{"id":4258,"date":"2017-12-24T04:30:59","date_gmt":"2017-12-24T04:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4258"},"modified":"2017-12-24T04:30:59","modified_gmt":"2017-12-24T04:30:59","slug":"sneh","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4258","title":{"rendered":"Sneh"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4259\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171223_163511-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"478\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171223_163511-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171223_163511-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171223_163511-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171223_163511.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/p>\n<h5>So, dann habe ich mir f\u00fcr die Feiertage diesen Engel herbeigepinselt, denn man tr\u00e4gt doch immer auch Spuren des Einstigen in sich, das in gro\u00dfen, verehrten B\u00fcchern heilig erz\u00e4hlt wurde und vor allem im kindlichen Gem\u00fct trostreiche Spuren hinterlassen hatte. Dann das Basteln von Laternen, die von innen heraus leuchten, und das Fabrizieren der Geschenke, und die unvermeidbare Geschichte mit den K\u00f6nigen, die aus dem Orient kamen und dem Stern folgten und dann auf den kleinen Jesu trafen. Da brauche ich hier nicht weit gehen, um so eine H\u00fctte zu finden mit Ochs und Esel und ein paar Ziegen, aber nat\u00fcrlich kein Heiland in Sicht weit und breit, um die Tempel leerzufegen von den Verkaufsst\u00e4nden. Und auch ich konnte den Indern nie vermitteln, wie es zu zelebrieren ist, das heilige Fest von der Geburt des Schmerzensmannes, der sich auch noch verlassen f\u00fchlte sp\u00e4ter von seinem Herrn. Kein Schnee hier, sage ich immer, es braucht Schnee und einen Tannenbaum, und viele Kerzen, die werden hier nur im Notfall benutzt, wenn mal wieder das Licht ausgeht. Zum Gl\u00fcck fragen sie auch nicht so viel wie ich bei ihren Festtagen, wo das alles herkommt und was sie bedeuten, die verbliebenen Symbole des Heiliggesprochenen, ja keine Ahnung, wo er herkommt, der Tannenbaum, o Tannenbaum, das Lied erkl\u00e4rt es mir etwas, er gr\u00fcnt eben nicht nur zur Sommerzeit, sondern auch im Winter, also ein Zeichen des Lebensbaumes und des ewiglich Gr\u00fcnenden. Nun haben die Inder Weihnachtsferien, weil sie in den englischen Kalender navigiert wurden, und zweifelsohne ist das f\u00fcr viele Menschen sehr sch\u00f6n, und auch ich mag diese Zeit zwischen dem 24sten und dem ersten Tag des neuen Jahres, eine Kurve der Stille und Ruhe, wenn man sich das erschaffen kann in all dem ersch\u00f6pfenden Trubel. An diesem Punkt musste ich unterbrechen, da ich drau\u00dfen am Ghat mit einer sehr jungen Inderin verabredet war. Wir hatten uns letztes Jahr mehrfach am See getroffen, da sie den See liebt und ich auch t\u00e4glich um den See kreise, das hei\u00dft hier &#8222;Paricrima&#8220;, die Umwandlung. Sie will Bankerin werden und hat ein reges Interesse, ja, an vielem. Wir kamen auf die Feiertage zu sprechen und Jesus, und dass sie dachte, alle Ausl\u00e4nderInnen, die hierher kommen, seien Christen. Sie ist erstaunt, dass ich nicht Christin bin. Hindu zu sein kann man nicht w\u00e4hlen, und man kann auch nicht aussteigen. Ich bin aus dem Christentum auch nicht ausgestiegen, ich war nie drin. Oft interessiert es mich auch, die Geschichten zu h\u00f6ren, die so vielen Menschen immer so vieles bedeutet haben und bedeuten. Oder selbst mal dar\u00fcber nachdenken, wie es wohl war f\u00fcr ihn, Jesus Christus, diesen schrecklichen Weg zu gehen. Die Religionen sind sicher eine m\u00e4chtige St\u00fctze, und es f\u00e4llt wahrhaft schwer, bestimmte Rituale und Handhabungen mit irgend etwas anderem, Reichhaltigem zu ersetzen, aber sie, die Religionen und ihre Herden f\u00fcgen auch m\u00e4chtig viel Schaden zu. Nein, kein Mitglied einer Religion, keine Christin. Vom menschlichen Sein her ist alles ber\u00fchrend: die Sch\u00f6nheit, und dann: der Schrecken. Da wir hier keinen Schnee haben, fiel mir das Hindi Wort &#8222;Sneh&#8220; ein, ein sch\u00f6nes Wort und bedeutet &#8222;Z\u00e4rtlichkeit&#8220;, eben sneh. Davon w\u00fcnsche ich viel und einen stillen Abend, und eine friedvolle Nacht.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, dann habe ich mir f\u00fcr die Feiertage diesen Engel herbeigepinselt, denn man tr\u00e4gt doch immer auch Spuren des Einstigen in sich, das in gro\u00dfen, verehrten B\u00fcchern heilig erz\u00e4hlt wurde und vor allem im kindlichen Gem\u00fct trostreiche Spuren hinterlassen hatte. 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