{"id":4953,"date":"2018-03-29T08:32:38","date_gmt":"2018-03-29T08:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4953"},"modified":"2018-03-29T08:37:32","modified_gmt":"2018-03-29T08:37:32","slug":"mitbringen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4953","title":{"rendered":"mitbringen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4954\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180329_0933451-242x300.png\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180329_0933451-242x300.png 242w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180329_0933451-768x952.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180329_0933451-826x1024.png 826w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180329_0933451.png 1074w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/p>\n<h5>Das Mitbringen ist auch eine Kunst. Was bring&#8216; ich hin, was bring&#8216; ich her. Als die Ufer am See des indischen Dorfes noch voll waren von f\u00fcr indische Wahrnehmung gesch\u00e4digten Gottheiten, die f\u00fcr sie jeden Wert verloren hatten, fand ich so sch\u00f6ne K\u00f6pfe und H\u00e4nde und in Stein gehauene Profile, und F\u00fc\u00dfe in Marmor gemei\u00dfelt usw., das hat Mitbringungsfreude erschaffen. Wir aus dem Westen sind ja nicht so empfindlich mit besch\u00e4digten Statuen, vielleicht, weil wir die Vollkommenheit nicht wirklich f\u00fcr m\u00f6glich halten. Auch die indischen Gottheiten sind ja oft nicht vollkommen, man erwartet aber von ihnen die entsprechenden Tugenden nachvollziehbarer Handhabung, wof\u00fcr es ihrer Vorstellung entsprechend unbesch\u00e4digte K\u00f6rper braucht. Ungern schaue ich in L\u00e4den nach etwas, was ein Mitbringsel werden k\u00f6nnte. So ein kleines T\u00e4schchen z.B. wie oben im Bild in den Farben Schwarz\/Rot\/Gold, aber dann muss ja auch was hinein. Es ist einfacher, ausgesprochene W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen, als sich Mitbringsel auszudenken. Auch handgemachte R\u00e4ucherst\u00e4bchen sind nicht jedermanns Geschmack, man verliert ja selber den Geschmack f\u00fcr manche Dinge. Auf beiden Seiten gibt es Rosen\u00f6l, Rosenmarmelade, Rosenwasser. Viele Dinge wie Gelbwurz und Chilli sind im Bioladen in weitaus besserer Qualit\u00e4t zu finden, und wer w\u00fcrde schon die deutsche Rose von der indischen unterscheiden k\u00f6nnen? Vielleicht ist es auch die \u00dcberm\u00fcdung des \u00fcberall Findbaren. Was habe ich nicht alles hin-und hergetragen, von den Gew\u00fcrzen bis zum Stofftier. Was wir an Materielosem aus anderen Kulturen oder einfach aus unseren Leben jeweils mitbringen\u00a0 ist auch nicht so sichtbar, und man muss selbst schauen, wie man sich mitgebracht hat. Mal war man Br\u00fcckenbauerin, mal war man ersp\u00fcrte Synthese, mal war man erschreckt von sich selbst, alles war wieder mal anders, als man dachte. Und doch hat man immer was mitgebracht, und das Mitgebrachte auch in Anderen gefunden. So schenkt man und wird auch beschenkt.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mitbringen ist auch eine Kunst. Was bring&#8216; ich hin, was bring&#8216; ich her. 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