{"id":5694,"date":"2018-07-19T09:09:50","date_gmt":"2018-07-19T09:09:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5694"},"modified":"2018-07-19T11:22:49","modified_gmt":"2018-07-19T11:22:49","slug":"treu","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5694","title":{"rendered":"treu"},"content":{"rendered":"<div class=\"irc_mimg irc_hic\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5695\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_093529-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"435\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_093529-202x300.jpg 202w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_093529-768x1142.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_093529-689x1024.jpg 689w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180719_093529.jpg 1009w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<h5>Dieses kleine, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unscheinbare Bildchen auf Zeitungspapier (mit einer kleinen Pfauenfeder aus der Krone eines Pfauenhauptes) muss ich mal herausgenommen und gerahmt haben, als ich meine Zeit in Indien in Tempeln verbrachte, und es grenzt an diese Art kleiner Wunder, mit denen man in bestimmten Momenten zutiefst verbunden sein kann, dass es immer noch bei mir ist und jetzt bei einem schwarzen Kubus steht, in dem ich Bilder oder Nachrichten von oder \u00fcber die Toten aufbewahre, die in meiner Zeit gestorben sind und mir etwas bedeutet haben. Eine Figur der Katzeng\u00f6ttin von Bastet ist auch da. Niemals hatte ich den Mut oder auch nur den Gedanken, meine tiefe Verbundenheit mit dem, was \u00c4gypten f\u00fcr mich pers\u00f6nlich einmal bedeutet hat, in Worte zu fassen, weil es sie auch gar nicht wirklich gibt. Auch komme ich aus einer Zeit, wo jeder mal das \u00e4gyptische Auge getragen und die jeweilige Resonanz, die es in uns hervorgebracht, in eine Verbundenheit gebracht hat, die nicht mehr \u00fcberpr\u00fcfbar war. Mit Indien war es nicht anders. Interessanterweise erinnere ich mich, dass ich bei meiner Ankunft dort in der W\u00fcste das Gef\u00fchl hatte, endlich in der \u00e4gyptischen Kultur angekommen zu sein. Viele der uralten Symbole kamen ganz offensichtlich aus derselben Quelle. Dann nat\u00fcrlich die W\u00fcste und die dadurch ausgebr\u00fcteten Elemente eines Lebens, von dem dann Filmemacher und Forscher einerseits ganz viel zu wissen vorgaben, dann aber das Ahnenswerte vielleicht viel mehr Realit\u00e4t enthielt\u00a0 als das scheinbar Erwiesene.Werde ich nun manchmal auf die eine oder andere Weise daran erinnert, was ich einst mal f\u00fcr real hielt, stelle ich fest, dass ich dasselbe teilweise heute noch so empfinde, allerdings durchgeschleust durch meine eigene Erfahrung. Dass es in einer Kultur, die bis heute so ein tiefes Schweigen vermittelt wie die \u00e4gyptische, das Wort als etwas gehandhabt wurde, das die Aufgabe eines bestimmten Menschen darstellte, der damit beauftragt war, durch Sprache zu manifestieren, zeigt bis heute immer noch auf diesselbe Realit\u00e4t hin. Habe ich die Worte nicht, kann ich kein Sein erzeugen, das mir entspricht. In Indien gibt es noch eine \u00fcbriggebliebene Kollektivsprache, der sich jeder bedient bis in die sogenannten h\u00f6chsten oder tiefsten geistigen Ebenen hinein, wobei es sich zeigt, dass hier der Gehalt verloren ging, der Gehalt und der Halt, der damit verbunden war. Es macht seinen eigenen Sinn, dass alle mal nach Herzenslust liken und nicht liken k\u00f6nnen. Alles Manifestierte ist ein Resultat dieser Geschmacksrichtungen. Das \u00e4ndert nichts an den Tatsachen. Wenn ich f\u00fcr mich die gewagte M\u00f6glichkeit in Erw\u00e4gung ziehe, nicht nur mich den Wirkungen des Quantensprungs in eine relativ entst\u00f6rte Ich-Befindlichkeit gedanklich zu widmen, sondern mich tats\u00e4chlich in dem Raum des Ungewissen aufhalten lerne, muss ich in meinem System einige Weichen stellen bzw. gestellt haben, die darauf hinweisen, dass ich ger\u00fcstet bin f\u00fcr den Sprung und seine Folgen. Einmal war ich so ersch\u00fcttert von mir, dass ich zum Sterben bereit war, kein Suizidgedanke, nein, nur ein vollkommenes Zugest\u00e4ndnis an das Aufh\u00f6ren aller eigenen Kontroll-Impulse. Es ist nicht nur einmal geschehen, dass ich gerade dann ein bestimmtes Aufgefangensein in einem geradezu als golden empfundenen Licht erlebt habe, das nur durch meine \u00dcberschattungen bzw \u00dcber-oder Untersch\u00e4tzungen verdeckt gewesen war. Da entsteht in meiner Erfahrung dann etwas, was ich &#8222;nat\u00fcrlich&#8220; nennen w\u00fcrde. Es kann auch mit dem inneren Zustand der Liebe zu tun haben, wenn ihr keinerlei menschliches Verm\u00f6gen mehr abgerungen werden muss, sondern durch die Erkenntnis eines immerw\u00e4hrenden kosmischen Zustandes man in die Verfassung einer unendlichen Dankbarkeit ger\u00e4t, gegen die man sich nicht mehr wehren kann und muss. Dann beginnt das Spiel selbst, sich zu zeigen, denn durch die eigene Entst\u00f6rung entst\u00f6rt man auch auf beiden Seiten das Bild des Anderen. \u00c4gyptische Weisheit: Die Spitze der Pyramide ist (wie das Nadel\u00f6hr) so eng, dass immer nur einer jeweils durchkommt. Dann geht&#8217;s weiter.<\/h5>\n<div class=\"irc_mimg irc_hic\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses kleine, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unscheinbare Bildchen auf Zeitungspapier (mit einer kleinen Pfauenfeder aus der Krone eines Pfauenhauptes) muss ich mal herausgenommen und gerahmt haben, als ich meine Zeit in Indien in Tempeln verbrachte, und es grenzt an diese Art kleiner Wunder, mit denen man in bestimmten Momenten zutiefst verbunden sein kann, dass es immer noch bei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5694","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5694"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5703,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5694\/revisions\/5703"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}