{"id":5731,"date":"2018-07-26T08:00:41","date_gmt":"2018-07-26T08:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5731"},"modified":"2018-07-26T08:00:41","modified_gmt":"2018-07-26T08:00:41","slug":"entsprechen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5731","title":{"rendered":"entsprechen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5732\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_173305-289x300.jpg\" alt=\"\" width=\"345\" height=\"358\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_173305-289x300.jpg 289w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_173305-768x798.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_173305-986x1024.jpg 986w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180725_173305.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/><\/p>\n<h5>Gerade habe ich beschlossen, (auf meinem gepinselten Bild) das wei\u00dfe Tier mit dem aufgerissenen Maul neben der Frau als einen Eisb\u00e4ren zu sehen. Sie war losgegangen in die klirrende K\u00e4lte des Eises, gedanklich nat\u00fcrlich mit dem Forschungsdrang, ob sich rein durch diesen Gedanken eine K\u00fchle einstellt. Wie gesagt, die Bilder, ob man sie nun erschafft oder sieht, sind immer frei zur eigenen Wahrnehmung. Jede Wahrnehmung mag eine riesige Skala an m\u00f6glichen Sichtweisen umfassen, sie w\u00e4re doch immer auch begrenzt. In gewisser Weise ist man auch gezwungen, das von einem selbst Hervorgebrachte als das Eigene zu betrachten, und mich interessiert das sehr wohl, ob ich bei der Art und Weise, wie ich an die Sache herangehe, gezwungenerma\u00dfen bei einem Bild lande, das etwas aussagt, was offensichtlich durch meinen Blick herausgeholt wurde. Was hat sich herausgeholt? Ich pers\u00f6nlich war im Laufe meiner Geschichte einmal geradezu elektrisiert, als ich von einer sehr guten Poetin das Wortgeschenk &#8222;geschichtslos&#8220; erhielt. Das Elektrische kommt, wenn man, beziehungsweise ich, wenn ich den Wahrheitsgehalt des Wortes f\u00fcr ziemlich gro\u00df halte. Es spricht mich auch an, weil ich den Gehalt dieses Wortes schon teilweise in mir getragen habe und sp\u00fcrte mit einer Gewissheit, dass es das geben muss, ja gibt, es brauchte nur noch das Wort, um in Erscheinung zu treten. Das Wort beschreibt f\u00fcr mich einen Zustand, in dem die gelebte Geschichte nicht verschwinden muss, damit sie nicht mehr da ist, nein, nur greifen die Finger der Schicksalsgeschichte nicht mehr nach mir, locken mich nicht zur Verhaftung, lassen mich meines Weges ziehen, vielleicht weil ich getan habe, was ich konnte, und jetzt steht etwas anderes an. Das Geschichtslose ist auch ein Wort f\u00fcr das Ungewisse, mit dem man lernen muss umzugehen, wenn mir klar geworden ist, dass die scheinbare Kontinuit\u00e4t des Daseins auch nur ein Trugschluss ist, und jedes Up-und Downloaden pro verstreichendem Nu die Qualit\u00e4t meines Zustandes erzeugt. Daher versteht man dann den dringlichen Aufruf zum &#8222;Here and Now&#8220;, das schon Jahrzehnte, wenn nicht Jahrtausende, die menschlichen Wesen besch\u00e4ftigt. Es geht um ein Zur\u00fcckkehren zu sich, so als w\u00e4re man auf irgendeine unheimliche Weise sich selbst gegen\u00fcber ein Fremdling geworden. Der Fremdling, der sich vor dem Fremdling f\u00fcrchtet, und mit Recht, denn wenn wir nicht bei uns sind, sind wir gef\u00e4hrlich. Es wird auch als ein Erwachen vom Schlaf beschrieben und hebelt das als harmlos Getarnte aus. Der n\u00fcchterne Blick ist ein k\u00fchler Blick. Aber es gab auch eine Warnung, im Wald keine Scherben liegen zu lassen, damit sich kein Feuer entfacht, ohne dass die Spuren der Verursacher verfolgt werden k\u00f6nnen. Und seit ich in meinen gepinselten Bildern die Archive der Geschichte(n) zugelassen habe, freue ich mich dar\u00fcber, wie sehr sie einem Teil in mir entsprechen, dem keine Worte zug\u00e4ngig sind. Sie geh\u00f6ren zu Welt der Bilderb\u00fccher. Auch braucht nicht jedes Bild einen textlichen Zugang, damit auch das Unpers\u00f6nliche seinen entsprechenden Raum erh\u00e4lt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade habe ich beschlossen, (auf meinem gepinselten Bild) das wei\u00dfe Tier mit dem aufgerissenen Maul neben der Frau als einen Eisb\u00e4ren zu sehen. Sie war losgegangen in die klirrende K\u00e4lte des Eises, gedanklich nat\u00fcrlich mit dem Forschungsdrang, ob sich rein durch diesen Gedanken eine K\u00fchle einstellt. 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