{"id":5741,"date":"2018-07-28T08:43:53","date_gmt":"2018-07-28T08:43:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5741"},"modified":"2018-07-28T12:29:05","modified_gmt":"2018-07-28T12:29:05","slug":"atma-sphaere-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5741","title":{"rendered":"Atma-Sph\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5742\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180728_093526-300x266.png\" alt=\"\" width=\"338\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180728_093526-300x266.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180728_093526-768x680.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180728_093526.png 946w\" sizes=\"auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5743\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_192417-288x300.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_192417-288x300.jpg 288w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_192417-768x800.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_192417-983x1024.jpg 983w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_192417.jpg 1029w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<h5>Heute ist ein guter Tag f\u00fcr schlichte und wirksame Kommunikationsverbindungen in alle Richtungen, denn \u00fcberall kann man m\u00fchelos ankn\u00fcpfen an ein einziges Thema mit seinen unterhaltsamen Varianten: Hast du ihn gesehen? Oder: Wo warst du, als er kam, und mit wem? Kam er da, wo du dachtest, auch hervor?, oder musstest du oder ich sich mal fragen, wo der Mond zur Zeit eigentlich aufgeht. Nicht immer breitet sich die eigene Wachheit auf alles gleichzeitig Daseiende aus, um Himmels Willen, man muss sein eigenes Schiff entlangf\u00fchren. Es war ja schwer zu \u00fcberh\u00f6ren, dass ein Blutmond naht. BLUTMOND! Schaurig sch\u00f6n rieselt&#8217;schon vorher in einem hin und her, und es passte doch sehr sch\u00f6n, dass ich mich entschieden hatte, eine Sendung des Philosophischen Radios zu h\u00f6ren und dem Moderator J\u00fcrgen Wiebicke zuzuh\u00f6ren, wie er und andere dort Anwesende und Zum-Thema-Eingeladene um die Frage &#8222;Was ist das B\u00f6se&#8220; herumdachten, und er (der Moderator) einmal die Bezugnahme zu dem &#8222;gro\u00dfen B\u00f6sen&#8220; zur\u00fcckf\u00fchrte zum Alltag, mit der einleuchtenden Begr\u00fcndung, dass im Alltag die Quellen, jetzt in meinen Worten ausgedr\u00fcckt, des &#8222;B\u00f6sen&#8220;, sollte &#8222;es&#8220; nun als solches in\u00a0 jedem Menschen angelegt existieren wie das angelegt Gute, dass die Quellen daf\u00fcr eher im Alltag des eigenen Seins zu finden sind, woraus jeder Mensch sein eigenes Leben einerseits als gegeben, andererseits als formbar erf\u00e4hrt. Wir sind dann irgendwann Richtung Wald gewandert, obwohl wir am Rande des Waldes leben, und wahrlich, es war ein bisschen wie der Film &#8222;Fahrenheit&#8220;, wo am Schluss, wenn ich mich recht erinnere, jede\/r herumwandert und ein Buch auswendig lernt. Der Wald war gut angef\u00fcllt mit Menschen, die hin-und herliefen, um ihn zu sehen. Oben am Turm war auch schon voll. Jede Bank besetzt. Sie sitzen auf der Bank, auf der wir sitzen wollten, scherzten wir ein Paar an. Der Mann erkundigte sich w\u00e4rmstens, ob wir schon lange unterwegs w\u00e4ren, dann k\u00f6nnte er gut auch eine Weile herumstehen. Es war so eine Nacht, wo man sich gut vorstellen konnte, von einer sehr langen Wanderung zu kommen und auch weiter zu wandern, von Nacht zu Nacht, in dieser milden W\u00e4rme, unterwegs ohne Angst vor Ungeheurem. Man h\u00e4tte den Mond ja auch &#8222;RoterWeinMond &#8220; nennen k\u00f6nnen, oder Johannisbeermarmeladenrotmond, aber nein! es musste &#8222;Blut-Mond&#8220; sein, wenn Tilda Swinton, verkleidet als Vampir, ihren Vampir-Geliebten trifft. Ein Schatten streicht \u00fcber das helle Licht. Wessen Schatten verdunkelt hier das Licht. Man wird gezwungen, sich dieses Umeinanderherumkreisen immer mal wieder vorzustellen, wir mittendrin im Planeten- und Sternenheer. Das Nach-oben-Schauen in einen klaren Nachthimmel hat noch keinem geschadet. Das unterscheidet auch das B\u00f6se vom Nicht-B\u00f6sen. Ein bewusst ausgerichteter Wille, einem anderen zu schaden, das haben auch die Philosophierenden im Radio als das B\u00f6se unterschieden, wobei ich nicht so weit gehen w\u00fcrde, Menschen als Tiere zu betrachten. \u00dcberall klebt veralteter Mythos. Das kann ich auch, denn siehe, ich blickte auch in die Himmelssph\u00e4ren aus nach dem Kriegsgott Mars, die schmalen H\u00e4nde bereitwillig gefaltet mit Bitte an das zust\u00e4ndige Amt, man m\u00f6ge doch die herrschenden Geister mit hohen F\u00e4higkeiten der Diplomatie befrachten, damit die Bef\u00fcrchtung, es k\u00f6nne immer nur das Dumme siegen, einen Ausgleich erf\u00e4hrt. Und dann war er auch noch rot, der Mars. Und so nah zu Saturn, da lohnt sich ein n\u00e4chtliches Verweilen schon. In Indien schlie\u00dfen w\u00e4hrend des Blutmondes und \u00fcberhaupt w\u00e4hrend einer Finsternis, ausnahmslos alle L\u00e4den und interessanterweise auch alle Tempel werden verschlossen und verriegelt. Man will dem Gott diese Verdunklung nicht zumuten. W\u00e4hrend sie an ihren Smartphones pausenlos herumhantieren, ist doch der Schauder noch zu sp\u00fcren, den so eine gebannte Stille, die mit dem Blutmond einhergeht, ausl\u00f6st. Die \u00e4lteren Generationen haben sich ins Haus zur\u00fcckgezogen, um Puja zu machen, um den Gott, der sie im Griff hat, zu bes\u00e4nftigen. Und dann: wer will schon eine Jahrhunder-Blutmond- Performance verpassen, unter anderem eine friedvolle Pause von Mesut und Donald und den Tausenden von Kindern, die weiterhin im syrischen Krieg sterben.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist ein guter Tag f\u00fcr schlichte und wirksame Kommunikationsverbindungen in alle Richtungen, denn \u00fcberall kann man m\u00fchelos ankn\u00fcpfen an ein einziges Thema mit seinen unterhaltsamen Varianten: Hast du ihn gesehen? Oder: Wo warst du, als er kam, und mit wem? 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