{"id":4079,"date":"2017-11-26T04:47:51","date_gmt":"2017-11-26T04:47:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4079"},"modified":"2017-11-26T04:50:04","modified_gmt":"2017-11-26T04:50:04","slug":"dicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4079","title":{"rendered":"dicht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4080\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171122_1643181-287x300.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171122_1643181-287x300.jpg 287w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171122_1643181-768x804.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171122_1643181.jpg 948w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild stammt noch aus Delhi und den Tagen ohne jeglichen Zugang zum Netz, da John vergessen hatte, die Rechnung zu begleichen. Zum Gl\u00fcck schien durch den gelblichen Dunst der ber\u00fcchtigten Stadt noch etwas die Sonne, und ich konnte zum Stift greifen und mich an meiner Handschrift erfreuen, da nichts weiter zu tun war \u00a0Auch wollte ich mich in Gespr\u00e4chen nicht dar\u00fcber streiten, ob stundenlanges Fernsehen den tiefen Kern unseres Wesens ber\u00fchrt oder nicht, dachte aber dar\u00fcber nach, wie sich etwas innerlich verschiebt in der Wahrnehmung von Indien durch uns, die wir so lange schon hier sind und uns zuhause f\u00fchlen im wilden Treiben und auch in dieser exquisiten Ordnung, deren Grundgedanken und Praktiken wir noch erleben durften. Aber die Zeichen der Zeit sind nicht mehr zu \u00fcbersehen, von wegen Abgaskontrolle zB, und dieser gelenkte Kollektivtrieb zum Materiellen hin, zum Mehr, zum Alles-haben-und-sein-wollen. Ja, nat\u00fcrlich ist das \u00fcberall zu beobachten, aber hier tut es irgendwie mehr weh. Unterwegs mit dem Auto von Delhi wurde ich mir meiner Augen bewusst, wie sie nach etwas suchten, was nicht von Staub und \u00a0seltsam Neuem \u00fcberdeckt war, alle paar Meter ein neues Hotel und Restaurant, und unterw\u00fcrfige Menschen, die einem die Autot\u00fcr \u00f6ffnen und hereinbitten. Drinnen schlechter indischer Tee. Wenn man sich zu sehr an die Geschm\u00e4cker der Welt anpasst, was soll dabei herauskommen? Und jeder auf der Reise wei\u00df auch, dass man irgendwo abbiegen muss, um etwas anderes zu sehen als die Highway. Gut. Jetzt bin ich bei Freunden angekommen und ziehe morgen weiter in das Haus, in dem ich wohnen werde. Ich freue mich darauf, wieder t\u00e4glich an meinem Blog zu sitzen und zu sehen, was aus mir wird und wie ich den Aufenthalt im Nu diesmal erlebe. Noch f\u00fchlt es sich &#8222;dicht&#8220; an im Inneren. Irgendwas in mir starrt auf die Weltformel. Vielleicht erlischt in mir noch ein letzter Hunger (nach einer zweiten Heimat?), und da ich wei\u00df, wie mein eigenes Gedicht (Die Weltformel) verl\u00e4uft, wei\u00df ich auch, dass es ein Tor gibt, wo man hinaustreten kann ins Licht.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild stammt noch aus Delhi und den Tagen ohne jeglichen Zugang zum Netz, da John vergessen hatte, die Rechnung zu begleichen. 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