{"id":5752,"date":"2018-07-30T07:20:06","date_gmt":"2018-07-30T07:20:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5752"},"modified":"2018-07-30T08:06:24","modified_gmt":"2018-07-30T08:06:24","slug":"eingeben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5752","title":{"rendered":"eingeben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5753\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180729_194749-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"403\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180729_194749-213x300.jpg 213w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180729_194749-768x1084.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180729_194749-726x1024.jpg 726w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180729_194749.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/p>\n<h5>Dieses Bild k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich als eine emotionale Nachwirkung des Wortes &#8222;Blutmond&#8220; sehen, oder aber als eine Erinnerung an Kazuo Ohno, der, noch geschminkt, aus den St\u00e4ben des Jenseits zu uns her\u00fcberblickt, aber daf\u00fcr m\u00fcsste man ein Kazuo Ohno Fan sein. Oder aber k\u00f6nnte man es als Bild eines \u00dcberlebenden ostafrikanischer M\u00e4nnerrituale betrachten, undsoweiter. F\u00fcr mich steht es, und das nur heute, f\u00fcr das gespenstische Tun und Wirken der Algorithmen, die lautlos unter uns umhergehen und verstanden werden wollen, soweit Verstehen hier noch m\u00f6glich ist. Mal wieder unterwegs mit Radioinformationen, musste ich h\u00f6ren, dass man den Suchmaschinen auch nicht trauen kann. Ja, wem kann man denn dann noch trauen! Das sind doch rein technische Sch\u00f6pfungsprodukte, bei denen man den menschlichen Irrsinn wegprogrammieren kann, und zack!, hat man klare Fakten. Weit gefehlt!\u00a0 Der Moderator \u00e4u\u00dfert seine vorbereitete Frage, n\u00e4mlich dass er, als er die beiden Worte &#8222;Donald Trump&#8220; eingibt, immer der Begriff &#8222;Idiot&#8220; hervorkommt, und wie das sein k\u00f6nnte. Der Fachmann erl\u00e4utert gerne, dass es bereits Gruppen gibt, die den unfehlbar geglaubten Algorithmen ein Schnippchen schlagen, indem sie immer wieder bestimmte Begriffe so lange eingeben, bis die nur noch in diesen eingegebenen Kombinationen hervorkommen. Da kann man dann nat\u00fcrlich sehr schnell beeinflusst oder verunsichert werden, ob Donald Trump, hier als Opferbeispiel, tats\u00e4chlich ein Idiot ist, der aus Versehen in Casino-Laune um den Job gegambelt hat, oder nur ein gerissener Gesch\u00e4ftsmann mit der n\u00f6tigen Intelligenz daf\u00fcr, die offensichtlich von vielen so angehimmelt wird, dass der Thron zwar manchmal wackelt, aber nicht zusammenbricht. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man auch nicht zu denen geh\u00f6ren, die ein einziges, vernichtendes Wort f\u00fcr eine Person f\u00fcr angemessen halten. Eigentlich hielt ich es auch nicht mehr f\u00fcr angemessen, Donald Trump in meinen Beitr\u00e4gen \u00fcberhaupt zu erw\u00e4hnen, denn man muss sich auch zuhause an den Tischen von den Debatten nicht \u00fcberw\u00e4ltigen lassen, obwohl das Debattieren als ein Volkssport durchaus n\u00fctzlich sein kann. Zieht sich so eine meinungsgeschw\u00e4ngerte Gro\u00dfwolke mal \u00fcber alle L\u00e4nder hinweg, wie z.B. die MeToo Debatte, so wei\u00df man zwar, dass es n\u00f6tig war, dass viele Menschen mal etwas dazu beitragen konnten, denn wer wird schon ernsthaft genug geh\u00f6rt, um selber die Worte erfahrener Schrecken suchen und finden zu k\u00f6nnen. So wird dann gefunden, bis es ins un\u00fcberschaubare Erfinden gleitet, und verbl\u00fcffte K\u00f6pfe in den Treibsand rollen. Dann muss man warten und sehen, ob Wesentliches ber\u00fchrt wurde oder nicht. Jetzt rollt eine neue MeToo Debatte \u00fcber uns hinweg, und zwar die fahrtwindkontrollierte Integrationsdebatte, in deren Tor und Schusslinie Mesut \u00d6zil stand und steht, noch ein Name, von dem ich nicht erwartet habe, dass er nochmal bei mir auftaucht. Es ist die Zeit, wo man sich so gr\u00fcndlich wie m\u00f6glich klar machen kann, an welchem intensiven Debattenvorgang man teilnehmen m\u00f6chte und eben auch kann, denn k\u00f6nnen tut man nur, wenn man einerseits schon etwas Info gesammelt hat \u00fcber die Materie, die einen auch einigerma\u00dfen ansprechen muss, und andrerseits eigenes Denkwerk aktivieren konnte, sodass man sich auch die Algorithmenresultate vielleicht nicht vom Hals, also der eigenen Maschine, halten kann, doch aber durch waches Vorw\u00e4rtsbewegen an einigem vorbeinavigieren kann, wenn man bedenkt, wie klein ein Eish\u00fcgel im Ozean aussehen kann, w\u00e4hrend er in der wirklichen Wirklichkeit ein un\u00fcberwindbares Massiv ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Bild k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich als eine emotionale Nachwirkung des Wortes &#8222;Blutmond&#8220; sehen, oder aber als eine Erinnerung an Kazuo Ohno, der, noch geschminkt, aus den St\u00e4ben des Jenseits zu uns her\u00fcberblickt, aber daf\u00fcr m\u00fcsste man ein Kazuo Ohno Fan sein. 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