{"id":4383,"date":"2018-01-12T02:50:22","date_gmt":"2018-01-12T02:50:22","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4383"},"modified":"2018-01-12T02:50:22","modified_gmt":"2018-01-12T02:50:22","slug":"wort-bild","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4383","title":{"rendered":"Wort\/Bild"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-4384\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072026-300x276.png\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"246\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072026-300x276.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072026-768x706.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072026-1024x942.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072026.png 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-4385\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072725-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"247\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072725-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072725-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072725-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180112_072725.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 139px) 100vw, 139px\" \/><\/p>\n<h5>Durch das t\u00e4gliche Zusammenf\u00fcgen von Bild und Wort habe ich ein Gef\u00fchl entwickelt, wie f\u00fcr mich und meine Wahrnehmung die Welt zusammengef\u00fcgt ist. Die Hervorkommnisse, die wir jeweils antreffen, scheinen \u00a0so solide und unverr\u00fcckbar, aber, das wissen wir ja inzwischen, ist alles immer im Fluss und in der Verwandlung, Da die Entwicklungen zwar einsch\u00e4tzbar, aber nie gewiss sind, gibt es auch keine Gewissheit, auf die wir uns verlassen k\u00f6nnen, was Weltvorg\u00e4nge und Menschen betrifft. Immer wieder weist die Nadel des Kompass auf uns selbst, eben dass die Verbindung mit uns selbst, und die innere Ruhe, die uns erm\u00f6glicht wird durch Erkenntnisse, die in der Welt angeboten werden auf der Basis von Erfahrungen, die uns einleuchten k\u00f6nnen (oder nicht). Dass eben diese Verbindung mit der h\u00f6chstpers\u00f6nlichen Erfahrung erst die Verbindung mit Anderen erm\u00f6glicht, da doch gewisse \u00c4hnlichkeiten, denen man trauen kann, unter uns auftauchen, wenn auch die Wege oft sehr unterschiedlich erscheinen und sind.. Was ich an meinen Pinseleien oder auch den Abbildungen gelernt habe ist, dass in jedem Partikel, der sich vorw\u00e4rts bewegt, die Leere und die F\u00fclle gleichsam enthalten sind. Oft wehre ich dem Auftauchen von Gestalten und Gesichtern, denn jeder Tropfen kann sofort ein Auge sein, jeder Punkt das ganze Bild beherrschen. Will ich etwas genauer formen, oder nur bereit sein, das Erscheinende mit meinen Ordnungen zu begleiten, bis es mir ausgewogen erscheint und bereit, weiter zu ziehen, bis ich von mir selbst mein Sehen lerne? Diese Welt der flie\u00dfenden Partikel ist vor allem in Indien mein wahrer Genuss. Nicht, dass ich es in tieferen Gespr\u00e4chen wirklich teilen kann durch das Wort, aber es ist das direkte Drinsein im Strom des Geschehens, ohne verloren zu gehen, nein, eher erheitert durch die gleichzeitige Distanz und die freudige Teilnahme. Immer wieder z\u00f6gere ich, wegen dem Ausma\u00df des Leides, das allgegenw\u00e4rtig ist, es ein Spiel zu nennen, aber es ist ein gro\u00dfes Spiel, ja, das nur aus sich selbst heraus wei\u00df, was auf dem Spiel steht. Alles formt sich gleichzeitig, und jede\/r Anwesende sucht die Wege und Mittel, sein eigenes Drama zu gestalten oder als Schicksal anzunehmen und dem eigenen Sein entsprechend damit umzugehen. Darin liegt die immense Freiheit, die dem Menschen gew\u00e4hrt ist, ob er oder sie es so sieht oder nicht: die M\u00f6glichkeit, das Jeweilige so zu gestalten, wie es f\u00fcr das eigene Leben tragbar ist. Jede\/r kann heraustreten aus dem scheinbaren Zwang der Geschichte, und immer wieder gibt es Beispiele, die uns Achtung einfl\u00f6\u00dfen vor der vorhandenen Kraft, zu der ein Mensch Zugang sucht und auch findet. Gestern hat eine Frau, die weder lesen noch schreiben kann, sich vor Gericht gegen das von ihrem Ehemann telefonisch 3x gesprochene &#8222;talaq&#8220; gewehrt, das eine sofortige Trennung bedeutet. Sie wollte nicht weiterhin mit ihm leben, sondern sich gegen die Ungeheurlichkeit des Vorgangs wehren. Im Strom des Daseins gibt es st\u00e4ndig die M\u00f6glichkeit, die eigene Linie beizubehalten und darauf zu achten, dass sie nicht verloren geht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch das t\u00e4gliche Zusammenf\u00fcgen von Bild und Wort habe ich ein Gef\u00fchl entwickelt, wie f\u00fcr mich und meine Wahrnehmung die Welt zusammengef\u00fcgt ist. 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