{"id":4946,"date":"2018-03-28T08:55:39","date_gmt":"2018-03-28T08:55:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4946"},"modified":"2018-03-28T09:01:10","modified_gmt":"2018-03-28T09:01:10","slug":"antreffen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4946","title":{"rendered":"antreffen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4947\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092436-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092436-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092436-768x1361.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092436-578x1024.jpg 578w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092436.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4948\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092537-93x300.jpg\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092537-93x300.jpg 93w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092537-319x1024.jpg 319w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_092537.jpg 596w\" sizes=\"auto, (max-width: 93px) 100vw, 93px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4949\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_0953431-170x300.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_0953431-170x300.jpg 170w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_0953431-768x1354.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_0953431-581x1024.jpg 581w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180328_0953431.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/p>\n<h5>Das erste Bild oben ist das letzte, das ich in Indien gemacht habe, es war ein aus Versehen geklicktes, das mir sofort gefallen hat, so ein Hauch von Rad, das sich weiterdreht. Das zweite Bild zeigt ein paar Schneegl\u00f6ckchen im Gras. Immerhin, es hat nicht diese eisige K\u00e4lte, die die IndienheimkehrerInnen f\u00fcrchten, wenn das Flugzeug sich auf die deutsche Landebahn senkt. Vieles erstaunt auch an diesem Transit nicht mehr, die Dinge gleichen sich an, mal zum Besseren, und mal anders, weil mit dem sogenannten Besseren auch oft die Preise steigen, geistige und k\u00f6rperliche. F\u00fcr meine Sicherheit auf dem Reiseweg zahle ich auch schon Preise, die mir unangenehm sind. Schon in der indischen Hotelhalle musste ich beim Rein-und Rausgehen aus der T\u00fcr durch ein Metall-Detektor-Tor treten, und bei der deutschen Kontrolle muss ich, ob ich will oder nicht, gehorsam sein. Ein einfacher Angestellter zeigt einem, also mir, wie&#8217;s geht, das neue System: man legt seinen Pass, nein, nicht so, sondern so!, auf den Apparat, dann \u00f6ffnet sich eine Sperre und man muss in eine unheimliche Kamera schauen und sich abblitzen lassen. Das Photo m\u00f6chte man nie sehen, es geh\u00f6rt ja auch der Polizei. Gut, das war vorgestern. Man landet ein bisschen nach und kann nicht gleich eine ganze Kultur zur\u00fccklassen, als h\u00e4tte es sie nie gegeben. Das, was man bezeugt hat, lebt in einem weiter. Es webt sich ein in den \u00dcbergang und lagert auf Bereitschaft in den Archiven. Man schaut, ob und wo man ein paar w\u00e4rmere Sachen zur Verf\u00fcgung hat. Gestern habe ich in meinem Minimalisten-Blog-Beitrag\u00a0 (MBB) die Worte &#8222;ausr\u00e4umen&#8220; und &#8222;einr\u00e4umen&#8220; vergessen. Und obwohl es mir vorkommt, als h\u00e4tte sich im Zur\u00fcckgelassenen verbl\u00fcffend wenig Staub angesammelt, wandere ich jetzt wieder hier durch und wirble ihn auf. Immer wieder mal hat mich auch erstaunt, dass es in indischen Haushalten ausgerechnet neben der digitalen Technik und der Mikrowelle keinen Staubsauger gibt, das ist doch geradezu unheimlich. Eine abgrundtiefe Kapitulation dem Unbek\u00e4mpfbaren gegen\u00fcber? Ein genetisches Angstsyndrom, ohne staubentfernende Dienerschaften das Leben fristen zu m\u00fcssen mit einer niederen Handlangung? Zum Gl\u00fcck gibt es sie hier, die Staubsauger, um der geheimnisvollen Staubwelt auf die Spur zu kommen, auch wenn die Entstaubung der Dingwelten eine weitere Illusion ist. Das dritte Bild zeigt Amber Pichu, Hausname &#8222;Coco&#8220; (in Indien ist es \u00fcblich, einen \u00f6ffentlichen und einen Hausnamen zu haben), eine unserer zwei Katzen, die vor kurzem &#8222;kastriert&#8220; wurde. Da denkt man, das ist einfach, dann wird was kompliziert nach der Operation, die Wunde eitert, das Tier darf wochenlang nicht raus, tr\u00e4gt eine Weile einen Kragen, dann ein Leibchen aus Kunststoff, damit sie sich nicht das Pflaster wegleckt. Innen resonniert was, noch offen von den vielen Schmerzen der Tiere, die man erleben musste mit dieser Ohnmacht, nicht hilfreich eingreifen zu k\u00f6nnen. Der blutende Affe, das abgerissene Hundeohr, die an Hunger verendete Katze auf dem Pflaster. Jetzt gibt es andere M\u00f6glichkeiten des Umgangs: die F\u00fcrsorge, das K\u00fcmmern, das Mitgef\u00fchl. Wenn der Mensch die F\u00fcrsorge f\u00fcr sich selbst nicht kennt und auch selbst nicht aktivieren kann, wie soll er dem Tier menschlich begegnen k\u00f6nnen? Da, wo wir wohnen, ist es still. So eine Stille kenne ich nur hier, in Indien ist sie sehr selten geworden. Keine Autos, keine Stimmen, nur V\u00f6gel. Dann die ersten Fr\u00fchst\u00fccke, das Herantasten an die r\u00e4umliche M\u00f6glichkeit des Momentes. Die guten, tiefen Gef\u00fchle. Das l\u00e4chelnde Hineinhorchen in Telefonh\u00f6rer. Das flackernde Feuer. Das Zuhause-Sein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Bild oben ist das letzte, das ich in Indien gemacht habe, es war ein aus Versehen geklicktes, das mir sofort gefallen hat, so ein Hauch von Rad, das sich weiterdreht. Das zweite Bild zeigt ein paar Schneegl\u00f6ckchen im Gras. 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