{"id":4962,"date":"2018-03-31T09:16:11","date_gmt":"2018-03-31T09:16:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4962"},"modified":"2018-04-02T09:18:17","modified_gmt":"2018-04-02T09:18:17","slug":"ei-ei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4962","title":{"rendered":"Ei-ei"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4964\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110611-300x174.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"174\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110611-300x174.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110611-768x447.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110611-1024x596.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110611.jpg 1771w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4963\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_101749-284x300.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"315\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_101749-284x300.jpg 284w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_101749-768x812.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_101749.jpg 813w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4965\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110715-300x171.jpg\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110715-300x171.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110715-768x437.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110715-1024x583.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180331_110715.jpg 1720w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><\/h5>\n<h5>Wenn man samstags zwischen Karfreitag und Ostersonntag aus irgendwelchen karmisch g\u00fcnstigen Gr\u00fcnden nichts einkaufen muss, weil man zB wie ich noch in der Ost\/West Schleife nachwandert im unterst\u00fctzenden Freundeskreis, kann man sich trotzdem mit aktuell praktischen Dingen besch\u00e4ftigen wie zum Beispiel die sich als logisch darbietende Frage nach dem &#8222;Ei&#8220;. Ich habe von einem Supermarkt-Ei-Provider geh\u00f6rt, der auch sonst im Jahr Eier produzieren l\u00e4sst, die dann eingef\u00e4rbt werden von extra daf\u00fcr ausget\u00fcftelten Maschinen, die\u00a0 in der Osterzeit allerdingst 40 000 Eier pro Stunde durchf\u00e4rben. Es sind so viele Eier, dass die Mitarbeiter sich zuhause abmelden, weil sie nur noch Zeit f\u00fcr die Eier haben. Wann habe ich eigentlich aufgeh\u00f6rt, Eier zu essen? Es gab mal einen Zeitstreifen in meinem Leben in der ersten Phase einer Beziehung mit einem New Yorker Mann, da habe ich oft in irgendeinem Drau\u00dfen Steak Tartare bestellt mit dem \u00fcblichen rohen Hackfleisch und den rohen Eiern drin und ein paar Alibi-G\u00fcrkchen an der Seite, und dazu ein Glas Bloody Mary, gepfeffert und gesalzen. Versucht man zuweilen zu verstehen, wer man einmal zu einer bestimmten Zeit gewesen sein k\u00f6nnte, trifft man konsequenterweise auf das Ei-Prinzip. Irgendwann tr\u00e4ufelte das Vegetarische herein, bei vegetarischen Ei-Essern gab es den Unterschied zwischen befruchtet und unbefruchtet. In der Meditationspraxis dann war Eieressen gleichzusetzen mit krimineller Handlung, von Fleisch und Alkohol ganz zu schweigen, obwohl es auch auf den sogenannten linken Pfaden enorme Ausw\u00fcchse gab und gibt. Das kommt ja ganz darauf an, wie man das Ei sieht. Und auch, wie man &#8222;Ei&#8220; h\u00f6rt. Man kann es als &#8222;Ai&#8220;, also &#8222;Liebe&#8220;, h\u00f6ren, als &#8222;Eye&#8220;, also Auge, als &#8222;I, das Ich, als Kommandobest\u00e4tigung mit &#8222;aye aye Sir&#8220; h\u00f6ren und so fort. Die Eiform erhebt absoluten Anspruch als geistiges Kernsymbol, sozusagen die letzte und erste wahrnehmbare Form des Individuums von sich selbst, und nat\u00fcrlich als Urgrund der Menschengeburt. Was das Ei an Ostern macht, wusste ich lange nicht, da es so eng verb\u00fcndelt schien mit dem Kreuzweg, so wie in Indien die festlichen Dinge immer verb\u00fcndelt miteinander scheinen, in Wirklichkeit aber erst am entsprechenden Tag ihre separate Klarheit erreichen. Wer wei\u00df schon, wie das alles geht? Soll man Nester basteln, wenn man keine Eier isst, oder hoffen, dass jemand sich erinnert, wie gern man diese zuckers\u00fc\u00dfen Halbeier aus dem Supermarkt schon immer gegessen hat, wo es einem nichts ausmacht, wenn einem nach dem f\u00fcnften erwartungsgem\u00e4\u00df schlecht wird? Es ist ja nach diesem gruseligen Marsch auf das Kreuz zu, den der Papst in Rom mit tausenden von sogenannten Gl\u00e4ubigen\u00a0 j\u00e4hrlich nachpilgert, geradezu eine geistige Erholung, mit Eiern bzw Eiergedanken\u00a0 besch\u00e4ftigt zu sein. Ein Satz, der mir mal zu Eiern einfiel, war, dass kein Ei ist wie das andere. Das \u00fcberrascht auch heute noch, muss man bei Eiern doch eine erh\u00f6hte Wahrnehmung einsetzen, um die Unterschiede zu erkennen. Denen, die daran in den Ostertagen interessiert sind, hilft dann eben auch die unterschiedliche Farbgebung,<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wenn man samstags zwischen Karfreitag und Ostersonntag aus irgendwelchen karmisch g\u00fcnstigen Gr\u00fcnden nichts einkaufen muss, weil man zB wie ich noch in der Ost\/West Schleife nachwandert im unterst\u00fctzenden Freundeskreis, kann man sich trotzdem mit aktuell praktischen Dingen besch\u00e4ftigen wie zum Beispiel die sich als logisch darbietende Frage nach dem &#8222;Ei&#8220;. 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