{"id":5704,"date":"2018-07-21T06:07:21","date_gmt":"2018-07-21T06:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5704"},"modified":"2018-07-21T06:07:21","modified_gmt":"2018-07-21T06:07:21","slug":"samedi","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5704","title":{"rendered":"Samedi*"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5705\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_172538-176x300.png\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"519\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_172538-176x300.png 176w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_172538-768x1311.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_172538-600x1024.png 600w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_172538.png 1050w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><br \/>\nSamedi -: Samstag<\/p>\n<h5>Vor ein paar Tagen hatte ich den k\u00fchnen Einfall, eine Mutter zu pinseln. Nicht unbedingt meine Mutter, bewahre, wo w\u00fcrde ich beginnen, nein!, eine Mutter, die aus irgendeinem schwer definierbaren Grund jedermanns Mutter sein k\u00f6nnte. Nach einigen Strichen wusste ich, dass ich weiter nicht komme. Jeder festere Zug w\u00fcrde einschr\u00e4nkende Aussagen machen, und ich geh\u00f6re nicht zu den wundersamen K\u00fcnstlern, die lebende Menschen naturgetreu abmalen k\u00f6nnen, sodass man die Haarstr\u00e4hnen an den Schl\u00e4fen sp\u00fcrt. Ich habe also kurzerhand beschlossen, (schlie\u00dflich ist Samstag, die H\u00e4lfte der Landesmenschen liegt oder spielt\u00a0 an den Str\u00e4nden Europas, die anderen sind beim Einkaufen, vor allem Getr\u00e4nke, damit keiner verdurstet), dass also wenn man ein bisschen Zeit hat, ruhig auch w\u00e4hrend der Eink\u00e4ufe,\u00a0 man samstags ruhig mal an seine oder ihre Mutter denken kann. Wie sah oder sieht sie \u00fcberhaupt aus? Welche Wirkung hat dieses bedeutsame Ph\u00e4nomen heute auf mich, mit seinen photoartigen Erinnerungen, obwohl ich sagen muss, dass es mir erstaunlich leicht fiel, die Alben loszulassen, nicht, ohne drei oder vier Bilder herauszul\u00f6sen, die nun wiederum in einem anderen bedeutungsschwangeren K\u00e4stchen herumliegen. In allen Anekdoten, die zu meiner pers\u00f6nlichen Geschichte geh\u00f6ren, ist der Wahrheitsgehalt fragw\u00fcrdig. Meines Erachtens geht es u.a um zwei n\u00fcchterne Betrachtungen: einerseits der Raum, in dem ich ein Kind sein konnte, das befriedigende Grundbed\u00fcrfnisse in sich entwickeln und mit sich\u00a0 tragen konnte, und andrerseits um die M\u00f6glichkeit, ein reifer Mensch zu werden, der sich in geistiger und k\u00f6rperlicher Unabh\u00e4ngigkeit von der Mutter bewegen kann. H\u00e4tten wir wie einige Hindus so fr\u00fch gelernt, uns morgens beim Aufstehen bei der Erde und dann bei den Eltern f\u00fcr unseren Aufenthalt auf ihr und durch sie zu bedanken, w\u00e4re vielleicht einiges anders verlaufen. Aber dann wird dort aus vollkommen verschiedenen Gr\u00fcnden vielen (weiblichen) Ungeborenen der Aufenthalt verwehrt und verhindert, die Gr\u00fcnde sind nicht einleuchtender. Nur die \u00dcberlebenden sp\u00fcren, ob jemand sich freute auf ihre Ankunft, oder nicht. Dann irgendwann macht es auch keinen so gro\u00dfen Unterschied mehr. Viele von uns sind gute K\u00fcnstlerInnen und PhilosophInnen etc geworden, und die indischen R\u00e4ume waren f\u00fcr einige von uns ein hilfreicher Landeplatz (Auffanglager). Das Vaterland eine Weile zu verlassen, bis die V\u00e4ter wieder zu sich kommen, hat der Tochter auch nicht geschadet, auch nicht der lange Aufenthalt im Mutterland. Ich pers\u00f6nlich habe den unpers\u00f6nlichen Titel der Mutterschaft erworben (ma), beziehungsweise: man hat ihn mir geschenkt, als man mir zugetraut hatte, die Bedingungen zu erf\u00fcllen, die daran gebunden waren. (Kinderlosigkeit und einigerma\u00dfene Verf\u00fchrungsgefeitheit). Wir bedanken uns also bei der Erde, auf der wir auftreten durften und noch immer auftreten, und dass sie uns, beziehungsweise mich, trotz allem hat leben lassen, und es ging, das muss auch mal gesagt werden, alles doch ziemlich gut. Seit man die Aufgaben richtig begriff, ging es wesentlich leichter. Der Tag f\u00e4ngt ja immer erst an.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samedi -: Samstag Vor ein paar Tagen hatte ich den k\u00fchnen Einfall, eine Mutter zu pinseln. Nicht unbedingt meine Mutter, bewahre, wo w\u00fcrde ich beginnen, nein!, eine Mutter, die aus irgendeinem schwer definierbaren Grund jedermanns Mutter sein k\u00f6nnte. 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