{"id":4275,"date":"2017-12-28T02:04:37","date_gmt":"2017-12-28T02:04:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4275"},"modified":"2017-12-28T02:07:58","modified_gmt":"2017-12-28T02:07:58","slug":"ueberwaeltigt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4275","title":{"rendered":"\u00fcberw\u00e4ltigt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4279\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182353-199x300.png\" alt=\"\" width=\"144\" height=\"217\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182353-199x300.png 199w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182353.png 346w\" sizes=\"auto, (max-width: 144px) 100vw, 144px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4280\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182443-154x300.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"218\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182443-154x300.jpg 154w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182443-768x1497.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182443-525x1024.jpg 525w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_182443.jpg 975w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4282\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_192746-230x300.png\" alt=\"\" width=\"166\" height=\"217\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_192746-230x300.png 230w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_192746-768x1001.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_192746-786x1024.png 786w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171227_192746.png 1029w\" sizes=\"auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px\" \/><\/p>\n<h5>Sicherlich kann man nicht viel Gutes \u00fcber \u00dcberw\u00e4ltigtsein-oder werden sagen, aber wer in Indien eintrifft, erlebt meist ein m\u00fcheloses \u00dcberw\u00e4ltigtwerden durch die einen \u00fcberflutenden Eindr\u00fccke. Das kann und hat schon immer zu Nebeneffekten gef\u00fchrt oder schlummernde Krankheiten erweckt, und ziemlich viele Foreigners sind in den n\u00e4chsten verwirrten Schritt gestolpert, der verschiedene Formen von Verr\u00fcckt-Sein hervorbringen kann, mitunter auch mit nationalen Eigenarten. Andere sind geflohen, und wieder Andere haben sich durch die Lehren geschleust und die \u00dcberforderungen mit den angebotenen Ordnungen geschlichtet. Es gibt nat\u00fcrlich auch das \u00dcberw\u00e4ltigtsein durch tiefes Erleben, das ist wohltuend und f\u00f6rderlich, und dann gibt es die harmloseren Formen, von denen ich heute eine hatte. Dann formt sich sage und schreibe (genau das, was mir dann fehlt) nichts in meinem System, bis ich das Notizbuch sinken lasse, und schaue mich um. Ich bin umgeben von einem Lemurenstamm, einer silberhaarigen und schwarzgesichtigen Affenbande, die \u00f6fters hier entlangturnt, und unter denen eine Krankheit tobt und oft die Kinder so schw\u00e4cht, dass sie sterben. Es sieht aus wie eine Gr\u00e4tze, und sie kratzen sich das Fell ab, manche bleiben gesund und manche erwischt es. Gleichzeitig bereitet sich eine Gruppe von ungef\u00e4hr hundert M\u00e4nnern aus irgend einem fernen Dorf vor meiner Nase auf ihr Bad vor, und ich entscheide mich, zum Banianbaum zu wechseln, in dessen Bl\u00e4tter ich dann ziemlich sinnlos hineinphotographiert habe, weil das ganze Ausma\u00df des Baumes und vor allem seine Wirkung nicht zu fassen sind. Fassungslos, vielleicht ist das ein besseres Wort f\u00fcr den Zustand, denn Indien ist das Fassungslose an sich, vielleicht haben sich deshalb hier so viele Fassungen gebildet, die alle ein Halt sind im Unfassbaren. Der spontane Ausbruch innerer Heiterkeit ist auch sehr hilfreich, muss ich immer wieder feststellen. Lachen stellt sich als eine souver\u00e4ne Methode dem Fassungslosen gegen\u00fcber heraus, denn man kann es nicht selbst aktivieren, sondern es bricht sozusagen aus einem hervor. Und da man hier nach au\u00dfen immer gerne die h\u00f6fliche Variante w\u00e4hlt, kann es innen ziemlich locker und leicht werden. So setze ich also heute meinen Rundgang fort, hole ein paar Rosen ab bei Ashok und laufe weiter. Da ersp\u00e4ht mein Auge den Kuhfladen. Ich fasse es nicht: da hat jemand, das kann nur ein Brahmane tun, auf einem Kuhfladen eine Puja (religi\u00f6ses Ritual) gemacht, kein Zweifel. Ich habe schon Brahmanen gesehen, wie sie and\u00e4chtig den Kuh-Urin trinken, weil heilig, aber das sehe ich zum ersten Mal. Ich schaue um mich, weil ich mit dem Smartphone bei dieser Handlung nicht erwischt werden will, und oh Wunder, keine Gefahr in Sicht, so konnte ich zur Beweisf\u00fchrung dieses Bild machen, auf dem man sieht, dass alle notwendigen Items der Puja vorhanden sind: Reis, Sandelholz, und Kumkum, das rote Tilakpuder. Man lernt auch, dass die Meinungsbildung oft \u00fcberfl\u00fcssig ist, vor allem, wenn es einen selber nicht mehr so k\u00fcmmert, was man meint. und das hilft einem dann auch weiter.<\/h5>\n<h5>Die Bilder zeigen in redlicher Folge eines der erkrankten Lemurenkinder, dann ein schlichter Blick in den Baniauanbaum, und den gesegneten Kuhfladen. (Holy shit!)<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherlich kann man nicht viel Gutes \u00fcber \u00dcberw\u00e4ltigtsein-oder werden sagen, aber wer in Indien eintrifft, erlebt meist ein m\u00fcheloses \u00dcberw\u00e4ltigtwerden durch die einen \u00fcberflutenden Eindr\u00fccke. 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