k\u00f6nnen. Allerdings: wenn ich es befrage, wird es mir Antwort geben, die wiederum von meinem Wortschatz oder meiner Beobachtungsgabe abh\u00e4ngt,\u00a0 insofern wird es schwerer, mich von meinem eigenen Ausdruck zu l\u00f6sen. Aber da warten ja ab und an auch\u00a0 \u00dcberraschungen auf einen. Zum Beispiel auf diesem Bild, als ich vor einigen Minuten das halbe Gesicht eines jungen Mannes entdeckt habe, das man waagrecht sehen muss, und das gleichzeitig der Oberk\u00f6rper des da sitzenden Mannes ist. (Ja?) Diese als solches jetzt gesehene Figur hat mich an einen Beitrag der Kurznachrichten erinnert heute fr\u00fch, n\u00e4mlich dass, diesmal in Amerika, wieder herauskam, dass katholische Priester \u00fcber Jahre hinweg Jugendliche und Kinder missbraucht haben, das macht \u00fcber die Jahre hin mit all den anderen Nachrichten dar\u00fcber in anderen L\u00e4ndern, das macht eine Menge Kinder und Jugendliche, die von Erwachsenen missbraucht wurden und werden. Ich kenne das pers\u00f6nlich aus unz\u00e4hligen Geschichten, die aus den mir bekannten indischen Familien kamen, auch da eine grenzenlose Ohnmacht dem ganzen Erleben gegen\u00fcber, und der zwanghafte Schutz dessen, was sich schon zu lange als fauler Kern gezeigt hat. Wenn sich das Ganze um sich herumdreht und die Ausnahmen zur akzeptierten Regel werden und alle mitspielen, weil es nur noch um die Erhaltung des Machtgef\u00fcges geht, da hebe ich gerne mutterseelenallein am Computer das innere Gl\u00f6ckchen und ergreife danach vielleicht noch den Auktionshammer und sage adieu zu den Religionen und den anderen Formationen, in denen schon lange etwas den Geist aufgegeben hat, wohl wissend, dass meine Worte keine Bremse sind f\u00fcr irgend jemanden, sondern eine klare Weiche f\u00fcr mich selbst. Ich k\u00f6nnte nachschaudern in Gedenken an alles, was ich auf meinem Wege f\u00fcr m\u00f6glich hielt, ich meine jetzt speziell die Bereitschaft, einem Gott die Z\u00fcgel meines Schicksals in seine Ungewissheit zu legen. Da gehe ich doch lieber direkt in meine eigene Ungewissheit und sehe mich dort um. Auf meinen Bildern sehe ich noch immer Geister und G\u00f6tter durch die Schwaden des Erzeugten ziehen. Mich erschreckt nicht das Unheimliche am Ungewissen, sondern mich erschreckt eher das Offensichtliche am Gewissen. Im universellen Geschehen bewegen sich Tod und Leben als derselbe\u00a0 Atemzug. Dazwischen die ganzen Ebenen in unendlicher Ausdehnung. Und zur\u00fcck zu den notwendigen Ersch\u00fctterungen, die durch die Handlungsweisen der Wesen geschehen und dem Drama H\u00f6he und Tiefe geben. Das \u00e4ndert nichts an der Tatsache, dass da drau\u00dfen eine furchterregende Dunkelzifferzahl von\u00a0 missbrauchten Kindern und Erwachsenen herumlaufen. Man staunt manchmal, dass es auf der Erde als Menschen vor allem M\u00e4nner, Frauen und Kinder gibt. Ein kleiner, \u00fcberschaubarer Baustein, m\u00f6chte man meinen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es w\u00fcrde mir nicht einfallen, ein Bild zum Text zu malen. Manchmal korrespondiert was, manchmal entscheide ich mich f\u00fcr einen Ausschnitt. 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