{"id":5710,"date":"2018-07-20T08:05:58","date_gmt":"2018-07-20T08:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5710"},"modified":"2018-07-20T08:11:32","modified_gmt":"2018-07-20T08:11:32","slug":"kloss","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5710","title":{"rendered":"Klo\u00df"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5696\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_092958-300x252.png\" alt=\"\" width=\"371\" height=\"312\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_092958-300x252.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_092958-768x645.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_092958-1024x861.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_092958.png 1071w\" sizes=\"auto, (max-width: 371px) 100vw, 371px\" \/><\/p>\n<h5>Manchmal frage ich mich, was ich auf meinen Bildern sehe und bin erfreut, wenn ich mal dies, mal jenes sehen kann. Mal humorvoll, mal unheimlich k\u00f6nnen die erzeugten Formen aussehen f\u00fcr die Augen, die sich darin \u00fcben, von jeder Frucht auch noch den Kern zu belichten. Dieses Bild hat mich schon mal durch seine entbl\u00f6\u00dfte Verwundbarkeit ber\u00fchrt, die embryonale Haltung, dann aber auch ein Erwachsenenschreck. Es hat etwas Tierhaftes an sich, und man sp\u00fcrt einen \u00dcberlebenswillen, der sich aus der eihaften Form zu melden beginnt. Und was auch immer einem noch einfallen k\u00f6nnte. Gerade w\u00fcrde ich das Gebilde als einen &#8222;Schicksalsklo\u00df&#8220; bezeichnen, von dem man nicht wei\u00df, was daraus entsteht. Deswegen sind wahrscheinlich Biografien so beliebt, weil man dort eine zusammenh\u00e4ngende Geschichte erz\u00e4hlt bekommt, die einen beruhigen kann durch ihren kontinuierlichen Flow, der dort auf manchmal auch kunstvolle Weise entwickelt wird jenseits des Realit\u00e4tsanspruchs aller Vorkommnisse.Was aus dem Ei tritt, ist nicht vorhersehbar. Nur der oder die von diesem Ei Entworfene in seinen Grundstrukturen kann zusehends erfahren und erleben, was innere Einstellungen nach au\u00dfen hin manifestieren. Bin ich (geworden), f\u00fcr wen ich mich halte. Und halte ich mich \u00fcberhaupt f\u00fcr jemanden, und wenn, f\u00fcr wen? Ich f\u00fchle mich nicht (immer) verpflichtet, meine Fragen zu beantworten, finde aber Fragen oft anregend, so als k\u00e4me etwas dadurch in Bewegung, was ja h\u00e4ufig als Lebenserhaltungselixier gesehen wird, also, dass wir in Bewegung sind und bleiben. An welchem Punkt in der Besch\u00e4ftigung des Identit\u00e4tsaufbaus ein Mensch das Gef\u00fchl erkennt, sich selbst zu sein oder zumindest daf\u00fcr empf\u00e4nglich wird, oder nur die vorhandenen Antriebe zu seiner Ichwerdung benutzt, kann man nur selbst verstehen. Es geht nicht um einen Leistungssport, sondern vielleicht eher um eine Anlage, die zu Konsequenzen f\u00fchrt wie alle Anlagen, die in den Eiern lagern. Menschsein als Sport stelle ich mir sehr erm\u00fcdend vor, immer auf Achse und den Berg hinauf und hinunter, ohne darauf achten zu d\u00fcrfen, wie ersch\u00f6pfend das alles sein kann, wenn der Preis nicht stimmt. Den dramatischen Vorgang des Weltenepos k\u00f6nnen wir auch als eine Geschichte erz\u00e4hlen, in der alles seinen Preis hat. Man bezahlt ununterbrochen f\u00fcr das Erw\u00fcnschte und das Errungene. Da darf es kein Zittern geben, sonst verliert man den Faden. Die wesentliche Frage heute ist, ob es einen Ort gibt auf der Erde, wo das Preislose vorherrscht. Manchmal denken wir ja, verborgene St\u00e4mme w\u00e4ren noch im Besitz des Preislosen, bevor man anf\u00e4ngt, sie zu st\u00f6ren.Und dann m\u00fcsste man, um es zu erkennen, das Preislose selbst kennen undsoweiter. Sollte das Preislose nur im Inneren eines Menschen stattfinden k\u00f6nnen, da es nur da vom Handel gesch\u00fctzt ist, wird der Deal auch nur hier mit sich selbst m\u00f6glich. Ob es nun die Auswirkung der Substanz meines Schicksalsklo\u00dfes auf die Matrix ist, oder ob ich an meiner Gestaltungsf\u00e4higkeit Freude empfinde, bleibt uns beiden im Innern \u00fcberlassen. Es h\u00e4ngt zweifellos von der Qualit\u00e4t dieses Dialoges ab, durch wen in uns und wie das Besprochene nach au\u00dfen in die Welt kommt.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal frage ich mich, was ich auf meinen Bildern sehe und bin erfreut, wenn ich mal dies, mal jenes sehen kann. Mal humorvoll, mal unheimlich k\u00f6nnen die erzeugten Formen aussehen f\u00fcr die Augen, die sich darin \u00fcben, von jeder Frucht auch noch den Kern zu belichten. 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