{"id":5681,"date":"2018-07-18T08:08:04","date_gmt":"2018-07-18T08:08:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5681"},"modified":"2018-07-18T10:54:30","modified_gmt":"2018-07-18T10:54:30","slug":"sonnig-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5681","title":{"rendered":"sonnig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5682\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_085826-251x300.png\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_085826-251x300.png 251w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_085826.png 687w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5689\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_123929-160x300.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_123929-160x300.jpg 160w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180718_123929.jpg 489w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/p>\n<h5>Schon ertappt man sich, von diesem Sommer zu sprechen, als h\u00e4tten wir ihn schon hinter uns, den Erstaunlichen, den Wiedererkannten, den Sommer, in dem der Zweifel sich l\u00f6st, dass er gleich wieder vorbei ist. Nein, er dehnt sich lange genug, um sich darin vorzufinden, und nun kann man erfahren, was so in einem hervorgebracht wird durch die stetige W\u00e4rme, die dann leicht in Hitze \u00fcbergeht. Schon tauchen am anderen Ende der Achse die Schattenseiten auf. Nicht jede\/r hat einen Garten, nicht jede\/r liebt Hitze. In Zimmern staut sich die zu hei\u00dfe Luft. Es ist allerdings einfach, das Toscana-feeling zu erschaffen mit den heruntergelassenen Roll\u00e4den, hinter denen das Ged\u00e4mpfte seine Formen annimmt. Auch freut man sich im Vor\u00fcbergehen \u00fcber die Erfolge der Eisverk\u00e4ufer, macht eigenes Eis zuhause aus gefrorenen Bananen. Wenn ich nach Indien fliege, denken viele, ich fahre in den Sommer. Aber nein, es ist Winter, und N\u00e4chte und Morgende k\u00f6nnen sehr kalt sein. Aber die Sonne scheint, das ist das Wohltuende. Der Drang nach dem Drau\u00dfen mehrt sich, das sich ins Weite dehnende. Manchmal kommt es einem albern vor, dass man ein Buch liest, w\u00e4hrend der Sommer tobt. Endlich wird mal ganz vieles sichtbar. Auch vieles vom irrt\u00fcmlichen Denken, dass der Sommer Nat\u00fcrliches hervorlockt. Jede Entbl\u00f6\u00dfung ist nicht automatisch nat\u00fcrlich und dadurch gef\u00e4llig.\u00a0 Auf der anderen Seite stelle ich mir einen Sommer mit Burka auch nicht leichter vor. Auch die meisten Inderinnen, die ich kenne, achten penibel darauf, dass sie nicht z u vielem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Direkt im Sonnenlicht sitzen ist eh nur im Winter m\u00f6glich. Im Sommer bleibt, wer immer kann, im Haus. Hier\u00a0 im Westen werden vor den Sommerferien B\u00fccher vorgestellt, die irgend jemand f\u00fcr den sommerlichen Lesebedarf der Menschen geeignet findet. Das sind meistens Krimis, die nun die von der t\u00e4glichen Arbeit Entlassenen und Entlasteten bei der langweiligsten aller Handlungen, der Ferienpflichtbr\u00e4unung, vom einbrechenden Ferienschlummer weghieven sollen. Es wird informiert, dass man sich bei der Hitze nur auf Leichtes konzentrieren kann. Ein Kommissar, eine Leiche, jemand, der es war, Tatort Strand. Ob man nun zuhause bleibt oder an fremden K\u00fcsten herumliegt, man kann sich nicht entkommen. Im Gegenteil, man kann sich begegnen. Nachbarn laufen mehr herum, alle pfl\u00fccken von den Himbeerstr\u00e4uchern, freuen sich zur Abwechslung mal, dass der Hund hinaus muss, denn drau\u00dfen ist es sch\u00f6n. Im Wald denkt man an M\u00e4rchen. Es war einmal ein Sommer, der war wie ein richtiger Sommer. Man hatte die Sommersachen an, musste st\u00e4ndig \u00fcberlegen, was man denn nun wieder anzieht, was leicht genug ist, um sich damit komfortabel zu bewegen. In Indien am See beneide ich manchmal einen Nu lang die M\u00e4nner, die bei ansteigender Hitze fr\u00f6hlich lachend in den See pflatschen. Es gibt auch badende Frauen, im Sari, voll bekleidet. Doch an einigen indischen Meeresstr\u00e4nden hat sich die aus dem Westen importierte Nacktheit etabliert, und viele profitieren von den Ausw\u00fcchsen des Enthemmten. Als endlich wieder Sommer war f\u00fcr die Kinder der Nacht, deren bleiche Haut so sonnenlos wurde durch die genetischen Zerst\u00f6rungen hindurch. Es kann auch sein, dass sich ein Gleichgewicht herstellt. Es sieht manchmal schlimm aus, denn auch im Sommer werden Menschen nicht automatisch besser. Aber vielleicht gleicht sich nur etwas aus, ver\u00e4ndert sich, weil es muss. Auch der hohe Blutdruck herrscht \u00fcberall. Die Beunruhigung, ob man f\u00fcr das Daseinende gesundheitlich fit ist. Der Sommer l\u00e4sst auch so etwas Fl\u00fcchtiges wie die Mode der Smoothies einen Moment lang als dauerhaft erscheinen, wie so vieles, was konsumiert bzw reflektiert wird.. Einer der Hochgen\u00fcsse des Sommers ist der Schatten. Die Bilder, die durch das Licht entstehen, der unbeschreibliche Freiraum der Tiere. Sommer &#8211; langer Gedankenstrich, empfangenes Recht auf Gr\u00fcn&#8230;.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon ertappt man sich, von diesem Sommer zu sprechen, als h\u00e4tten wir ihn schon hinter uns, den Erstaunlichen, den Wiedererkannten, den Sommer, in dem der Zweifel sich l\u00f6st, dass er gleich wieder vorbei ist. 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