{"id":4733,"date":"2018-02-28T06:45:40","date_gmt":"2018-02-28T06:45:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4733"},"modified":"2018-02-28T06:55:33","modified_gmt":"2018-02-28T06:55:33","slug":"kindheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4733","title":{"rendered":"Kindheit"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4735\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072833-170x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"365\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072833-170x300.jpg 170w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072833-768x1354.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072833-581x1024.jpg 581w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072833.jpg 1073w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4736\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072902-167x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"366\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072902-167x300.jpg 167w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072902-768x1377.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072902-571x1024.jpg 571w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180228_072902.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/h5>\n<h5>Was den ersten Lebensabschnitt von Kindern in Indien betrifft, so sprengt die Bandbreite der R\u00e4ume, in denen man sie aufwachsen sieht, zumindest f\u00fcr Menschen aus dem Westen so ziemlich alles Vorstellbare. Wenn man einmal nach Ankunft in einer Gro\u00dfstadt wie Delhi gen\u00fcgend geschaudert hat beim Vor\u00fcberfahren an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern in einem Taxi, kommt man an kleineren Orten wieder in eine gewisse Beruhigung. Bei dem Fest, das zur Zeit vor allem abends ab 10 Uhr auf Hochtouren l\u00e4uft, \u00fcbernehmen zuerst die Kinder das Programm. Sie schnitzen nat\u00fcrlich ihre eigenen St\u00f6cke und hauen jenseits von Rhythmus auf den bereitliegenden Trommeln herum. Niemand\u00a0 wehrt sich gegen die Ohrenbet\u00e4ubung. V\u00e4ter tragen stolz vor allem ihre kleinen T\u00f6chter zum Marktplatz. Es ist gut, auch mal nicht zu schaudern. Kindheit ist erste und direkteste Lebenserfahrung. Da, wo kindlche Kr\u00e4fte wenig eingeschr\u00e4nkt und kontrolliert wurden, w\u00e4chst vielleicht die Kraft f\u00fcr das Durchhalten und \u00dcberleben sp\u00e4terer Ereignisse. Hier sieht man auf den Stra\u00dfen Kinder Roller und Motorrad fahren, noch ein Kind hinten drauf. Die Polizisten, auf anderes konzentriert, zucken nicht mit der Wimper, denn ihre Kinder fahren ja auch Roller, so ab 8 Jahren will ja jeder mal auf den Sitz. Andere Kinder wachsen mit behinderten oder bettelnden Eltern auf wie die Tochter von Halli, die jetzt neun Jahre alt ist und bildh\u00fcbsch, man darf sich f\u00fcrchten. In Hotels und Restaurants ist es \u00fcblich, dass Kinder arbeiten. Da man es nicht \u00e4ndern kann, freut man sich schon, wenn der Boss sich anst\u00e4ndig verh\u00e4lt. Kinder kann man leicht ausnutzen, da greift auch selten jemand ein. In so ziemlich allen H\u00e4usern, in denen ich mich bewege, arbeiten Kinder als Servants. Sie kommen oft aus Nepal, wo gro\u00dfe Armut die Eltern zwingt, ihre Kinder nach Indien zum Verdienen zu schicken, wo das Bedienstetenleben \u00fcblich ist. Es gibt auch die Unart, Kinder als G\u00f6tter zu verkleiden, um damit Geld zu verdienen. Dann wird viel geknipst bei den Touristen, oder man fragt sich, aus welcher Substanz wohl das tiefe Blau ist, das t\u00e4glich ihren ganzen K\u00f6rper bedeckt. Oder es kommt eine wandernde Familie vorbei, die auf dem Marktplatz f\u00fcr ein paar Groschen vorf\u00fchrt, was sie ihren Kindern an Verrenkungen alles beigebracht haben. Mittelalter und Neuzeit flie\u00dfen nahtlos zusammen\u00a0 \u00a0Mit sechs Jahren, sagt man von Vertretern des Islam, sei Aisha zu Mohammed gekommen bzw gebracht worden? Aus der Sechs machte man dann sp\u00e4ter eine Neun, doch ist das schon das Ende der Kindheit? Die Regierung macht Versuche, Kinderhochzeiten zu verbieten, aber wenn das Thema einschl\u00e4ft , wird weiterhin mit 6 Jahren verheiratet. Man kann ja nie wissen, ob sp\u00e4ter noch Br\u00e4ute vorhanden sind. Da dr\u00fcben bei der Taubenfutterverk\u00e4uferin sitzt ihr kleiner Sohn und hilft bei der Arbeit. Arm ist, wenn man sein Kind nicht in die Schule schicken kann, auch wenn es bereits eine kostenfreie Schule gibt. Ich kenne eine Frau aus der Brahmanenkaste, die ihre beiden kleinen S\u00f6hne in einem dunklen Zimmer h\u00e4lt und manchmal den Gr\u00f6\u00dferen schl\u00e4gt. Wenn die Familie nicht handelt, muss man mit der eigenen Hilflosigkeit umgehen. Es gibt ja auch viel Gutes zu berichten, wie zB Menschen im Bunker eines Krieges geboren werden und an der Morallosigkeit ihrer Geschichte reifen in eine tiefe Freude ihres eigenen Seins hinein.<\/h5>\n<h5>Auf dem Photo oben sieht man den Sohn des Priesters, (der Papa ist gerade damit besch\u00e4ftigt, den Steinphallus des Gottes Shiva zu ehren), Kontakt mit einer kleinen Tempelanlage, dann mit dem daneben sitzenden M\u00f6nch machen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was den ersten Lebensabschnitt von Kindern in Indien betrifft, so sprengt die Bandbreite der R\u00e4ume, in denen man sie aufwachsen sieht, zumindest f\u00fcr Menschen aus dem Westen so ziemlich alles Vorstellbare. 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